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JU fordert mehr Vernunft in der Energiepolitik

Gießen | Gießen/Wetzlar (pm). „ Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit sind die drei Kernanforderungen an die Energiepolitik, die wir in Einklang bringen müssen.“ erklärte die JU Kreis- und stellvertretende Landesvorsitzende Katja Häckel im Anschluss an die diesjährige Kreisvorsitzendenkonferenz der Jungen Union Hessen in Wetzlar. Schwerpunkt der Tagung war die Verabschiedung eines Leitantrages zu den „Erneuerbaren Energien“. Bei rationaler Betrachtung der Vor- und Nachteile der verschiedenen Energieträger sei klar, dass der Ausbau erneuerbarer Energien zügig vorangetrieben werden müsse und der Verbrauch fossiler Brennstoffe möglichst schnell zu reduzieren sei.

Da der Ausbau erneuerbarer Energien aber Zeit brauche und da insbesondere Windkraft und Solarenergie nicht grundlastfähig seien, also nicht gleichmäßig Strom lieferten, könne auf die Kernenergie in den kommenden Jahrzehnten noch nicht verzichtet werden. Daher sei die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke wirtschaftlich und ökologisch geboten, so Häckel. Dennoch handele es sich bei der Atomenergie insbesondere aufgrund der ungelösten
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Endlagerproblematik um eine Brückentechnologie, auch die Junge Union sei langfristig für den Atomausstieg, wenn die drei genannten Grundforderungen nach Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit auch ohne Atomstrom gewährleistet seien.

Die Zukunft der Windenergie war im Rahmen der JU-Tagung ein besonders intensiv diskutiertes Thema, so Häckel weiter. Einig sei man sich darüber gewesen, dass ein Ausbau der Windkraft in Starkwindgebieten und im Offshore-Bereich erfolgen solle. Für Hessen habe die Junge Union sich dafür ausgesprochen, bestehende Windkraftanlagen bei Bedarf am gleichen Standort durch leistungsfähigere Windräder zu ersetzen. Dies bezeichnet man in der Fachsprache als Repowering. Nach intensiver Diskussion zeigte sich die Junge Union mehrheitlich skeptisch gegenüber der Erschließung neuer Windkraftstandorte in Hessen, da die Windintensität in Hessen deutlich geringer sei, als etwa in Norddeutschland.

„Wenn die jeweiligen erneuerbaren Energien dort zum Einsatz kommen, wo die geeignetsten Standorte sind, also zum Beispiel Windkraft an der Nordsee und Solarstromerzeugung in Äquatornähe, ist der Ausbau verlustarmer und durchleitungsstarker Stromnetze ebenfalls eine wichtige Aufgabe für die Energiesicherung der Zukunft mit erneuerbaren Energien“, erklärte Häckel. Zudem sei es wichtig, die Energiespeicherforschung voranzutreiben. Damit könnten Möglichkeiten geschaffen werden, das Problem der fehlenden Grundlastfähigkeiten zu lösen.

Auch der Landesvorsitzende der Jungen Union Hessen Ingmar Jung zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen der Konferenz. Neben allen Anstrengungen zur Gewinnung von Energie bleibe aber auch die Energieeinsparung ein ganz wichtiges Handlungsfeld sowohl der Politik als auch jedes Einzelnen. „Energieeinsparung hat keinen Vorlauf – jeder kann heute beginnen.“ so der JU-Vorsitzende abschließend.

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