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ACE: Zahl der Verkehrstoten kann unter 4000 sinken

Gießen | Der ACE Auto Club Europa schließt nach der jüngsten Verkehrsopfer-Bilanz des Statistischen Bundesamtes nicht mehr aus, dass die Zahl der Verkehrstoten schon in diesem Jahr unter die Grenze von 4000 fällt. Das setze allerdings enorme Anstrengungen auf dem Gebiet der Unfallverhütung voraus, betonen die Verkehrssicherheitsexperten des ACE. Sie fordern in diesem Zusammenhang, dass die Autos künftig mit einer automatischen Startsperre für Gurtmuffel ausgerüstet werden. 2009 hätten unter dieser Voraussetzung mehr als 1000 Menschen bei Verkehrsunfällen überleben können. Daher sei es folgerichtig, dass sich Fahrzeuge erst dann in Bewegung setzten, wenn alle Autoinsassen angeschnallt seien. Der ACE stellt unter Berufung auf Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) dazu fest, dass knapp 30 Prozent aller getöteten Autofahrer keinen Sicherheitsgurt angelegt hatten.
Die Gurtanlegequote betrage in Deutschland rund 90 Prozent, noch höher sei sie in Schweden.
Wichtig sei nach Auffassung der ACE-Experten, dass moderne Fahrerassistenzsysteme den Markt auch im Klein- und Mittelklassesegment stärker durchdringen. Diese
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Systeme seien durch automatisch gesteuerte Eingriffe in das Fahrergeschenen in der Lage, vielfach Unfälle zu vermeiden oder deren Folgen abzumildern. Leider sei festzustellen, dass viele Autokäufer Edelmetall-Felgen immer noch spannender als unfallverhütende Innovationen auf dem Gebiet der Kfz-Sicherheit finden. Dabei könne der durch Verkehrsunfälle verursachte volkswirtschaftliche Schaden allein schon durch die Integration von Spursicherungssystemen um rund 1,5 Mrd. Euro vermindert werden, von menschlichem Leid einmal ganz abgesehen.
Ausdrücklich begrüßt der ACE den Plan des Bundesverkehrsministeriums, bis Ende 2010 ein neues nationales Verkehrssicherheitsprogramm für die nächsten 10 Jahre zu entwickeln und ein entsprechendes EU-Projekt unterstützen zu wollen. Nach Ansicht des Clubs sollte sich die Verkehrssicherheitspolitik dabei nicht allein auf die Hauptrisikogruppen wie junge Fahranfänger und Motorrad-
fahrer konzentrieren. Ebenso wichtig sei es, sich um die Mobilitäts- und Sicherheitsbedürfnisse von älteren Menschen und Kindern zu kümmern. Der Kampf gegen Alkoholmissbrauch im Straßenverkehr müsse unvermindert fortgeführt werden. Ein wesentlicher Sicherheitsfaktor sei ferner die bedarfsgerechte Gestaltung und Instandhaltung der Verkehrsinfrastruktur. Die dafür im Konjunkturprogramm II bereitgestellten Mittel müssten "zügig und vollständig" ausgeschöpft werden. Wer Verkehrswege hingegen weiter vergammeln lasse, sei mitverantwortlich für die Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit. Deshalb müsse bei offenem Wetter der Kampf gegen Schlaglöcher aufgenommen und die erforderlichen Mittel zur nachhaltigen Sanierung der Verkehrswege bereitgestellt werden.

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von:  Peter Kirch

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