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PBC Gießen I erledigt Pflichtaufgabe

Gießen | Zwei Siege aus zwei Heimspielen waren für die erste Mannschaft des Pool-Billard-Clubs Gießen am vergangenen Wochenende vorgegeben, wollte man den Anschluß an Tabellenführer PV Astoria Walldorf nicht verlieren, die mit vier Punkten Vorsprung am Platz an der Sonne gastierten.
Beim Samstagsspiel gegen die Gäste aus Gelnhausen brannte man auf Wiedergutmachung für das unglückliche 4:4 Unentschieden aus der Vorrundenbegegnung Anfang September.
In der Aufstellung versuchte sich Jeszberger an einer kreativen Variante, indem er Mark Majlat nach überragenden Trainingsleistungen auf das für ihn ungewohnte 8-Ball stellte. Doch für Majlat erwies sich - wie schon im Hinspiel für Jeszberger - der Gelnhausener René Schuster als Schrecken der Gastgeber. Nachdem Schuster im September einen 1:4 Rückstand noch zu seinen Gunsten drehte, kam er gegen Majlat erst gar nicht in die Verlegenheit und schenkte dem Gießener die Höchststrafe zum 7:0 ein, wobei er wie im Hinspiel zwischenzeitlich drei Partien vom Anstoß weg beenden konnte, ohne seinen Kontrahenten überhaupt an den Tisch zu lassen. Ähnlich wie Majlat erging es Peter Rattacher,
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der beim 2:7 im 10-Ball gegen den ehemaligen Bundesligaspieler Uwe Kaiser zu keinem Zeitpunkt in seinen Rhythmus fand. Lediglich Jeszberger und Christian Häring konnten die erwarteten Punkte einfahren, mußten allerdings bis zur letzten Kugel um den Sieg kämpfen. Häring, gegen den jüngsten Gelnhausener Helmut Voigt im 14.1e favorisiert, gelang es über die gesamte Begegnung hinweg nicht, einen entscheidenden Vorsprung herauszuarbeiten. Erst in der Schluß-phase konnte sich der Gießener aufgrund der größeren Erfahrung letztendlich mit 125:117 durch-setzen. Jeszberger, nach langer Zeit mal wieder im 9-Ball eingesetzt, hatte mit dem Routinier Peer Walerius den erwartet unbequemen Gegner. Obwohl Walerius nahezu fehlerlos agierte, konnte sich Jeszberger mit 6:3 absetzen, brachte allerdings seinen Gegner nach einem zu optimistischen Kombinationsversuch auf die Neun und dem daraus resultierenden Spielverlust wieder zurück in die Partie. So kam es zum entscheidenden letzten Spiel beim Stand von 8:8, indem Jeszberger von einem marginalen Stellungsfehler seines Kontrahenten profitieren konnte und letztendlich schmeichelhaft mit 9:8 das bessere Ende für sich hatte.
In der zweiten Hälfte der Begegnung ließen die Gießener dann nichts anbrennen. Obwohl Jeszberger erneut beim 7:6 im 8-Ball gegen Voigt das knappest mögliche Ergebnis einfuhr, nahm Majlat im 14.1e gegen Schuster erfolgreich Revanche und schloß mit 125:76 ab. Dasselbe galt für Rattacher, der beim 9:3 im 9-Ball seinen gefürchteten Lauf bekam und Kaiser förmlich demontierte. Das abschließende 7:4 von Häring gegen Walerius im 10-Ball hätte dann noch deutlicher ausfallen können, da sich in Härings Spiel noch einige unnötige Flüchtigkeitsfehler einschlichen.
Im Sonntagsspiel war die gegen den Abstieg kämpfende Nachwuchsmannschaft von der SG Johannesberg zu Gast. Nach dem Ausflug in die Gefilde des 8-Ball durfte Majlat dann wieder in seiner gewohnten Disziplin, dem 9-Ball ran und erledigte seine Aufgabe bei allerdings durchschnitt-licher Spielqualität gegen den Johannesberger Daniel Fischer erwartungsgemäß mit 9:6. Ähnlich die Ergebnisse der anderen Partien – Jeszberger, gegen die amtierende Jugendeuropameisterin Jasmin Michel im 10-Ball antretend, profitierte beim 3:3 auf den schwer zu spielenden Tischen von einer in der Tasche klappernden Zehn und beendete den Satz schließlich mit 7:3. Rattacher tat sich gegen den erst zwölfjährigen Raphael Wahl im 8-Ball recht schwer, konnte sich aber letztendlich mit 7:4 durchsetzen. Häring hingegen zeigte beim 125:43 im 14.1e in nur elf Aufnahmen gegen Simon Weber eine souveräne Leistung.
Nach der Halbzeit war es lediglich Jeszberger, der bei 2:7 und zahlreicher vergebener Chancen gegen den nahezu fehlerlos agierenden Simon Weber im 8-Ball Federn lassen mußte. Majlat schlug Wahl im 14.1e mit 125:66, Rattacher Michel im 9-Ball mit 9:3 sowie Häring Fischer im 10-Ball mit 7:4, so daß man mit einem deutlichen Endergebnis von 7:1 durchaus zufrieden sein konnte.
In der parallell stattfindenden Begegung zwischen dem Tabellenführer aus Walldorf und dem Tabellensechsten aus Limburg kam es dann zur großen Überraschung des Spieltages – die letztjährigen Verbandsligaaufsteiger bezwangen den Favoriten mit 6:2 und leisteten den Gießenern damit Schützenhilfe, die nun wieder aus eigener Kraft mit nur einem Punkt Rückstand ins Meisterschafts-geschehen eingreifen können.
Die zweite Mannschaft spielte am Samstag 4:4 gegen Astoria Walldorf und musste sich dann am Sonntag mit einer deutlichen Niederlage von 0:8 gegen Gelnhausen geschlagen geben.
Die Verbandsligamannschaft spielte gegen Bad Wildungen 4:4, wohingegen die Mannschaft der Landesliga gegen Bissenberg mit einem 3:5 verlor. Besser lief es für die 5. Mannschaft in der Bezirksliga, die Katzenfurt mit 5:3 bezwang und für die 6. Mannschaft in der Kreisliga, die sich erfolgreich mit einem 6:2 gegen Marburg durchsetzte.

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von:  Astrid Kriege-Steffen (1. PBC Gießen 1986 e.V.)

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