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Universitätsklinikum lagert Mitarbeiter aus: Über 500 Beschäftigte in Gießen und Marburg betroffen

von Uwe Badouinam 05.09.20083866 mal gelesenkein Kommentar
Das Universitätklinikum (hier: Marburg) bei Nacht: Die Fahrdienste gehören zu den Bereichen, die ausgelagert werden.
Das Universitätklinikum (hier: Marburg) bei Nacht: Die Fahrdienste gehören zu den Bereichen, die ausgelagert werden.
Gießen | Marburg. Am Universitätsklinikum Gießen-Marburg wurden zum 1. August mehr als 500 Mitarbeiter in Gießen und Marburg in eine Service GmbH ausgelagert. Erst jetzt gehen Sie damit an die Öffentlichkeit.

„Die Stimmung ist katastrophal“, sagen Betroffene, die ihre Namen aus Angst vor Repressionen nicht öffentlich nennen wollen. Schriftlich wurden sie darüber informiert, dass sie vom 1. August an für die UKGM Service GmbH tätig sind – so wie mehr als 500 weitere Mitarbeiter an den Standorten Marburg und Gießen des privatisierten Universitätsklinikums.
In die Service GmbH wurden nach Auskunft des Betriebsrats die Beschäftigten aus Reinigung, Küche, Lager, den Fahr-, Hol- und Bringediensten, der Poststelle, die Laborgehilfen sowie die Mitarbeiter der Klinikspforten mit Ausnahme der zentralen Pforten an den Lahnbergen ausgegliedert. Ihnen drohen erhebliche Einkommenseinbußen.
Weder die Gewerkschaft ver.di noch der Betriebsrat hätten rechtlich gegen die unternehmerische Entscheidung der Universitätsklinikums Gießen-Marburg GmbH (UKMG) etwas unternehmen können, sagte die Marburger Betriebsratsvorsitzende Bettina Böttcher.
Nach Informationen der GIEßENER ZEITUNG ist zudem geplant, die Wäscherei in Marburg aufzulösen und nach Gießen zu verlagern.
Bislang sind nach Kenntnis des Betriebsrats rund 50 Widersprüche eingegangen. Die meisten hätten die Überleitung jedoch akzeptiert – aus Angst um die Arbeitsplätze. Gerald Meder, Vorsitzender der Geschäftsführung des Uniklinikums Marburg-Gießen, sagte, durch die neue Service GmbH seien Arbeitsplätze gerettet worden.

Mehr zum Thema lesen Sie hier:
„Die Beschäftigten haben nur die Wahl zwischen Pest und Cholera“

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