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Angriffe auf alternatives Wohn- und Kulturzentrum AK44 in Gießen

Gießen | Am Sonntagmorgen den 27.12.09 gegen 06:00Uhr fand ein Farbanschlag auf das alternative Wohn- und Kulturzentrum Infoladen & AK44 statt. Offenbar wurden von der Straße aus mehrere Farbbeutel gegen Fassade und Fenster geworfen. Bereits eine Woche vorher, in der Nacht vom 18.12.09 auf den 19.12.09 wurde auf dem Hof des AK44 ein parkendes Auto durch herausschlagen der Scheiben schwer beschädigt.

Aufgrund einiger Indizien kann in beiden Fällen von Angriffen durch Neonazis ausgegangen werden. Hierfür spricht, dass bis November auf einschlägigen Neonaziseiten im Internet eine Aufklebervorlage angeboten wurde, auf der das Kulturzentrum brennend zu sehen ist. Dazu wurde gefordert, eine antifaschistische Gruppe aus Gießen zu „zerschlagen“. Eine Sprecherin des Infoladens, Michaela Grund, erklärte hierzu: „Da in den Räumen des Infoladens & Ak44 regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, welche sich unter anderem mit Ideologien der extremen Rechten und deren Organisationsformen beschäftigen und die BetreiberInnen des Zentrums sich offen für ein Engagement gegen rechte Tendenzen in der Gesellschaft aussprechen, ist das Zentrum
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Rechtsextremismus (46)Infoladen (5)Autonome Nationalisten (1)AK44 (7)
wohl wieder in den Fokus der regionalen extrem rechten Szene geraten“. Zwar wurde aufgrund juristischen Vorgehens gegen die Verbreitung der Aufklebervorlage im Internet, diese vom Betreiber der Neonazihomepage aus dem Netz genommen. Dies hat jedoch nicht dazu geführt, dass die regionale Szene von gewalttätigen Aktivitäten abgesehen hat.
Vergleichbare Anschläge fanden in den letzten Monaten schon in der Region um Wetzlar statt. Dabei wurde unter anderem das Wetzlarer Kulturzentrum Franzis in der Nacht vor einem „Rock gegen Rechts“ mit Farbe beschädigt. Am Abend des Konzertes musste die Polizei provozierende Neonazis vom Eindringen ins Franzis abhalten. Im Oktober traf es schließlich die Wetzlarer Kneipe „Harlekin“. Diese stellte ihre Räume dem „Bündnis gegen Nazis Wetzlar“ für eine Vortragsreihe zur Verfügung. Im November wurde dann das Haus einer Privatperson, die sich gegen die rechten Entwicklungen im Lahn-Dill-Kreis engagiert, mit Farbe und neonazistischen Symbolen beschmiert. Da sich alle Anschläge gegen Räumlichkeiten richteten, in denen antifaschistisches Engagement praktiziert wurde, ist zu vermuten, dass die Anschläge auf das Kulturzentrum AK44 aus dem selbem TäterInnenkreis heraus verübt wurden. Erhärtet wird der Verdacht zudem dadurch, dass in derselben Nacht in der Bahnhofsunterführung in Wetzlar Hakenkreuze und Parolen wie „Nur Hitler“ gesprüht wurden.
Bei dem mutmaßlichen Täterkreis könnte es sich Personen aus dem Umfeld von Gruppierungen aus dem Spektrum der so genannten „Autonomen Nationalisten Wetzlar“ bzw. der aus der Gruppe „Anti-AntiFa Wetzlar“ handeln. Mitglieder dieser Gruppen treten seit Beginn 2009 regelmäßig mit, z.T. gewalttätigen Aktionen, an die Öffentlichkeit. Vornehmliches Ziel ist es, so ein Mitglied dieser Gruppe in einem Video, „Wetzlar deutsch zu halten“. Gemeint ist hiermit offenbar, dass politisch Andersdenkende durch den Einsatz von Gewalt verunsichert und eingeschüchtert werden sollen.
Die Anschläge auf das AK 44, sowie ein zunehmendes Auftreten von gewaltbereiten Rechten in Gießen, zeigen nun, dass die mittelhessische Neonaziszene nun auch versucht in der Universitätsstadt Akzente zu setzen. Zuletzt kam es in Gießen im August 2008 zu einem gewalttätigen Angriff durch rechte Täter. Eine Teenagerin wurde, nach Eigenaussagen, damals von sechs Neonazis angegriffen und am Boden liegend getreten. Das Mädchen verlor bei diesem Übergriff Zähne, als ihr ins Gesicht getreten wurde.
Dass die BetreiberInnen des Infoladens sich nicht von solchen Anschlägen einschüchtern lassen, betont Michaela Grund: „Wir werden uns auch weiterhin immer und überall offen gegen rechte Tendenzen positionieren und unsere Räume auch weiterhin für antifaschistische Veranstaltungen zur Verfügung stellen. Solche Anschläge unterstreichen lediglich die Wichtigkeit eines solchen Engagements“.
Die BetreiberInnen des Infoladens haben in Zuge der Angriffe Anzeige bei der Polizeidirektion Gießen erstattet

Kommentare zum Beitrag

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Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 29.12.2009 um 17:59 Uhr
Liebe Frau Linke,
woher haben Sie denn Ihre Infos zu den früheren Übergriffen, z.B. Franzis und Harlekin. Wir müssen aus presserechtlicher Sicht die Quellen überprüfen. Die Polizei meldet übrigens Folgendes: http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/25072. Ist das derselbe Übergriff? Dort war von einer Hauswand die Rede und von gefüllten Christbaumkugeln, nicht von Farbbeuteln und nicht vom Infoladen. Außerdem hieß es, der Schaden sei am 26. entdeckt worden, sie schreiben von einer Tat am 27. Ist das derselbe Vorfall oder ein blöder Zufall, das beides im Alten Wetzlarer Weg war?
92
Infoladen Gießen aus Gießen schrieb am 29.12.2009 um 18:53 Uhr
Es handelt sich um den selben Vorfall. Ich habe mit Verantwortlichen vor Ort gesprochen - was aus den Stellungnahmen hervorgeht. Der Vorfall geschah in der Nacht vom 26.12. zum 27.12.. Wohlmöglich am Morgen des 27.12. sehr früh, so dass wohl das Datum 27.12. zutreffender wäre.
Die Infos zu den früheren Übergriffen, zunächst zum Franzis, finden sich bspw. als Videos auf youtube unter http://www.youtube.comwatch?v=KkacHapqc-0&feature=PlayList&p=0F7555A83782D19A&index=3.
Weitere Meldungen hierzu findet sich nur noch im Gästebuch des Franzis. http://571012.guestbook.onetwomax.de/ . Ich war an dem Abend vor Ort und habe die Schmierereien auch selber gesehen. Hier der Bericht der Nazis, dass sie vor Ort gewesen sind: http://logr.org/anwetzlar/2009/10/25/rock-gegen-rechts-in-wetzlar/.
Bei youtube "wetzlar" & "Hinschauen" eingeben, dort findet sich ein Video des Jugendnetz Wetzlar zum Vorfall.
Hier ein Video der Schmiereien in Wetzlar vom 26.bzw. 27.12: http://www.youtube.com/watch?v=mAhO7v79X1I (ebenfalls vom Jugendnetz Wetzlar).
Bezüglich der Sache beim Harlekin war ich als Reporterin ebenfalls Zeugin. Bestätigen kann den Vorfall sowohl die Polizei Wetzlar, als auch der Betreiber des Harlekins oder Verdi Wetzlar als Veranstalter der dortigen Veranstaltungsreihe. Hier die Bewerbung für die Reihe: http://www.jugendnetz-wetzlar.de/jnw3/news.php?rowstart=22

Hier zudem eine Übersicht über einige Aktivitäten der Neonazis in WZ: http://www.jugendnetz-wetzlar.de/jnw3/news_cats.php?cat_id=51. Weiteres ließe sich bei den genannten rechten Gruppen als Aktionsbeschriebung nachlesen.
Ich hoffe Ihnen einen ausreichenden Überblick verschafft zu haben. Und bin mir, als langjährige Teil-Zeit-Reporterin, natürlich darüber bewusst, dass das Presserecht zu beachten ist.
MfG
S. Linke
92
Infoladen Gießen aus Gießen schrieb am 29.12.2009 um 19:05 Uhr
Ergänzung zum Thema Franzis: in der WNZ vom 1.11.09, S. 10 findet sich hierzu ebenfalls ein Bericht zum geplanten Angriff
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 30.12.2009 um 10:14 Uhr
Lieber Herr Schmidt,
dann vergleichen Sie mal den Auftritt der Autonomen Nationalisten und der Antifa Gießen im Internet - da besteht schon ein deutlicher Unterschied in der Ausdrucks- und Agierensweise. Eine Tendenz, die unbedingt zu stoppen ist, will man keinen Bandenkrieg herauf beschwören. In Wetzlar brodelt es schon genug.
92
Infoladen Gießen aus Gießen schrieb am 30.12.2009 um 10:54 Uhr
Sehr geehrter Herr Schmidt,
Ich kann Frau Glinke zudem nur zustimmen: Es handelt sich hier um völig unterschiedliche politische Bewegungen. Auch wenn die mehrheitliche Verwendung des Begriffs "Extremismus" und die damit einhergehende Gleichsetzung im Alltag immer wieder etwas anderes suggeriert. Insbesondere was die anvisierte Gesellschaftsform und die Bedeutung von Gleichberechtigung und Respekt für alle Menschen anbelangt finden sich hier mehr als deutliche Unterschiede zwischen den politischen "extremistischen" Bewegungen. Es gilt das Auge also auch für die Unterschiede, nicht nur für die Gemeinsamkeiten, zu sensibilisieren. Denn Gemeinsamkeiten weisen auch die bürgerliche Mehrheitsgesellschaft und die faschistische Ideologie auf. Gerade in Bezug auf menschenverachtende Einstellungen oder autoritäte Gesellschaftsforderungen. (Ich empfehle hierzu die Studien "Deutsche Zustände" oder "Vom Rand zur Mitte")
Entsprechend ist der Begriff "Linksfaschist" als eine äußerst problematische und politisch-intendierte Konstruktion zu bewerten. Die Ideologie bzw. die Ziele der radikalen Linken - analytisch betrachtet - stehen jeglichem Faschismus konträr gegenüber. (Die Frage des Gewalteinsatzes ausgeklammert).
Verwendung findet der Begriff vor allem durch rechte oder konservative Gesellschaftsschichten. Nicht selten geht damit eine Relativierung der faschistischen Ideologie und Gewalt einher. (Was ich Ihnen jedoch keineswegs unterstellen will).
MfG
S. Linke
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 30.12.2009 um 11:17 Uhr
Meine Recherchen haben ergeben, dass es in Gießen eine weitere "Antifa" gibt, von der sich die Truppe des Infoladens aber distanziert hat. Die Übergriffe und Vorkommnisse in Wetzlar und Gießen müssen jedenfalls gestoppt werden. Denn wer Parolen wie "Nur Hitler" an eine Unterführung sprüht, der hat offenbar gar nichts verstanden. Danke übrigens für die sehr detaillierte Linksammlung, Frau Linke. So kann man sich wirklich gut ein Bild machen. Komisch, dass die Polizei in ihrer Meldung nicht von einem Kulturzentrum geschrieben hat, sondern nur von einem Haus. Und mit Farbe gefüllte Christbaumkugeln klingt auch anders als Farbbeutel - erstes suggeriert vielmehr einen unüberlegten Kinderstreich. Ich frage mich, ob hier beabsichtigt Details unter den Teppich gekehrt werden sollen.
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 30.12.2009 um 16:48 Uhr
Da gebe ich Ihnen wiederum Recht, Herr Schmidt. Soziale Unruhen sind quasi programmiert, wenn es in unserem Land so weiter geht. Da braucht man nur nach Frankreich oder Griechenland schauen, welche Formen der Protest dort angenommen hat. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, dass vom AK 44 und dem Infoladen jemals Krawalle oder Angriffe ausgegangen wären. Außerdem weiß ich nicht, wann die Linken in Gießen zuletzt negativ aufgefallen wären.
92
Infoladen Gießen aus Gießen schrieb am 30.12.2009 um 16:52 Uhr
Dass die FDP einen Mindestlohn verhindern wird und sich die sozialen Zustände verschärfen werden, damit stimme ich überein. Jedoch Verständnis für Rassismus bzw. Ausländerfeindlichkeit zu zeigen, weil Menschen aus dem "Ostblock" (richtiger wäre aus den osteuropäischen Staaten der EU) auf der Suche nach einem würdevollen Leben sind, halte ich für sehr gefährlich.
Zudem sind nicht die "Lohndrücker", als ArbeitnehmerInnen, schuld an der Entwicklung der Löhne, sondern noh immer ArbeitgeberInnen.
Für ebenso gefährlich halte ich ihre Relativierung von rechter Gewalt mit dem Hinweis auf linke Gewalt. Es handelt sich hier um zwei paar Schuhe. Und dennoch zum Vergleich: Rechte Gewalt richtet sich stets gegen Menschen - ob rein ideologisch oder ganz konkret im Alltag. Seit 1990 mussten diesen Wahnsinn in der BRD über 140 Personen mit ihrem Leben bezahlen. Die Straf- und Gewalttaten der Neofaschisten waren 2008 so hoch wie noch nie (laut Verfassungsschutz von 2008: 20422 das sind täglich etwa 56, davon 1113 Gewalttaten; da sind 3 am Tag). Und sie regen sich wegen Sachbeschädigungen und Steuergeldern auf? Wobei hier nicht einmal klar ist, ob die immensen Polizeiaugebote bei linken Demonstrationen überhaupt nötig sind....
Auch wenn sie schreiben, dass sie "rechtsextremistische und linksextremistische" Gewalt gleich verurteilen, folgt bei Ihnen auf diese Behauptung das absolute Gegenteil. Ich finde ihre Argumentation zumindest tendenziös.
92
Infoladen Gießen aus Gießen schrieb am 31.12.2009 um 14:35 Uhr
Ich begrüße das Diskussionsengagement von Frau Fries. Kann aber nur erneut feststellen, anhand des stetigen abrufen derselben Ressentiments durch Herrn Schmidt, dass man mit Ideologen nicht diskutieren kann. Sie sind schlicht anderen Perspektiven gegenüber resistent und blind (oder eher: verblendet).
Christian Momberger
11.292
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 03.01.2010 um 00:09 Uhr
Also ich kann mich den Kommentaren von Frau Glinke nur anschließen!

> Ich frage mich, ob hier beabsichtigt Details unter den Teppich gekehrt werden sollen.

Wundern würde es mich absolut überhaupt nicht, wenn es so sein sollte.

Ebenso kann ich Frau Linke und Frau Fries nur zustimmen!

Frau Linke schreibt z.B.:
> Rechte Gewalt richtet sich stets gegen Menschen - ob rein ideologisch oder ganz konkret im Alltag.

Und genau da liegt der Unterschied. Ein Menschenleben ist nicht ersetzbar, ein Auto ggf. schon. Auch ich verurteile ganz klar jegliche Gewalt, egal gegen wen oder was, aber das heißt nicht, dass man linke und rechte Gewalt gleichsetzen darf/kann oder muss.

In Tat ist es notwendig, genau hin zu schauen und auch die gravierenden Unterschiede, die es zwischen links und rechts gibt, zu beachten. Denn wer so ignorant ist diese nicht wahrhaben will, fördert damit indirekt die Rechtsextremisten auch wenn er es nicht möchte.

> Und ich glaube auch nicht, dass die Arbeitnehmer in unserem Lande Ihre Auffassung in Sachen Lohndrückern aus dem Ostblock teilen, sondern langsam die Schnauze restlos voll haben in Sachen Lohndrückern aus Ostblockländern.

Leider tun die Arbeitnehmerinnen das nicht! Aber das was Frau Linke und Frau Fries schreiben, ist die Wahrheit. Es sind die Arbeitgeber/das Kapital und die ihnen hörigen Politiker, die die entsprechende Politik machen. Schuld sind aber keinesfalls die Menschen in Osteuropa, wie sie es suggerieren. Und somit, Herr Schmidt, leiten sie auch mit dieser hier zitierten Argumentation wieder Wasser auf die Mühlen der Rechten! Auch wenn Sie es vielleicht nicht wollen. Aber genau diese "Stammtischparolen" sind es, die Menschen dazu bringen, den Rechten zu folgen und ihnen ihre Stimme zu geben! Sie schüren mit Ihren Aussagen eindeutig Ausländerhass!

> Doch erst wenn der letzte osteuropäische Arbeitnehmer aus deutschen Arbeitsverhältnissen entfernt sein wird, werden sie merken, dass das rein gar nichts an ihrer eigenen Arbeits- und Lebenssituation verbessert.

Genau so ist es! Wir sollten den Menschen die Auen öffnen und die wahren Schuldigen nennen (= das Kapital) und nicht Ausländerhass und ähnliche Ressentiments schüren.

Aber ich denke jegliche weitere Diskussion erübrigt sich hier Herr Schmidt, das Sie scheinbar nicht anders können, als nur Ressentiments gegen Ausländer zu schüren. Ihre Links bestätigen in Eindrucksvoller weise, wo sie politisch und inhaltlich stehen.

Klar kann und darf man die Zuwanderungspolitik und die Vorstellungen von einem zukünftigen Zusammenleben von Deutschen und Ausländern kritisieren, aber nicht so wie sie es tun. Das Problem sind nämlich oftmals nicht die Ausländer selbst, sondern das Weltwirtschaftssystem und die sozialen und gesellschaftlichen Zustände - national wie international. Statt die Flüchtlinge zu bekämpfen, sollten wir die Fluchtursachen wie Ausbeutung durch den Westen, Krieg und Gewalt in der 3. Welt bekämpfen.

Frau Linke schreibt:
> Kann aber nur erneut feststellen, anhand des stetigen abrufen derselben Ressentiments durch Herrn Schmidt, dass man mit Ideologen nicht diskutieren kann. Sie sind schlicht anderen Perspektiven gegenüber resistent und blind (oder eher: verblendet).

Ich kann nur zustimmen!! Herr Schmidt, Sie sind sowas von sich eingenommen und überhaupt nicht offen für sachliche Kritik an Ihren Postionen! Daher werde ich jetzt enden!
Überdenken Sie erstmal sich und ihre Postionen im Lichte der hier von allen Beteiligten dargelegten Argumente und dann können wir gerne auch weiter reden. Vorher macht es keinen Sinn!
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 04.01.2010 um 12:18 Uhr
Lieber Herr Schmidt,
ich muss Ihnen widersprechen, was Ihre Einschätzung angeht, dass Sie die Meinung der Mehrheit vertreten. Denn dann hätten wir doch zuletzt ein anderes Wahlergebnis gehabt. Ich würde mich übrigens freuen, wenn wir endlich einmal den Namen, die Uni und die genaue Tätigkeit des vielgenannten Bruders erfahren könnten.
Es kann übrigens kaum ihr Ernst sein, den "Wetzlar Kurier" als ernsthafte Lektüre zu empfehlen. Dieses Blatt ist so von einer einzigen Person verseucht, dass man es keinesfalls zur Meinungsbildung verwenden darf. Denn das Wort Objektivität hat die Redaktion des "Wetzlar Kuriers" noch nicht gehört.
92
Infoladen Gießen aus Gießen schrieb am 04.01.2010 um 17:05 Uhr
Irgendwann reicht es auch mal. Nach offener Fremdenfeindlichkeit (korrekter wäre wohl Rassismus) und weiteren Diffamierungen an anderer Stelle ("alles Kiffer") nun auch noch hier Homophobie zu praktizieren ist ja wohl der Hammer.
Wie weit ihr Verständnis von "Konservativ" reicht, davon konnte sich mittlerweile jede/r ein Bild machen. Und dass Herr Irmer, ein Vertreter der Stahlhelmfraktion der hessischen CDU, ihr ideologisches Vorbild ist, wundert keineswegs. Dementsprechend passt auch ihre Vorliebe für Herrn Möllemann dazu: der hatte nämlich durch seinen Antisemitismus ganz besonders geglänzt.
Christian Momberger
11.292
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 04.01.2010 um 18:15 Uhr
Wo Frau Linke recht, hat hat sie eindeutig recht!!!! Daher kann man Ihr für Ihre wahren Worte nur danken!
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 06.01.2010 um 10:43 Uhr
Wow, so viele Quellen. Es geht doch. Noch eine Korrektur: Es behauptet auch niemand, dass es rechte Gruppierungen in Gießen gibt, es war die ganze Zeit von Wetzlar die Rede. Und im Lahn-Dill-Kreis ist das ja schon länger bekannt. Ich erinnere nur an den ehemaligen Patrioten-Treff in Ehringshausen...
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 06.01.2010 um 12:36 Uhr
Das Ehepaar ist dort immer noch ortsansässig. Der Patriotentreff allerdings wurde tatsächlcih verlegt - wo der einst stand, ist jetzt eine Eisdiele.
Straftaten sind tatsächlich aus diesem Milieu keine bekannt - Ehringshausen hatte lediglich ein "braunes" Jahr, in dem die NPD bei den Kommuanlwahlen ein zweistelliges Ergebnis eingefahren hat. Das ist aber schon eine ganze Weile vorbei.
Ob man die NPD verbieten kann oder will, wird ja immer wieder gerne mal diskutiert um dann mit Nein zu entscheiden. Meiner Meinung nach wird die NDP von Politikern und anderen Machthungrigen gerne als Instrument genutzt, sich selbst als Gutmenschen darzustellen, und allein auch deswegen nicht verboten. Man muss ja immer etwas haben, was man verteufeln kann.
92
Infoladen Gießen aus Gießen schrieb am 06.01.2010 um 13:12 Uhr
Tja, Quellen muss man lesen können. Aber es gilt auch hier: Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.
Herr Schmidt liesst eben das, was ihm passt. Die Zahlen stimmen zwar bzgl Neonazis und Linksextremisten. Nur wer dann die 9500 "Subkulturell geprägten und sonstige gewaltbereiten Rechtsextremisten" (vgl. VS-Bericht des Bundes S.60) heraus streicht, lügt sich ins eigene Täschchen. Diese erwähnt der VS nämlich ZUSÄTZLICH zu den Neonazis.
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 06.01.2010 um 13:14 Uhr
Da soll sich jeder sein eigenes Bild machen. So lange hier Quellen stehen, ist meine Arbeit erstmal verrichtet. Wobei ich ihre Meinung zum Thema Statistiken teile. Das sieht man ja allein an der Arbeitslosenstatistik, wie da gefälscht und geschoben wird. Ich im Übrigen möchte niemand unterstellen, dass er Statistiken fälscht. Ist aber klar: Man kann immer Fakten auslassen um Meinung oder Berichterstattung in einer Richtung zu treiben. Sieht man ja täglich bei der Bild-Zeitung. Der gelingt es auch immer wieder, Sachverhalte zwar nicht falsch, aber auch nicht vollständig darzustellen. Meinungsmache eben ;-)
67
Tjark Sauer aus Gießen schrieb am 06.01.2010 um 14:51 Uhr
menschmeier schmidt. jetzt fangen sie mal an zu lesen und dann vielleicht auch mal zu denken...
wenn sie schon mit vs statistiken argumentieren, lesen sie den vs bericht und nicht irgendwelche sekundärquellen. nicht, dass ich die logik und zugrundeliegende argumentation des vs teilen würde, aber es sind nunmal die vorliegenden quellen und informationen.
ich halte nichts von der rechts-links-gleichsetzungslogik, weil sie theoretisch und praktisch nicht zu belegen ist. im kern stehen hinter sog. "links" und "rechts" (nennen wir es -radikal) völlig unterschiedliche beweggründe.
doch auch wenn man einen blick auf die PKS wirft fällt auf:
"Straftaten mit extremistischem Hintergrund aus dem
Bereich „Politisch motivierte Kriminalität – rechts“ *
Gewalttaten 2007 - 2008
Tötungsdelikte 0 - 2
Versuchte Tötungsdelikte 1 - 4
Körperverletzungen 845 - 893"

"Straftaten mit extremistischem Hintergrund aus dem Bereich „Politisch motivierte Kriminalität – links“*
Gewalttaten 2007 - 2008
Tötungsdelikte 0 - 0
Versuchte Tötungsdelikte 1 - 3
Körperverletzungen 384 - 359"

Quelle: VS Bericht 2008 Seiten 36 und 42

Von den vom VS genannten ca. 30000 Politisch Motivierten Straftaten wurden fast 2/3tel dem Phänomenbereich PMK - Rechts zugeordnet.

Mit dem Verweis auf die offiziellen VS Statistiken möchte ich mir gleichwohl nicht deren Argumentation und Logik zu eigenmachen, greife nur genannte Quellen auf und stelle einige subjektiv ausgewählten - Ausschnitte vor.

Im Übrigen gab es seit 1990 in Deutschland über 140 rechtsextrem bzw. rassistisch motivierte Morde. (Quelle: Mut gegen Rechte gewalt de)

Aber, Schmidt, es ist ja alles gleich, ob "Links oder Rechts", wa? Ach wie gleich... Die "Linksextremen" sind in schmidtscher Logik sicherlich die Schlimmsten! Gelle?!
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 06.01.2010 um 15:17 Uhr
Hallo Herr Sauer,
danke für die umfangreichen Quellen. Nun kann sich wirklich jeder ein Bild machen.
92
Infoladen Gießen aus Gießen schrieb am 06.01.2010 um 16:26 Uhr
Ich meine mich erinnern zu können, es gäbe einen, der hätte keine Lust auf Wiederholungen gehabt....Es selber scheint darin gerade zu ein Meister zu sein.
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 06.01.2010 um 16:44 Uhr
In einem Punkt muss ich Herrn Schmidt Recht geben: Wir bleiben bitte auf dieser Plattform bei der Höflichkeitsform Sie und verwenden auch bitte Herr oder Frau. Danke vielmals.
67
Tjark Sauer aus Gießen schrieb am 06.01.2010 um 17:53 Uhr
hallo frau glinke.
höflichkeit ist das eine; bei einer menschenverachtung und -feindlichkeit, wie sie ein autor in seinen statements hier immer wieder herunterbetet, vermag ich diesem gegenüber keine notwendigkeit für irgendeine höflichkeit zu empfinden; und frage ihn erst recht nicht, ob ich unhöflich zu ihm sein darf.
über zivilisierte menschen und einen zivilisierten umgang braucht sich m.e. niemand zu äußern, dem irgendwelche vermeintlichen sachschäden (das demonstrationsrecht scheint unbekannt) wichtiger sind als menschenleben. zumindest braucht er von mir keine besondere höflichkeit zu erwarten.
wenn ich berufspolitiker sein soll, frage ich mich, wer ihn eigentlich dafür bezahlt, dass er den ganzen tag sein braunes gedankengut auf dieser website endlädt.
92
Infoladen Gießen aus Gießen schrieb am 06.01.2010 um 18:07 Uhr
Und zudem schrieb dieser an anderer Stelle, über Menschen die ein Fußballturnier organisierten:

"Ein ausgefülltes Familienleben haben Sie vermutlich auch nicht, sonst würden Sie Ihre Zeit mit Sinnvollerem verbringen."

Folgt man dieser Logik und wendet sie auf ihn an, muss einem - in Anbetracht der Schreibwüterei des Herrn Schmidt - bezüglich dessen häuslicher Lebenssituation ja Angst und Bange werden. Hass und Verbitterung können eben einsam machen...;-)
Christian Momberger
11.292
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 06.01.2010 um 18:10 Uhr
Tja Frau Linke, Herrn Schmidt gehen scheinbar langsam die Argumente aus, so dass er sich nur noch Wiederholen kann und die exakt gleichen Kommentare unter mehrere Artikel posten muss.
Und wenn er schreibt die NPD hätte in Deutschland keinen Einfluss dann irrt er leider gewaltig. Schön wäre es, aber sie sitzt in zwei Landtagen (MV und Sachsen) und in sehr vielen Kommunalparlamenten (nicht nur aber insb. in Ostdeutschland). Ich glaube es gibt in MV und Sachsen keinen Kreistag in dem die NPD nicht vertreten ist und auch in den anderen neuen Bundesländern sieht es nicht besser aus.

> Ehringshausen hatte lediglich ein "braunes" Jahr, in dem die NPD bei den Kommuanlwahlen ein zweistelliges Ergebnis eingefahren hat. Das ist aber schon eine ganze Weile vorbei.

Das ist leider sehr Untertrieben. Die NPD saß bzw. sitzt seit den 1980er Jahren in Ehringshausen im Kommunalparlament und hatte mehrfach zweistellige Ergebnisse. 1997 waren es sogar 22,9% der Wählerstimmen. 2006 dann "nur noch" 4,9%. Damit ist sie aber immer noch im Gemeindeparlament.
(Quellen: -http://www.statistik-hessen.de/themenauswahl/wahlen/daten/kw01/ergebnisse/gv532008/index.html
- http://www.statistik-hessen.de/subweb/k2006/EG532008.htm)

Und im Kreistag des Lahn-Dill-Kreises ist sie aktuell mit 2,0% und zwei Sitzen vertreten (http://www.statistik-hessen.de/subweb/k2006/EK532.htm), im Wetteraukreis sogar mit 3,6% und 3 Sitzen (http://www.statistik-hessen.de/subweb/k2006/EK440.htm). In der Gemeinde Leun (LDK) kam die NPD auf 6,2% und zwei Sitze, in Butzbach (Wetteraukreis) auf 2,5% und 1 Sitz (http://www.statistik-hessen.de/subweb/k2006/EG532016.htm und http://www.statistik-hessen.de/subweb/k2006/EG440005.htm). In der Hochburg Wölfersheim liegt sie immer noch bei 10,4% (http://www.statistik-hessen.de/subweb/k2006/EG440024.htm). Und in Hirzenhain (Vogelsbergkreis) erreichte sie 5,8% (http://www.statistik-hessen.de/subweb/k2006/EG440011.htm). Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, zeigt aber eindeutig, dass die NPD auch in Mittelhessen in vielen Kommunalparlamenten vertreten ist. Die rechtextremen Republikaner (ja die gibt es immer noch Herr Schmidt) sind dabei überhaupt noch nicht berücksichtigt.

Wer also wie Herr Schmidt behauptet, die NPD sei faktisch ohne Bedeutung und in Mittelhessen gebe es kein Problem mit dem Rechtsextremismus, der irrt gewaltig. Regelmäßig gibt es auch Aufmärsche oder entsprechende Versuche der Nazis hierzu, wie erst letzten Herbst 2x in Friedberg. Und wenn ich mir die von Herrn Sauer hier zitierten Statistiken anschaue, dann wird schon klar: Die Straftaten (Morde, Körperverletzungen, etc.) der Rechten sind mehr als doppelt so hoch wie die der Linken. Obwohl ich diese Gleichsetzung ja eigentlich absolut ablehne, weil sie völlig falsch ist.

> Ob man die NPD verbieten kann oder will, wird ja immer wieder gerne mal diskutiert um dann mit Nein zu entscheiden. Meiner Meinung nach wird die NPD von Politikern und anderen Machthungrigen gerne als Instrument genutzt, sich selbst als Gutmenschen darzustellen, und allein auch deswegen nicht verboten. Man muss ja immer etwas haben, was man verteufeln kann.

Ich denke da ist was dran, Frau Glinke. Man benötigt die NPD nicht nur als etwas, das man verteufeln kann, sondern auch als Vehikel für Protestwähler, die sonst - wenn es keine rechten Parteien gäbe - vermutlich zum großen Teil ihr Protestwahlkreuz bei einer linken Partei machen würden. Und dass wäre ja aus Sicht der Kapitalistenklasse der Super-Gau.

Vielleicht ist es ja auch das, warum Herr Schmidt so gegen die Linken ist. Weil diese nämlich im Vergleich zu den Rechten Antikapitalistisch sind und nicht nur so tun. Hiermit meine ich jetzt nicht explizit eine (linke) Partei oder Gruppe.

Aber nach Art. 139 GG (http://dejure.org/gesetze/GG/139.html) hätte es die NPD ja eigentlich gar nicht geben dürfen, d.h. hätte sie gar nicht zugelassen werden dürfen. Aber über diesen Artikel hat man sich ja schon Anfang der 1950er Jahre unter Adenauer hinweggesetzt. ;-)

> bei einer menschenverachtung und -feindlichkeit, wie sie ein autor in seinen statements hier immer wieder herunterbetet,

Wahre Worte Herr Sauer!

> wenn ich berufspolitiker sein soll, frage ich mich, wer ihn eigentlich dafür bezahlt, dass er den ganzen tag sein braunes gedankengut auf dieser website endlädt.

Wahrscheinlich die Rentenkasse. ;-)

Und Herr Schimdt: Eine Frage von Frau Glinke, die glaube ich alle hier brennend interessiert ist immer noch offen:
"Ich würde mich übrigens freuen, wenn wir endlich einmal den Namen, die Uni und die genaue Tätigkeit des vielgenannten Bruders erfahren könnten."
Christian Momberger
11.292
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 06.01.2010 um 19:42 Uhr
> Herrn Momberger: Werter Herr Momberger, ich wüsste nicht, was es Sie angeht, wo mein, politisch mit mir auf einer Wellenlänge schwimmender, Bruder als Professor tätig ist. Frau Glinke übrigens weiß es.

1. Die von mir zitierte Frage hatte Frau Glinke hier öffentlich in einem Kommentar gestellt.
2. Sie verwenden bzw. benutzen ihn in ihren Kommentaren sehr häufig. Und allein schon aus diesem Grund dürfte es nicht nur Frau Glinke und/bzw. mich interessieren wer der werte Herr ist.

Aber es bleibt natürlich ihnen überlassen, diese "Geheimnis" der (breiten) Öffentlichkeit preis zu geben. ;-)
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 07.01.2010 um 11:25 Uhr
Hallo Herr Sauer,
das mag Ihre Einschätzung sein, die ich Ihnen auch gerne lassen werde, aber bitten bleiben sie gemäß unser Verhaltenskodexes bitte bei der Höflichkeitsform. Herr Schmidt und auch andere werden diesbezüglich ja auch oft genug von uns gemahnt.
@Herr Momberger: Ja, das ist richtig, aber mit 4,9 % im Gemeindeparlament und mit zwei Sitzen im Kreistag (das ist übrigens vielerorts so in Deutschland, dass NPD oder REP mit in den Parlamenten sitzen mit einigen wenigen Stimmen) können sie ja nichts ausrichten - außer sich auch dort immer wieder mit ihren Aussagen selbst lächerlich zu machen und bloßzustellen. Lieber wäre es mir, diese Parteien bekämen gar keine Stimme, aber derzeit ist es ja noch tolerierbar. Übrigens eine interessante Theorie, warum die Parteien nicht verboten werden - soweit hatte ich gar nicht gedacht bislang.
Und ja, es ist richtig, dass Herr Schmidt mir die Daten seines Bruders zur Verfügung gestellt hat und ich diese Quelle überprüft habe. Das geht von Seiten der Redaktion also in Ordnung. Dass es auch rechtskonservative Studenten gibt, steht außer Frage. Und ich habe auch eine Vermutung, wie diese sich auch heutzutage noch gruppieren.
Christian Momberger
11.292
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 07.01.2010 um 18:25 Uhr
Also langsam recht es echt Herr Schmidt mit Ihren diffamierenden Äußerungen und Unterstelllungen gegen über den beiden Damen Linke und Fries sowie zuweilen auch mir!!!

> In diesem Zusammenhang möchte ich auch gerne Frau Glinke fragen, wie viel sich Herr Schmidt eigentlich noch an Diffamierungen, Beleidigungen und Diskriminierung leisten darf, während andere ermahnt werden, ihn zu siezen. Sieht der freiwillige "Ehrenkodex" der Giessener Zeitung auch Sanktionierungen vor?

Ich kann mich daher des hier zitierten Kommentarteils von Frau Fries nur anschließen. Auch ich würde gerne mal wissen, welche Eskalations- und Saktionsstufen hier auf dieser Plattform vorgesehen sind. Dabei geht es mir nicht nur um den aktuellen Fall der Diskussionen mit Herrn Schmidt sondern eben auch ganz grundsätzlich um eine "allgemeingültige" Antwort auf diese Frage. Evtl. sogar in der Form eines separate Artikels.
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 07.01.2010 um 18:30 Uhr
Was wer lesen möchte, entscheidet immer noch der Leser selbst. Und mit 335 Klicks steht dieser Beitrag schon mal ganz gut im Interesse. Soviel dazu. Dass das auch nur annähernd mit irgendwelchen Kommentaren zu tun haben soll, scheint mir anhand unserer Erfahrungswerte ausgeschlossen.
Liebe Frau Fries - freie Meinungsäußerung ist nicht verboten. Lediglich verfassungswidrige Aussagen. Wenn Sie die aktuelle Diskussion - und auch zahlreiche andere - verfolgen, werden Sie sicher sehen, dass Herr Schmidt von uns sehr oft zu richtigem Verhalten und der Einhaltung gewisser Regeln gemahnt wird. Er wird das sicher kaum abstreiten können und wollen. Da wir aber als Moderatoren eine neutrale Rolle einnehmen, wird von unserer Seite auch logischerweise die Gegenseite gemahnt, wenn gegen den Verhaltenskodex verstoßen wird. Und jemanden nur beim Nachnamen zu nennen, fällt nicht gerade unter die Kategorie höflich. Wenn auch ich die Gründe dafür mehr als nachvollziehen kann.
Da hier kein verfassungswidriges Verhalten an den Tag gelegt wird, wird es auch zunächst zu keinerlei Sanktionen kommen. Eine Meinung - wenn auch eine sehr krasse und mitunter gegenläufige - können und wollen wir den Benutzern dieses Forums nicht nehmen. Wir sind lediglich für den Umgangston zuständig.
Hier hinterlässt jeder unter seinem Namen ein deutliches Bild von sich selbst. Und das ist mitunter schlechter für einzelne Personen, als es ein Verweis von der Plattform sein könnte - oder meinen Sie nicht? Transparenz führt da eindeutig zu einem besseren Ergebnis. Womit auch die Frage von Herrn Momberger beantwortet sein dürfte.
Herrn Schmidt muss ich dahingehend vehement widersprechen, als dass er Frau Linke und Frau Fries unterstellt, diese hätten keine Argumente. Hier sind mehr als genug gefallen und auch zielsichere Quellen genannt worden - und das wohlgemerkt ohne Aufforderung der Redaktion.
Für die Aussagen von Herrn Schmidt zu den Maikrawallen und die Schäden in Millionenhöhe hätte ich im Übrigen auch gerne Quellen, da ich diese Behauptungen ohne kaum stehen lassen kann. Warum das "AK 44" in den Fokus der Drogenfahndung kommen sollte, ist mir allerdings auch vollkommen schleierhaft.
Vielleicht sollten alle Seiten einmal akzeptieren, dass die andere Seite eben eine sehr differenzierte konträre - vielleicht auch krasse - Meinung - vertritt. So ist das eben (leider?!) in einer Demokratie. Zusammenfinden und überzeugen werden wir uns in dieser Diskussion nicht. Eine Eskalation habe ich im Übrigen noch nicht feststellen können. Nur eine hitzige Diskussion. Und mal ganz ehrlich: Davon lebt doch auch die Plattform ein bisschen? Und wenn es einem von uns zu dumm wäre, weiter zu diskutieren, könnten wir ja auch einfach die anderen Beteiligten dadurch bestrafen, sie nicht mehr zu beachten. Aber das machen wir ja alle bisher nicht.
Im Übrigen ist aber jetzt der Punkt angelangt, an dem die Diskussion langsam aus dem Ruder läuft. Ich bitte daher um ein bisschen mehr Beherrschung.
Redaktion GZ
12.222
Redaktion GZ aus Gießen schrieb am 07.01.2010 um 18:36 Uhr
Achtung: Weitere Beiträge unter diesem Thread werden gelöscht, sollte die Diskussion nicht mehr unseren Leitlinien entsprechen. Laut unserer Vorgabe und unserem Verhaltenskodex soll giessener-zeitung.de von Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Offenheit und einem charmanten Umgang miteinander geprägt sein. Um diesen Anspruch einzulösen, ist jeder Nutzer gefordert, seine Veröffentlichungen (ob Beitrag oder Kommentar) auf diese Kriterien und die Wahrung des Verhaltenskodexes hin zu prüfen.

Entsteht auf Seiten der Betreiber das Gefühl, dass dies nicht mehr gegeben ist, schließen wir - nach Vorwarnung - zum Schutze der Nutzergemeinschaft das Forum an dieser Stelle. Wer durch sein Verhalten beständig das Schließen von Foren notwendig macht, der wird durch das Team von giessener-zeitung.de gesperrt werden.
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 07.01.2010 um 18:39 Uhr
So. Der jüngste Kommentar von Herrn Schmidt wurde gelöscht, weil sich der Tonfall nicht änderte. Mit oben stehendem Post seitens der Redaktion dürfte alles gesagt sein.
67
Tjark Sauer aus Gießen schrieb am 07.01.2010 um 19:53 Uhr
nicht, dass ich randale und ähnliches verteidigen oder gutheißen möchte. und bz, bild und ähnliches sind m.e. keine seriösen quellen, aber das mal dahingestellt.
und eigentlich hat das jetzt auch gar nicht mehr viel mit dem beitrag zu tun, aber ich gehe trotzdem nochmal drauf ein.
bei den letzten mai-krawallen war (lt. polizei/staatsanwaltschaft) ein bundespolizist in freizeit beteiligt; die haftbefehle gegen viele vermeintliche täter wurde wegen mangelndem tatverdacht aufgehoben, trotz massiver vorverurteilung durch blöd-zeitung und andere; ein mensch verbrennt in polizeigewahrsam und nichts passiert (siehe z.B. http://fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2191488_Karlsruhe-Freispruch-im-Fall-Jalloh-kassiert.html); immer wieder verlieren menschen aus ungeklärten gründen ihr leben durch polizeikugeln (siehe http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2190937_Polizisten-vor-Gericht-Kollegen-verpfeift-man-nicht.html).
beim g8 gipfel und jetzt wieder in kopenhagen werden hunderte von friedlichen demonstranten für stunden festgenommen bzw. eingesperrt.
ich stelle mir demokratie anderster vor. ihre position ist m.e. weit von einer demokratischen entfernt, ihr diskussionsniveau und offensichtlich auch das ihres prof.bruders befindet sich weit unter dem eines jeden stammtisches. keine frage, autoanzünden, so oder so ist grober unfug; aber wenns um steuergeldverschwendung geht, mache ich mir über andere verschwendungen, schwarze kassen oder "jüdische vermächtnisse" gedanken.
aber nichts für ungut, diese scheinen noch nicht bis nach lich durchgedrungen zu sein.
Redaktion GZ
12.222
Redaktion GZ aus Gießen schrieb am 07.01.2010 um 22:33 Uhr
Na, also. Es geht doch auch in einem vernünftigen Ton. Hier hat übrigens auch niemand etwas angezweifelt, doch Quellen müssen - auch vor allem für die anderen Leser immer her. Und ja, Steuerverschwendungen sind anzuprangern. Ein Nicht-Steuerzahler hat ja keinen Grund, sich aufzuregen.
92
Infoladen Gießen aus Gießen schrieb am 08.01.2010 um 08:59 Uhr
Nein, ich denke auch mein Alter kennen sie nicht. Sie bewegen sich eben in einer Welt der Selbstgerechtigkeit.
92
Infoladen Gießen aus Gießen schrieb am 08.01.2010 um 09:25 Uhr
Bäng, daneben. Einfach nur googeln und bei stayfriends auf den richtigen Treffen tippen, verspricht nicht immer korrekte Ergebnisse :-)
Auf Wiedersehen - an alle anderen hier!
67
Tjark Sauer aus Gießen schrieb am 08.01.2010 um 10:14 Uhr
sie, herr schmidt, sind leider das paradebeispiel dafür, dass das ein höheres lebensalter nicht mit einer besseren bzw. höheren urteilsfähigkeit korrespondiert.
67
Tjark Sauer aus Gießen schrieb am 08.01.2010 um 10:47 Uhr
... da ich nicht mit ihnen über ihre intelligenz, ihren lebenslauf, andere lebensläufe, das alter von diskussionsteilnehmerInnen oder deren brüder und schwestern diskutieren möchte, werde ich mich auch bis auf weiteres aus der diskussion verabschieden.
das hat alles nichts mehr mit dem thema des beitrags zu tun und tut für den beitrag nichts zur sache.
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 13.01.2010 um 12:17 Uhr
An dieser Stelle sei einmal gesagt, dass die besagte Frau Linke, die diese Diskussion mit ihrem Beitrag in Gang gebracht hat, nicht die Sabrina Linke ist, die in Gießen wohnt und dort auch bekannt ist. Sabrina C. Linke - unter diesem Namen ist die Dame jetzt auch bei uns registriert, wurde schon mehrfach auf den Beitrag angesprochen, hat aber nach eigenen Aussagen und nach Recherchen der Redaktion nichts mit dem Beitrag selbst zu tun. Sabrina C. Linke ist auch jene Sabrina Linke, die man in Google finden kann. Die Daten wurden hier ja schon publiziert. In dieser Sache einen Gruß an Herrn Schmidt: WennSie recherchieren, sollten Sie das in aller Richtigkeit tun. Einfach die Daten von jemand benutzen, der ungünstigerweise nur gleich heißt und dort Behauptungen aufstellen, das geht nicht. Zumal es im Falle von Frau Linke eine Verwechslung gegeben hat, was natürlich fatal ist. Ich hoffe, Sie sind sich bewusst, dass diese Art von falscher Datenverbreitung auch rechtliche Konsequenzen haben kann. Denn Sabrina C. Linke, die sie mit Sabrina Linke verwechselt haben, ist davon gar nicht begeistert, wie sie im Gespräch mit der Redaktion dargelegt hat. Das ist Rufmord und Diffamierung übelster Art, basierend auf falschen Tatsachen. Bitte unterlassen Sie solche schlecht recherchierten Schnellschüsse. Sonst müssen Sie mit Konsequenzen rechnen. Dies ist keinesfalls im Sinne des Verlages und der Redaktion. Ich bitte Sie hiermit öffentlich, sich bei Sabrina C. Linke zu entschuldigen.
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 13.01.2010 um 12:18 Uhr
Die Diskussion zu diesem Beitrag wurde geschlossen, da Verstöße gegen den Verhaltenskodex aufgetreten sind. Laut unserer Vorgabe und unserem Verhaltenskodex soll giessener-zeitung.de von Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Offenheit und einem charmanten Umgang miteinander geprägt sein. Um diesen Anspruch einzulösen, ist jeder Nutzer gefordert, seine Veröffentlichungen (ob Beitrag oder Kommentar) auf diese Kriterien und die Wahrung des Verhaltenskodexes hin zu prüfen.

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Diskussion geschlossen. Das Schließen der Diskussion deutet auf einen Verstoß gegen den Verhaltenskodex hin.

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