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NACHTGEDANKEN mit feuchtem Zeigefinger

Gießen | Ich schreibe das, was ich gerne lesen würde. Dabei wünschte ich mir so schreiben zu können, dass das, was ich schreibe, nicht noch einmal geschrieben werden muss.
Noch habe ich Zeit meine Fragen zu stellen. Und ich suche nach den Antworten, die mich überraschen. Das macht mich glücklich.
Da brauche ich keinen Moralapostel, der mir seine Worte diktiert. Mich kann man nicht auf eine Rolle festlegen. Und schon gar nicht auf ein Alter. Und falls ich noch etwas zu sagen habe - das kann dauern…
Wer wollte mir also vor schreiben, was erlaubt ist oder verboten? Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, bin ich auch nicht bereit, umgehend diese säkularisierte Welt zu vergessen. Denn ich kann schwimmen. Und so werde ich nicht wie ein Ertrinkender atemlos nach jedem Balken grapschen - selbst wenn er behaupten würde Gott zu sein.
Ich experimentiere also weiterhin in meinem Wortlabor. Ich destilliere meine Buchstaben und mische daraus eine Essenz mit langer Halbwertzeit- wie ich hoffe.
Wenn ich dann aber glaube, den Satz gefunden zu haben, den ich nicht mehr korrigieren muss, werde ich übermütig. Dann bestreiche ich mit dem feuchten Zeigefinger mein hauchdünnes Weinglas und genieße den glasklaren Klang. Auch diese Art der Vollkommenheit macht mich glücklich...

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Kommentare zum Beitrag

Regina Appel
4.738
Regina Appel aus Gießen schrieb am 15.12.2009 um 23:31 Uhr
Schreiben ist eine Herzensangelegenheit.
Eine Reise und manchmal ist das Ziel unbekannt, doch es lohnt sich seinem Herzen zu folgen.
Worte, die plötzlich da sind, müssen geschrieben werden, sei es ein Liedertext, Gedicht oder Prosa, manchmal sind es auch nur Zettel, die beschrieben werden müssen. Freue mich auf weitere Experimente von Ihnen.



manchmal
Regina Appel
4.738
Regina Appel aus Gießen schrieb am 15.12.2009 um 23:32 Uhr
Das manchmal wegdenken, weiss auch nicht wie es dort hingekommen ist.
H. Peter Herold
29.205
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.12.2009 um 12:49 Uhr
Lieber Herr Dr. Knoll,

ich hoffe Sie bleiben uns noch recht lange erhalten. Obwohl ich nicht dazukomme all Ihre beiträge zu lesen, finde ich zumindest die, die ich gelesen habe immer gut, amüsant und kann daraus einiges für mich ziehen.

Frohe Feiertag auch für Ihre Frau.

Peter Herold
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von:  Dr. Mathias Knoll

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Dr. Mathias Knoll
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