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RCDS kritisiert Teile des Bildungsstreiks und fordert das Ende der Besetzungen

Gießen | Seit der Umsetzung des Bologna-Prozesses, namentlich der Etablierung des Bachelor- und Mastersystems, begleite der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) an der Justus-Liebig-Universität Gießen die Entwicklung kritisch. Hauptziele wie die Förderung von Mobilität und einer internationalen Vergleichbarkeit der Studiengänge seien bisher nur schlecht realisiert worden. Die enorme Verschulung lasse keinen Platz für Spezialisierung und ein weiterer Problempunkt liege bei der teilweisen Überlastung der Studenten, die die Abbrecherquote erhöhe und die Nachhaltigkeit des gelernten Stoffes gefährde. „Der hohe Druck und die große Stoffdichte lassen sich oft nur durch stupides Auswendiglernen kompensieren, wodurch das Bestehen der Prüfung und nicht das Aneignen von Wissen im Vordergrund steht.“, so der RCDS-Vorsitzende Marvin Gusen.

Diese und weitere Probleme müssten so rasch wie möglich angegangen werden. Allerdings mahnt der RCDS keine Fundamentalkritik am Bologna-Prozess zu üben, wie es jedoch immer öfter in jüngster Zeit geschehen sei. „Eine ewiggestrige Blockadehaltung führt nur zum inhaltlichen Stillstand, womit niemanden geholfen ist“, so Gusen weiter. Auch dürfe der Bildungsstreik keinesfalls als Plattform altgedienter linker Parolen missbraucht werden.

Der RCDS kritisiert daher die Form, in der protestiert wird. Die Besetzung von Hörsälen oder anderen universitären Räumlichkeiten sei ein inakzeptables Mittel, welches in erster Linie den Studenten selbst schade. Die Folge seien ausfallende Vorlesungen und Seminare sowie verschlechterte
Bedingungen für Prüfungsvorbereitungen.

Zudem müssten die Forderungen gebündelt an den Gremien der einzelnen Hochschulen angebracht werden, da letztendlich sie für die Umsetzungen verantwortlich seien. Hier gelte es Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten und diese im konstruktiven Dialog mit den Entscheidungsträgern zu diskutieren, anstatt in einem besetzten Hörsaal lediglich allgemeine Missstände anzuprangern.

„Der RCDS werde sich auch weiterhin konstruktiv für die Belange der Studenten einsetzen und dabei nur auf friedliche Mittel zurückgreifen“, wie Gusen abschließend bemerkte.

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von:  Marvin Gusen

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