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Ein Jahr ein Unternehmen führen

die Mitglieder von opiqua
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Gießen | „Wir hoffen einfach, dass wir Gewinn machen und viele von unserer Geschäftsidee überzeugen können.“ Man könnte meinen, dieser Satz käme von einem erfahrenen Unternehmer. Aber das täuscht. Eine 15-jährige Schülerin meint dies. Sie ist Mitglied der Schulfirma „opiqua“ der August-Hermann-Francke Schule. Seit zwei Monaten ist die Schulfirma jetzt schon gegründet und mit ihr noch über 400 Schulfirmen in ganz Deutschland.

Die Firma arbeitet unter dem Dach des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln. Das Projekt nennt sich JUNIOR und gibt wirtschaftlich interessierten Schülern die Möglichkeit für ein Jahr ein Unternehmen zu gründen und zu führen. Die jungen Unternehmer müssen ein Produkt bzw. eine Dienstleistung ein Jahr lang produzieren und in der freien Marktwirtschaft anbieten. Sie bekommen Lohn gezahlt und verkaufen Anteilsscheine für 10 Euro. Außerdem halten sie zwei Hauptversammlungen ab. Fast alles läuft eben wie in einem richtigen Unternehmen ab.

„Wir haben lange überlegt, was unsere Geschäftsidee sein soll“, erzählt Jacquelin Hansel, die Vorstandsvorsitzende von opiqua, „letztendlich haben wir uns entschieden
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Kundenzufriedenheitsanalysen und Meinungsumfragen für Unternehmen anzubieten. Denn zufriedene Kunden sind für jeden Betrieb notwendig, aber viele Unternehmen wissen überhaupt nicht, ob ihre Kunden zufrieden sind, was ihre Wünsche sind oder ob das langjährige Angebot noch kundengerecht ist. Genau da fragen wir nach.“

Die Schulfirma hat es sich zu ihrer Geschäftsidee gemacht, Umfragebögen individuell für den Kunden anzufertigen und die Befragung der Kunden durchzuführen. Dies geschieht durch eine persönliche Befragung, per E-Mail oder per Post. Anschließend wird die Umfrage ausgewertet und präsentiert. Nun erkennt die Schulfirma auch noch, auf Wunsch des Unternehmens, die sich aus der Umfrage ergebenden Verbesserungspotentiale und erstellt ein Konzept zur Kundenbindung.

Opiqua besteht aus neun motivierten, engagierten Schülern der Jahrgangsstufen 9 und 10, die sich mutig der Herausforderung gestellt haben, eine Firma zu gründen.

„Wir denken, durch dieses Projekt werden wir viele Erfahrungen sammeln, was sehr hilfreich für uns ist. Ebenfalls hoffen wir, dass viele Unternehmen uns Aufträge geben, denn wir arbeiten sehr schnell und preisgünstig. Das Besondere an uns und auch der Unterschied zu anderen professionellen Meinungsforschungs-Instituten ist, dass wir zu der jungen Generation gehören und uns in vielen Sachen besser auskennen“, sagt Felix Pitka, der Finanz-Abteilungsleiter.

Alena Gerlach erklärt noch, wie der Name opiqua zustande kommt. „Der Name hat eine ganz simple Erklärung. Er setzt sich aus zwei lateinischen Wörtern zusammen, aus „opinio quaerere“, was so viel heißt wie „Meinung befragen“. Und das passt ja sehr gut zu unserer Geschäftsidee.“

Wer mehr über die Schulfirma erfahren möchte oder ihr einen Auftrag geben will, kann dies per Mail (opiqua@ahfs-gi.de) oder auf der Homepage (www.opiqua-giessen.de) tun.

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Kommentare zum Beitrag

Hans Lind
1.682
Hans Lind aus Grünberg schrieb am 27.11.2009 um 11:42 Uhr
Ich finde diese Sache für junge Leute sehr gut.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Jacquelin Hansel

von:  Jacquelin Hansel

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