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Kulturfreitag im MuK: Osteuropäische Live-Musik trifft Gypsy-Tanz

Bakad Kapelye
Bakad Kapelye
Gießen | Wie schon das wandernde Volk der Roma werden die Musiker der Klezmer- und Balkanband „Bakad Kapelye“ und die Gypsy-Tänzerinnen von „Noaem“ am Freitag, den 4. Dezember, im Musik- und Kunstverein Gießen (MuK) neue Wege gehen und das kulturell wertvolle Gesangs- und Tanzprojekt, "Romania Klezmania" vorstellen.

Die Künstler kombinieren dabei verschiedene Stilrichtungen wie die klassisch-indische Musik, die jüdische Volksmusik „Klezmer“, russische und polnische Roma-Musik sowie die ungarische Folklore. Kreativität, Innovation und künstlerischer Austausch stehen im Vordergrund, ohne die Wurzeln der verwendeten Kunstformen zu vergessen. Zuschauen und Mitmachen sollen die Gäste, die im Anschluss noch die ganze Nacht auf heiße Balkanbeats von „DJ DonCayetano“ und „DJ Pilotem“ tanzen können.

Die ursprünglich in Indien beheimateten Romas wanderten vor vielen Jahrhunderten in den Balkan, nach Russland und über Deutschland in das südliche Europa ein. Auf ihrem Weg nahmen sie verschiedene Musik- und Tanzelemente auf, die sie vermischten und veränderten und daraus ihren eigenen Stil entwickelten. Besonders stark vertreten war die Musik der Roma in Osteuropa, wo sie sich parallel zum „Klezmer“ entwickelte.

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Die Wurzeln des „Klezmer“ stammen dagegen aus der jüdischen Religion. Musikanten verwendeten einzelne Elemente der „Synagogalmusik“ und erschafften daraus die jüdische Volksmusik.

Beide Bevölkerungsgruppen verbindet das gemeinsame Schicksal von Wanderung und Vertreibung. Die Gesellschaft akzeptierte sie oft nur als Unterhaltungskünstler, was die Entwicklung Ihrer musikalischen und tänzerischen Begabungen förderte. So verschieden „Klezmer“ und die Musik der Roma sind, so lebensfroh und melancholisch klingen beide.

Karten im VVK 7 Euro (zzgl. Gebühren) unter www.muk-giessen.de, AK 9 Euro, Einlass 20.00 Uhr, Beginn 20.30 Uhr. Musik- und Kunstverein Gießen (MuK), An der Automeile 16, 35394 Gießen. Kulturfreitag jeden 1. Freitag im Monat.

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von:  Nicole Bürger

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Nicole Bürger
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