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Auch in Gießen sind die Studierenden unzufrieden

Sie marschieren durch die Innenstadt. (Foto: Kalle Noll)
Sie marschieren durch die Innenstadt. (Foto: Kalle Noll)
Gießen | Sie haben die Schnauze voll, die Studierenden in Gießen. Das kann man so auf der Internet-Seite lesen. Und man kann es auch sehen, denn sie gehen wieder auf die Straße und demonstrieren. Für ein besseres Angebot, für Bildung für alle und für bessere Lehrbedingungen. Um 13 Uhr haben sie sich heute auf dem Berliner Platz getroffen und sind quer durch die Stadt bis zum Phil II marschiert, um hier auch die Hausbesetzer (die GZ berichtete) zu unterstützen. Erik Klügling, Pressesprecher des Arbeitskreises Presse/Bildungsstreik-Gießen2009, sagt zur Stimmung unter den Studierenden:“Wut und Verzweiflung äußert sich nicht in Gewalt, sondern in Protest“. Die Demonstranten seien aufgebracht, aber friedlich. Auch der Asta-Vorsitzende Patrick Krug unterstreicht, dass „die Forderungen richtig sind, ein Wandel im Bildungssystem notwendig ist“. Die Zeiten, als man noch frei studieren konnte, sind lange vorbei. Verschulte Studiengänge, viel zu wenig Magister-Studienplätze sind nur zwei der Probleme, mit der heutige Studierende klarkommen müssen. Dabei ist er grundsätzlich mit den neuen Abschlüssen durchaus einverstanden, aber die Umsetzung sei unbefriedigend. Hier finden Sie die Auflistung der Forderungen.
Die Angaben zur Zahl der teilnehmenden Demonstranten gehen weit auseinander. Klüngling schätzte, dass zu Beginn der Aktion etwa 500 Leute dort waren. Im weiteren Verlauf seien dann immer mehr Menschen dazu gekommen, so dass am Ende etwa 2000 Teilnehmer dabei gewesen seien. Die Polizei geht von etwa 450 Demonstranten aus.
Soeben erreichte uns noch die Meldung, dass das Audimax besetzt wurde. Haus E, B, Audimax und chemischer Hörsaal
sind damit besetzt.

Sie marschieren durch die Innenstadt. (Foto: Kalle Noll)
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(Foto: Kalle Noll)
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Kommentare zum Beitrag

Dr. Mathias Knoll
3.902
Dr. Mathias Knoll aus Gießen schrieb am 19.11.2009 um 20:15 Uhr
Von wegen : " Gaudeamus igitur...!"
In den Zeiten des Neo-Kapitalismus wird "Humboldt" zum Fremdwort und nahezu unter jedem Studenten klebt zukünftig der Kuckuck. Das nenne ich Fortschritt...! ...deshalb, ... aber nein, das darf man ja nicht sagen in der Zeit der 3 Affen... und doch die Gedanken sind nicht nur frei...
Simone Linne
4.025
Simone Linne aus Gießen schrieb am 20.11.2009 um 12:44 Uhr
Ja, die Zeiten sind wohl vorbei ... Ich konnte während meines Studiums noch Psychologie- und Medienwissenschaften-Vorlesungen zusätzlich zu meinen eigentlichen Studienfächern besuchen - trotz zahlreicher Nebenjobs, die auch integriert werden konnten ... Bin ich froh, dass ich im vergangenen Jahrtausend meinen Abschluss gemacht habe ;-)
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von:  Simone Linne

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Interessensgebiet: Gießen
Simone Linne
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