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Eisvögel erhalten beruhigten Brutplatz in der Wieseckaue

von Redaktion GZam 02.11.20093387 mal gelesen3 Kommentare
Sibylle Trautmann (Licher Privatbrauerei), Dr. Ursula Mothes-Wagner (HGON), Monika Schütz, Matthias Korn (HGON), Dr. Hans-Joachim Grommelt und Sigrid Brühl (Amt für Umwelt und Natur Gießen) am und im Eisvogelteich.
Sibylle Trautmann (Licher Privatbrauerei), Dr. Ursula Mothes-Wagner (HGON), Monika Schütz, Matthias Korn (HGON), Dr. Hans-Joachim Grommelt und Sigrid Brühl (Amt für Umwelt und Natur Gießen) am und im Eisvogelteich.
Gießen | Eisvögel finden in der Wieseckaue bald einen beruhigten Bereich zur Stabilisierung und Erhöhung ihrer Population vor. Nahe des Busecker Ortsteils Trohe und östlich von Gießen ist in den vergangenen Wochen auf städtischem, Gießener Gelände auf Initiative der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) ein neuer Teich als Nahrungsquelle und Brutplatz für den „Vogel des Jahres 2009“ angelegt worden. Zwar ist derzeit noch kein Wasser in der rund 20 mal 15 Meter großen Grube, doch das wird sich voraussichtlich mit dem Winterhochwasser der Wieseck ändern. Nur wenige Meter trennen nämlichen den zum Europäischen Vogelschutzgebiet Wieseckaue zählenden Flusslauf und dem von der Unteren Naturschutzbehörde Gießen geplanten Teich. Zur Umsetzung trugen maßgeblich die Baufirma Weimer GmbH in Lahnau, die kostenlos den Erdaushub abnahm, und die finanzielle Unterstützung der Licher Privatbrauerei bei. „Dieses Projekt für den ‚Vogel des Jahres’ ist der krönende Abschluss für unser Licher Eisvogeljahr“, freut sich Sibylle Trautmann, Leiterin der Licher Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. „Unser Engagement für den Naturschutz geht im kommenden Jahr natürlich weiter!“, so Trautmann. In diesem Jahr gingen bereits zwei Eisvogel-Aktionstage in Zusammenarbeit mit der HGON - in Wabern und bei Darmstadt-Dieburg - voraus.

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Der neu angelegte Teich in der Wieseckaue biete einen idealen Lebensraum für die Eisvögel, so Diplom-Biologe Matthias Korn von der HGON. Zwar sei die Umgebung durch viele Ackerflächen geprägt und arm an Stillgewässern, doch der auserwählte Standort liege in einem noch sehr naturnahen Abschnitt der Wieseck – dicht mit Bäumen bewachsen, einige kleine Flusswindungen. Zwar gebe es im Vogelschutzgebiet aktuell ein bis zwei Eisvogel-Paare, die weichen aber an die stark durch Besucher gestörten Bereiche der Teiche in der Parkanlage der Gieseßener Wieseckaue (Schwanenteich und Neuer Teich) aus. Aber auch andere Bereiche der Wieseckaue werden durch zahlreiche Spaziergänger intensiv genutzt, so dass beruhigte Abschnitte für die Anlage von Brutröhren oder den Nahrungserwerb fehlen, heißt es weiter. Der Eisvogel benötige nämlich für seine Brutplätze bevorzugt Steilufer. Ein solcher ist am Teich bei Trohe nun mitangelegt worden. „In der Auenlandschaft leben bereits einige Eisvögel, aber sie finden bislang nur wenige Ruhezonen mit optimalen
Ursula Mothes-Wagner (HGON), Monika Schütz, Hans-Joachim Grommelt (Leiter Amt für Umwelt und Natur Gießen), Sibylle Trautmann (Licher Privatbrauerei), Sigrid Brühl (Amt für Umwelt und Natur Gießen) und Matthias Korn (HGON) am Eisvogelteich.
Ursula Mothes-Wagner (HGON), Monika Schütz, Hans-Joachim Grommelt (Leiter Amt für Umwelt und Natur Gießen), Sibylle Trautmann (Licher Privatbrauerei), Sigrid Brühl (Amt für Umwelt und Natur Gießen) und Matthias Korn (HGON) am Eisvogelteich.
Bedingungen für die Jagd nach kleinen Fischen und zum Nestbau in Brutröhren, die sie im Uferbereich anlegen“, erklärte Dr. Ursula Mothes-Wagner (HGON). Schließlich brüten die Eisvögel bis zu drei Mal im Jahr, so die beiden Naturschützer. Korn fügte hinzu: Die Hauptpopulation von Eisvögel in der heimischen Region finde man an der Lahn. Durch beispielsweise die Störung durch Kanuten glücke die erste Brut meist noch, aber bereits die zweite falle oft mager aus. Mit dem Teich werde zudem ein dynamischer Lebensraum geschaffen, der sich auch für andere Tierarten, wie Libellen und Amphibien, als günstig erweise, ergänzte Korn.
Den ausgehobenen Teich haben sich bei dessen Präsentation auch Dr. Hans-Joachim Grommelt, Leiter des Gießener Amtes für Umwelt und Natur, seine Mitarbeiterin Sigrid Brühl sowie Monika Schütz vom Naturschutzbund Gießen angeschaut.

Sibylle Trautmann (Licher Privatbrauerei), Dr. Ursula Mothes-Wagner (HGON), Monika Schütz, Matthias Korn (HGON), Dr. Hans-Joachim Grommelt und Sigrid Brühl (Amt für Umwelt und Natur Gießen) am und im Eisvogelteich.
Sibylle Trautmann... 
Ursula Mothes-Wagner (HGON), Monika Schütz, Hans-Joachim Grommelt (Leiter Amt für Umwelt und Natur Gießen), Sibylle Trautmann (Licher Privatbrauerei), Sigrid Brühl (Amt für Umwelt und Natur Gießen) und Matthias Korn (HGON) am Eisvogelteich.
Ursula Mothes-Wagner... 

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.488
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.11.2009 um 16:21 Uhr
Erinnert mich fatal an den Versuch den die Stadt Gießen unternommen hatte, um im Winter den "Eisläufern" direkt an der Lahn eine Lauffläche zu bieten. Der Aushub dort war nur wenige Zentimeter tief, aber auch dort hatte man gehofft, dass sich eine Wasserfläche von selber bilden würde, die dann gefroren eine natürliche Schlittschuhbahn abgeben würde(Konjunktiv!). ASie bildete sich nicht und konnte daher auch nicht gefrieren. Sie schneite nur zu;-(
Hoffen wir, dass es den Eisvögeln besser geht und sie ihre Wasser erhalten.
Mathias von Kutzleben
5.328
Mathias von Kutzleben aus Gießen schrieb am 03.11.2009 um 10:24 Uhr
Wie einst ein Fußballkommentator in einem lichten Moment sagte: "Hätte, wäre, wenn,... das Leben fidnet nicht im Konjunktiv statt".
H. Peter Herold
28.488
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.11.2009 um 18:14 Uhr
Warum reden dann so viele im Konjunktiv ;-(
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