Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Die Ergebnisse der Breitband-Umfrage liegen vor

Bürgermeister Horst Röhrig, Schriftführerin Chístel Gontrum, Bürgermeister Matthias Klose (sitzend), Dipl.Kaufm./Ing. Heinz Bergfeld und Regionalmanager Dennis Pucher
Bürgermeister Horst Röhrig, Schriftführerin Chístel Gontrum, Bürgermeister Matthias Klose (sitzend), Dipl.Kaufm./Ing. Heinz Bergfeld und Regionalmanager Dennis Pucher
Gießen | Am Mittwoch, 16. September lud die Breitband- Initiative des Vereins „GießenerLand e.V." zu einem Pressegespräch ein, bei dem die Ergebnisse der Breitband- Befragung präsentiert wurden. Grund für die Gründung der Breitband- Initiative waren die schlechten Internetverbindungen im ländlichen Raum. Dem Gespräch war die Abfrage von Infrastrukturdaten bei den Anbietern und eine umfangreiche Befragung der Haushalte in einer groß angelegten Erhebungsaktion im ländlichen Raum im Gießener Land im Sommer 2009 vorangegangen. Ziel für die Erhebung war eine umfassende Bestandsaufnahme zum aktuellen Stand der Breitbandtechnologie im Landkreis, die als Grundlage für die weitere Planung dienen soll.

Besonders in Industriegebieten ist eine gute Bandbreite mittlerweile ausschlaggebend für Betriebe sich dort anzusiedeln oder den Ort zu meiden und gegebenenfalls sogar zu verlassen. Bürgermeister Matthias Klose , stellvertretender Vorsitzender des Vereins, weiß aus eigener Erfahrung zu berichten, wie schwierig bis unmöglich teilweise der Datentransfer, z.B. von umfangreichen Dateien wie Bauplänen, in seinem Rathaus ist.

Unter
Mehr über...
„Breitband„ versteht man im Allgemeinen die schnelle Datenübertragung im Internet. Es existiert keine eindeutige Definition ab welcher Geschwindigkeit eine breitbandige Geschwindigkeit besteht. Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) definiert einen Dienst oder ein System als breitbandig, wenn es über eine Datenübertragungsrate über 2.048 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) hinausgeht.

Vor der Initiative war jede Kommune selbst für ihren Internetanschluss verantwortlich gewesen. Mit dem Zusammenschluss der 17 ländlichen Kommunen im Gießener Umland ergibt sich nun eine bessere Verhandlungsposition mit den verschiedenen Anbietern, die die Breitbandversorgung im Gießener Land sicher stellen sollen. Dabei will man möglichst versuchen keine Monopole zu schaffen. Man werde mit jedem der ein ordentliches Angebot mache verhandeln.

Dipl. Kaufmann und Dipl. Ing. Heinz Bergfeld stellte die Ergebnisse der Befragung vor. Insgesamt nahmen mit 4.754 Haushalten 5,46 % der Haushalte an der Befragung teil. Die 5% Hürde ist wichtig, denn erst bei einem Rücklauf von mindestens 5% kommt man in den Genuss der Förderfähigkeit. Bei der Befragung fiel auf, dass die Teilnahmeschwerpunkte auf die Ortsteile mit sehr schlechter Breitbandversorgung fielen, in denen bis zu 34% der Haushalte die Fragebögen zurücksandten.

Fast 80% der befragten Haushalte verfügten über einen Internetanschluss. Die meisten nutzen dazu immer noch die Telefonleitungen. Dabei nutzen knapp 54 % das Internet privat, knapp 4% nur beruflich und 35% sowohl als auch. Die Wechselbereitschaft zu einer besseren Bandbreite liegt mit fast 80% sehr hoch. Generell haben 55% der betroffenen Haushalte keine ausreichende Bandbreite, 15% sind als grenzwertig einzustufen. Die Lage in Außenbereichen bedeutet hierbei nicht automatisch eine schlechte Versorgung und eine geringe Bandbreite. Viele Teilnehmer in gut versorgten Regionen sind über die aktuelle mögliche Bandbreite an ihrem Anschluss nur unzureichend informiert und nutzen das vorhandene Potential nicht aus.

Mit der Erhebungsaktion und deren Auswertung ist nun die erste Phase der Breitbandinitiative abgeschlossen. Es folgen nun Verhandlungen mit einzelnen Anbietern und Versorgern. Erschwert werden die Verhandlungen u.a. durch die Telekom, die nicht bereit ist für das Projekt wichtige Daten herauszugeben. Der Initiative wurde eine Geheimhaltungsvereinbarung angeboten, die u.a. bei einer Vertragsstrafe von jeweils 15.000 € pro Verstoß auch nur über die Zusammenarbeit mit der Telekom zu reden, was die Nutzung der Daten natürlich fast unmöglich machen würde.

Die Initiative hofft, dass eine weitreichende Versorgung der Bevölkerung mit einer ausreichenden Bandbreite von 2.048 kbit/s und höher in vielen betroffenen Regionen bis April 2010 möglich sein wird.

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Radio mal anders: Das Format ist, dass es keins gibt!
Professioneller Hörfunk ist in der Krise. Media-Analysen belegen,...
Aktuell:Anne Frank erhält eigenen You-Tube-Kanal
Anne Frank erhält eigenen Youtube Kanal Anne Frank hatte sich in...
Laptop vs. Zeitung - Wie geil ist das denn ;-)
Henri Nannen Preisverleihung 2008 im Hamburger Schauspielhaus....
www.bazaaria.com - eine Plattform zum Tauschen, Verkaufen und Kaufen
Jetzt wird aufgeräumt – Tauschen, Verkaufen und Kaufen mit Bazaaria
In jedem Haushalt finden sie sich: Überflüssige Utensilien, Bücher,...
"Außer-der-Reihe" Sicherheitsupdate für den Internet Exlorer
Unterschleißheim, 21. Januar 2010. Microsoft hat in den letzten zwei...
Kritische Sicherheitslücke im Internet Explorer
BSI empfiehlt die vorübergehende Nutzung alternativer...

Kommentare zum Beitrag

Leider gibt es noch keine Kommentare zu diesem Artikel.
Schreiben Sie doch den ersten!

Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Christiane Kowollik

von:  Christiane Kowollik

offline
Interessensgebiet: Langgöns
Christiane Kowollik
259
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
"Ein jeder kehre vor seiner Tür": Stadtrat Thomas Rausch (links) und seine Mitstreiter fegen schon mal vor dem Rathaus
Der Wettbewerb "Hessens Sauberhafte Stadt 2010" startet am 13.März in Gießen mit einem Frühlingsputz
Bereits seit 2002 fand einmal im Jahr die Umweltkampagne...
Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich, Stadtrat Thomas Rausch, Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Pfarrer Matthias Leschhorn beim Spatenstich des Kita mit dessen künftigen Besuchern
Spatenstich am Kinder- und Familienzentrum "Schlangenzahl"
„Wir sind die Kleinen in den Gemeinden- doch ohne uns geht nichts,...

Weitere Beiträge aus der Region

Nachtgedanken: SUBVERSION & RACHE
Ich bin unsportlich. Deshalb springe ich nicht auf jedes Karussell,...
Sboneczko sucht ein zu Hause
Sboneczko, ca. 3 Jahre alt, kastriert, ca. kniehoch, kam im...
SPD Gießen fordert Rücktritt von Innenminister Volker Bouffier (CDU) wegen Missachtung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes
Am Mittwochabend trafen sich im Bürgerhaus Gießen-Wieseck die...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.