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Eine Perle unter den Zoologischen Gärten: Hamburgs Tierpark Hagenbeck

Mutter und Kind beim "rüsseln"
Mutter und Kind beim "rüsseln"
Gießen | Er erfand die zahme Dressur und etablierte eine neue Form der Tiergartenbiologie. Er revolutionierte vor 100 Jahren die Zooarchitektur: Carl Hagenbeck. Am siebten Mai 1907 eröffnete Hagenbeck seinen Tierpark mit Panoramen und Freigehegen – den ersten gitterlosen zoologischen Garten der Welt.

Seine modernen Ideen ließen das Unternehmen über die Grenzen hinaus berühmt werden. Die Marke Hagenbeck gliederte sich in drei Zweige, dem Tierhandel, einem Zirkus und dem Tierpark. Heute, in der sechsten Generation der Familie Hagenbeck, existiert einzig noch der Tierpark mit seiner traumhaften Parkanlage und seinen berühmten Panoramen. Der Tierpark ist der einzige familiengeführte, gemeinnützige zoologische Garten Europas, der keine staatlichen Zuwendungen für den laufenden Betrieb erhält. Die täglichen Kosten von 32.000 Euro für den Tierpark und das Tropen-Aquarium muss Hagenbeck allein über die Eintrittsgelder decken

Urlauber, auf deren Programm diese Erlebniswelt steht, können getrost ein (dickes) Buch weniger einpacken und sollten stattdessen möglichst viel Zeit zwischen die Kleidungsstücke im Koffer mit hinzufügen.
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Zucht (3)Zoo (76)Umwelt (155)Tropen-Aquarium (1)Tierpark (30)Tiere (612)Orang-Utan-Haus (1)Hamburg (99)Hagenbeck (1)Gütesiegel (6)Exotisch (3)Elefant (16)EEP (1)Aquarium (11)
Circa sechs Kilometer nordwestlich der Hamburger City, bequem mit der U2 erreichbar, befindet sich diese Perle unter den Zoologischen Gärten in Deutschland. 66 Attraktionen im Tierpark Hagenbeck freuen sich auf neugierige Gäste. Das schließt sämtliche Tiergehege, Sehenswürdigkeiten und Restaurants mit ein. Auf 25 Hektar Gelände bieten sich über sieben Km Wegenetz an, den Tierfreund durch eine sehr attraktive Parklandschaft und zu den einzelnen Gehegen zu führen. Gleich zu Beginn des Parks präsentiert sich ein mächtiges Elefantenrevier. Unterteilt für „Mutter und Kind“, „Bullen“ und „Bullen mit paarungsbereitem Weibchen“. Direkt benachbart schließt sich ein Warmhaus für die asiatischen Dickhäuter an. Insgesamt 1.850 Tiere in 210 Arten, von denen etliche von der Ausrottung bedroht sind, können die Besucher bestaunen, bewundern, beobachten, einige davon auch füttern.

Auf den Parkwegen des 102 Jahre alten Tiergeländes finden sich vielerorts farbenfrohe Arrangements, Blumenmeere und kleine Gärten. Der Park zählt zu den schönsten Europas und wurde als erster deutscher Zoo mit einem internationalen Umweltgütesiegel ausgezeichnet.

Wir sind „wegweisend“ und „erstklassig“ – zu diesem Urteil kamen Zoo-Experten, die im Auftrag des Magazins „Stern“ (Nr. 27/2008 und Nr. 31/2000) deutsche Zoos verglichen und bewerteten. Hagenbeck ist der einzige Zoo, der in beiden Testreihen im Spitzenfeld liegt.
Huuuunger !
Huuuunger !
29 bedrohte und seltene Tierarten leben hier, deren Bestand und Zucht wissenschaftlich überwacht und auf internationaler Ebene koordiniert wird – zum Beispiel über Europäische Erhaltungs-Zuchtprogramme (EEP) oder Internationale Zuchtbücher.

Eine der vielen Besonderheiten präsentiert sich darin, dass Maras, auch Pampashasen genannt, frei im Park umherlaufen und für manch lustige Überraschung sorgen. Neugierig entspringen sie einem Gebüsch und hoppeln bis dicht an die Besucher heran. Ebenso schnell sind sie wieder verschwunden. Bei einigen Tieren ist das Füttern erlaubt, dazu gibt es von den Tierparkbetreibern eigens kleine Service-Stationen, in welchen ausgesuchtes Gemüse für die Besucher zum Fütterspaß an die Tiere vorbereitet wird. Auch die Showfütterungen, in welchen die Pfleger ihre Tiere vorstellen, sind bei Mensch und Tier äußerst beliebt. So herrscht zu bestimmten Tageszeiten helle Aufregung in den Revieren und Gehegen. Hier bei wird aber nicht nur gefüttert, die Besucher werden mit detailliertem Wissen über die Tierparkbewohner versorgt. Fragen werden sehr gerne beantwortet.

Zum großen Stolz des Tierparks gehören noch das Orang-Utan-Haus und das im Mai 2007 eröffnete Tropen Aquarium. Beide sind für sich selbst ein extra Erlebnis. Die Gesamtpräsentation des Tropen-Aquariums ist einzigartig in der Welt und vermittelt das hautnahe Gefühl, mitten unter den Tieren zu verweilen.

Hagenbeck ist die besondere Attraktion der Extraklasse, die der Besucher wohl nie wieder vergessen wird. Lassen Sie lieber gleich zwei dicke Bücher zu Hause…

Der Park hat ganzjährig täglich ab neun Uhr geöffnet. Eintrittspreise als Kombikarte für Tierpark und Tropen-Aquarium für Erwachsene 25 Euro, für Kinder vier-16 Jahre zahlen 16 Euro.

Mutter und Kind beim "rüsseln"
1
Huuuunger !
Fütterspaß bei den asiatischen Elefanten
Karottenbrücke
Familienverbund
Nachwuchs am Bananenfuttern
2
Im Affenhaus
2
Weisstirnspinte
Freilaufendes Mara
Löwin beim Faulenzen
1
Tulpengarten
Räuber der Meere
3

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Kommentare zum Beitrag

Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 18.08.2009 um 11:17 Uhr
Tja, ich war ja schon in vielen Zoos, in Hagenbecks habe ich es aber noch nicht geschafft. Vielleicht klappt das ja bald mal...
Die genannten Eintrittspreise finde ich aber ziemlich happig.
Dr. Tim Mattern
654
Dr. Tim Mattern aus Wettenberg schrieb am 03.09.2009 um 19:25 Uhr
Ich war im vorigen Jahr endlich mal in Hamburg und natürlich auch bei Hagenbecks. Muss aber sagen, dass ich irgendwie ein bisschen enttäuscht war. Nichts gegen die Pionierleistungen von Hagenbecks und die schönen Anlagen, aber ich hab mir wohl mehr von dem Zoo versprochen. (Das Aquarium war da übrigens gerade noch nicht offen) Liegt vielleicht an der Zoo-Doku über den Tierpark. Auch Duisburg hatte ich mir etwas anders vorgestellt. TV und Wirklichkeit eben ^^
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 03.09.2009 um 19:45 Uhr
Ich fand in Duisburg gabs zuviel Beton...Wobei das Haus, in dem Affen und die freilaufenden Faultiere und Gürteltiere sind, hat mir gut gefallen. Ebenso das Delphinarium. Der Dortmunder Zoo war aber insgesamt ganz nett...
Dr. Tim Mattern
654
Dr. Tim Mattern aus Wettenberg schrieb am 03.09.2009 um 19:49 Uhr
Das Äquatorium meinst du. Fand ich auch gut, aber zu warm... und leider waren die Zwergflusspferde kaum zu sehen, die hätte ich mir gerne mal näher betrachtet.
Sabine Glinke
5.278
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 03.09.2009 um 20:10 Uhr
Das meine ich. Ja, die lagen bei uns auch nur faul und fernab von den Besuchern herum. Dafür war das Faultier sehr agil :-)
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Matthias Kahl

von:  Matthias Kahl

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