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Santiago de Compostela - Der Weg ist das Ziel - Die verlorene 14

Zeichen der letzten Nacht.
Zeichen der letzten Nacht.
Gießen | 21. September 2006 – (Sobrado - Arzúa).
Es war das Gesprächsthema Nummer eins unter den Pilgern, gestern in Sobrado. Ein Orkan sollte in der Nacht an der spanischen Westküste an Land gehen und für die Nacht und den darauf folgenden Tag schwere Gewitter mit sich bringen. Im Endeffekt war alles halb so wild. Es war zwar sehr windig und es regnete zeitweise, aber bis zum Nachmittag hatte sich alles beruhigt. Jedoch waren in den Waldwegen mehrere Bäume umgeknickt und es knackte des Öfteren gefährlich. Der Sturm in der Nacht hatte doch schon ordentlich gewütet. Wir kamen bereits ganz früh in Arzúa an, gegen 16:30, als wir die 22km ganz langsam, fast schon trödelig auf uns genommen haben. So hat es sich ergeben, trotz des absolut harten Tages gestern, dass ich seit fast zwei Wochen mal wieder völlig schmerzfrei ans Ziel kam. Verblüffend. Gestern Abend hat ein pilgernder spanischer Physiotherapeut meinen Knöchel bearbeitet und seitdem verspüre ich noch nicht einmal mehr einen Druck. Es ist fast so, als würde man schweben.
Obendrein ist unsere Wegekarte der Credencial falsch ausgewiesen. Nicht wie erwartet sind wir in Melide gelandet, sondern im besagten Arzúa. Dies erspart uns 14 km, ohne den offiziellen Weg jemals verlassen zu haben. Arzúa war ein besonderer Ort. Hier kommen der Camino Norte und der Camino Francais zusammen. Zunächt mochten wir es kaum glauben, denn vorher ist uns an diesem Tag kein einziger Pilger begegnet. Und selbst als wir Arzúa ankamen haben wir niemanden angetroffen. Erst als wir in die Straße eingebogen sind, wo die zwei kleinen Herbergen waren, liefen schlagartig über 40 Menschen mit Rucksäcken umher. Das war wirklich merkwürdig. Und wieder hatten wir unverschämtes Glück. Bereits bei Ankunft am Nachmittag war alles heillos überfüllt. Just in dem Moment, als wir nicht so recht wussten, was wir nun machen sollten, kam ein Mädel auf uns zu und machte uns klar, das sie weiter laufen möchte und dass wir ihre Matratze haben können. Dieses Angebot ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Unsere Freunde aus Deutschland waren bereits eingetroffen und saßen schon im Aufenthaltsraum. Nur noch zwei Tage. Nur noch 39 km. Nur noch ganz wenig.
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/15524/santiago-de-compostela-der-weg-ist-das-ziel-schaulauf/

Zeichen der letzten Nacht.
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Rieseneukalyptus.
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Abends in der Herberge.
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Ein Spitzenblatt...
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