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Die ersten 14 Katzen aus Grünberg werden zur Vermittlung frei gegeben

Gießen | Seit einigen Wochen sind jetzt die über 40 Katzen aus der Wohnung in Stangenrod im Tierheim Gießen untergebracht. Die völlig verstörten, verdreckten, z.T. kranken und unterernährten Tiere wurden inzwischen tierärztlich behandelt, geimpft, kastriert und vorsichtig gesäubert.
Die Tiere stammen aus einer Wohnung, in der sie unter entsetzlichen Bedingungen von 2 älteren Frauen gehalten wurden, die die Kontrolle über ihre vormals 5 Katzen verloren hatten. Sie konnten nicht einmal mehr sich selbst versorgen und sind jetzt in einem Heim untergebracht. So vermehrten sich die Tiere in kürzester Zeit, und die größer werdende Gruppe war nicht mehr zu versorgen. („Animal hording“) Unter großem Aufsehen wurden die Tiere eingefangen und ins Giessener Tierheim gebracht.
Jetzt durfte die erste Gruppe – insgesamt 14 Tiere – in das Haupthaus umziehen.
Inzwischen sehen sie wie richtige Katzen aus, haben zugenommen, sind nicht mehr so panisch, bewegen sich vorsichtig im großen Gehege mit einigen andere Katzen umher. Einige verziehen sich sicherheitshalber erst einmal in Körbchen oder Höhlen, andere wagen sich schnell nach draußen
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ins Freigehege, wo sie nach oben auf die Sitzplätze turnen, um sich die Sache erst einmal in Ruhe anzuschauen. Man erkennt sie sofort, die Grünberger Tiere, so sehr ähneln sie sich. Alle sind sehr zierlich und schmal, weiß ist die Grundfarbe, dreieckige Gesichten, schmale längliche Augen. Sie zeigen eine deutliche Familienähnlichkeit.
Schon im Ablauf des ersten Tages lernen die Katzen, den Bewegungsraum zu schätzen. Es ist hell, die Sonne scheint: für viele der erste Rundgang in frischer Luft in ihrem Leben.
Die alteingesessenen Katzen zeigen die Regeln, wer hier das Sagen hat, wessen Platz auf diesem Kissen ist, wo man fressen darf.
Und die Neuen lernen rasend schnell.
Ernesto, der kleine Kater, der als einziger von Anfang an die Nähe der Menschen suchte, läuft gleich hinter allen Zweibeinern her und will beschmust werden. Aber auch die anderen lernen, dass menschliche Berührung wunderbar sein kann. Ein anderes Tier, Elena, das sich am Morgen noch nicht berühren ließ, windet sich bei einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin auf dem Schoß, von rechts nach links, auf den Bauch, den Rücken, damit alle Körperteile dran kommen. Ein anderes Tier ist noch etwas schüchterner, lässt sich aber auch schon streicheln.
Ennio hat sich ein sicheres Versteck ausgesucht: er hat es sich in der Regenrinne unter dem Dach gemütlich gemacht. Von dort oben kann er alles beobachten, ist aber in sicherer Entfernung. Sein Vorderbein lässt er wie ein Cabriofahrer nach unten baumeln und sieht sehr zufrieden aus.
Die Betreuer und Besucher sind entzückt, welche Entwicklung diese vormals so verstörten Tiere nehmen, täglich, stündlich verlieren sie ihre Scheu mehr und mehr.
Jetzt kann man nur hoffen, dass viele Menschen diese Tiere kennen lernen wollen und sie letztlich adoptieren, damit aus ihnen weiter glückliche Katzen werden und sie immer mehr die furchtbaren Erinnerungen vergessen können, die am Anfang ihres Lebens standen.

 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Tanja Kremser
215
Tanja Kremser aus Laubach schrieb am 30.06.2009 um 09:13 Uhr
Ich habe die Katzen am Samstag Mittag im Katzenhaus gesehen... es sind ein paar Bildschöne Exemplare dabei!!!
Angela Achenbach-Heinzerling
1.956
Angela Achenbach-Heinzerling aus Gießen schrieb am 04.07.2009 um 16:43 Uhr
Ja, sie sind sehr schön, wirken ein bisschen distanziert, genießen aber mehr und mehr die menschliche Zuwendung. Da kann man zuschauen...
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von:  Angela Achenbach-Heinzerling

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Angela Achenbach-Heinzerling
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