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Buchtipp: Knut Hamsun "Pan"

Gießen | Der norwegische Autor Knut Hamsun gehört in die Riege der Nobelpreisträger und die hohe literarische Qualität seines Ouvres zeigt sich auch in der Neuübersetzung seines Romans „Pan“. In diesem Werk lässt er durch den Leutnant Glahn, in einer wunderbaren und stimmungsvoll altmodisch anmutenden Sprache, einen dieser lichtdurchflutenden Nordlandsommer in der Phantasie der Leser entstehen. Der 30-Jährige, wie er selbst sagt eigentlich zufrieden mit seinem Leben, berichtet von den Ereignissen des Sommers 1855.
Der Erzähler hatte sich in eine Jagdhütte zurückgezogen, um einsam ein smit der Natur zu werden. Doch statt seine Ruhe in der Natur zu finden, verstrickt er sich in eine verhängnissvolle Beziehung zu der eigenwilligen Edvarda, der Tochter des einflussreichen Fjordbarons. Sie lieben sich, fühlen sich zueinander hingezogen. Aber es ist eine schwierige, obszessive Liebe, kompliziert ohnehin, denn die Welten der beide Liebenden passt so recht nicht zueinander. Die Beziehung der beiden wird aber noch komplizierter, als zwei weitere Männer auftauchen, die ebenfalls um Edvardas Gunst buhlen. Eifersucht und Obsession beginnen ihr zerstörerisches Werk.
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Am 4. August jährt sich der Geburtstag von Knut Hamsun zum 150. Mal. Der Sohn eines Schneiders arbeitete in seiner Jugend unter anderem als Schuhmacher, Straßenbauer, Schaffner und versuchte sich sogar als Sektenprediger. Zweimal ging er nach Amerika, besuchte Russland, Finnland Persien – ein abenteuerlustiger Geist, der 1920 den Nobelpreis für seinen drei Jahre zuvor erschienen Roman „Segen der Erde“ erhalten hat. In Verruf brachte ihn seine Haltung zu den Nationalsozialisten. Er hatte offen Position für Hitler bezogen. Nach dem Krieg machte man ihm den Prozess wegen Landesverrats und manch einer stellte auch die literarische Qualität seiner Texte in Frage. Zu Unrecht, wie anspruchsvolle Leser auch in seinem bibliophil gestalteten Manesse-Buch „Pan“ entdecken können. Knut Hamsun starb hochbetagt 1952 in Nörholm.

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von:  Simone Linne

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Interessensgebiet: Gießen
Simone Linne
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