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Der neue, islamische Antisemitismus, vor allem in den Schulen

Gießen | Das Phänomen des neuen, islamischen Antisemitismus macht deutlich, mit welchem kulturellen `Gewinn`die migrantische Zuwanderung von Nichteuropäern verbunden ist. Die Gesellschaft entwickelt sich zurück.


Islamischer Antisemitismus in Schulen

In der „bundesweiten vergleichenden Bestandsaufnahme zu Antisemitismus in der Schule“ von Salzborn und Kurth gibt es entweder keine Hinweise auf das Problem des religiösen, konkret: islamischen Antisemitismus oder es erscheint den Forschern nicht erwähnenswert. Wem auch immer dieser Mangel zuzuschreiben ist, so lapidar kann über ein Problem, das den Schulen auf den Nägeln brennt, nicht hinweggegangen werden. Es gibt einen täglichen Antisemitismus in den Schulen. Das Wort „Jude“ ist auf deutschen Schulhöfen ein „gängiges Schimpfwort“ (A. Schenk) geworden; eine Schülerin wird beschimpft, weil sie „nicht an Allah glaubt“; eine 18 Jahre alte Schülerin mit arabischen Wurzeln sagte: „Hitler war ein guter Mann, denn er hat die Juden getötet“. Die Bildungsministerin Karliczek konstatierte „zunehmende religiös motivierte Diskriminierungen und Gewalttaten an Schulen“. Es handelt
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sich um einen religiösen Antisemitismus, der fest in den Kulturen, den Mentalitäten, den Sozialisationen der Migranten aus dem Irak, Syrien, Afghanistan, dem muslimischen Afrika verankert ist. Schon 2008 stellte Thomas Schmidinger fest, daß der „alte europäische Antisemitismus in seiner islamisierten Form wieder nach Europa getragen wird.“ Dem ist durch gut gemeinte pädagogische Programme nicht beizukommen. Anders als beim am rechten Rand angesiedelten ‚alten’ Antisemitismus führt der neue religiöse Antisemitismus in die Mitte der Gesellschaft, in die die Migranten durch vielfältige Integrationsprogramme bugsiert werden. Damit ist verbunden ein Wiederaufleben des Religiösen. Dem seicht gewordenen Christentum steht ein emotional aufgeladener Islam gegenüber. Öffentliche Debatten machen dies schlagend deutlich: Darf in Kantinen Schweinefleisch verarbeitet werden? Dürfen Lehrerinnen Kopftücher tragen? Soll in deutschen Landen ein muslimischer Feiertag eingeführt werden? Und anderes mehr! Mit all dem fällt die moderne westliche Kultur hinter den Stand der erreichten Säkularisierung, der Zurückdrängung des Religiösen, zurück. So werden kulturelle Rationalitätsgewinne aufs Spiel gesetzt. Dies anzusprechen, wie überhaupt die Teilislamisierung dieser Gesellschaft, ist mittlerweile zum Tabu geworden, auch aus der „Angst, den Rechten eine Vorlage zu geben“ (Ahmad Mansour).

Leserbrief zu: Antisemitismus in der Schule, GA 29.1.2019 von Prof. Dr. Bruno W. Reimann, Gießen

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Kommentare zum Beitrag

Bruno W. Reimann
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Bruno W. Reimann aus Gießen schrieb am 19.02.2021 um 11:30 Uhr
Schöne Grüße Frau Erika Beltz! Jetzt können Sie meine Argumente en détail nachlesen!
Florian Schmidt
4.986
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 19.02.2021 um 13:39 Uhr
Man sollte diese folkloristischen Eigenheiten auch nicht überbewerten.
Bruno W. Reimann
494
Bruno W. Reimann aus Gießen schrieb am 19.02.2021 um 18:55 Uhr
Ist Antisemitismus eine "folkloristische Eigenheit"? Das wäre eine wirkliche neue Definition von Antisemitismus!
Florian Schmidt
4.986
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 19.02.2021 um 19:14 Uhr
Ist halt so eine Tradition, ähnlich wie im Christentum. Es verbindet doch auch. Ich meine wenn junge Muslime schon auf Hitler so abfahren, was passiert dann erst wenn sie etwas über Martin Luther lernen. Das ergibt völlig neue Möglichkeiten der Verständigung.
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von:  Bruno W. Reimann

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Interessensgebiet: Gießen
Bruno W. Reimann
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