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„Ohne Wenn und Aber“: Karl Lauterbach rät entschieden zur Corona-Impfung

Deutsche Herzstiftung
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Gießen | Gesundheitsexperte im „Herz heute“-Interview: Warum niemand Angst vor der Impfung zu haben braucht, wie er über Nebenwirkungen denkt und warum jüngere Menschen sich impfen sollten – nicht allein zum Schutz der Älteren

(Frankfurt a. M., 25. Januar 2021) Verlorene Zeit bestraft die Corona-Pandemie mit Krankheit und Tod. Bis zum Sommer sollten alle Bürger in Deutschland geimpft sein, so stellte es die Bundesregierung in Aussicht. Dass aber bis Ende März „nicht mehr als fünf bis sechs Millionen Menschen“ geimpft werden können, damit rechnet der Arzt und Gesundheitspolitiker Prof. Dr. Karl Lauterbach (57) im Interview der aktuellen Ausgabe der Herzstiftungs-Zeitschrift „HERZ heute“. „Das ist eigentlich nicht genug“, kritisiert der Epidemiologe. Im Interview spricht er sich entschieden für die Corona-Impfung aus – als Chance zur Überwindung der Pandemie: „Ich stehe ohne Wenn und Aber zu der Impfung!“, stellt er unmissverständlich klar: „Ich werde mich auf jeden Fall impfen lassen, wenn ich an der Reihe bin.“ Warum er den Corona-Impfstoff für unbedenklich hält, wann Herzkranke zu ihrem Impftermin kommen dürften,
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welche Folgen Covid-19 auch für Jüngere haben kann und mit welcher Impfstrategie der Bund die jetzige Lage verbessern kann, erklärt der Corona-Experte im Interview der neuen „Herz heute“-Ausgabe 1/2021. Ein Probeexemplar kann kostenfrei bei der Herzstiftung unter Tel. 069 955128-400 oder per Mail unter bestellung@herzstiftung.de angefordert werden.
Terminvergabe für besonders gefährdete Patienten: Welcher Arzt kann helfen?

Menschen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie etwa Herzinsuffizienz zählen zu den besonders gefährdeten Gruppen durch Covid-19, weil bei ihnen die Gefahr für einen schweren Krankheitsverlauf oder Sterblichkeit erhöht ist. Für sie ist eine Impfung unzweifelhaft mit mehr Sicherheit vor Covid-19 verbunden. Lauterbach sieht bei den besonders gefährdeten und schutzwürdigen Herzkranken die Hausärzte gefragt: „Ideal wäre, wenn die Hausärzte in die Terminvergabe eingebunden werden könnten, wenn sie die Termine vermitteln und die nötigen Unterlagen zusammenstellen würden.“ Dass es für die meisten der Herzpatienten auf einen Impftermin wohl erst im zweiten oder gar dritten Quartal hinausläuft, dafür macht Lauterbach die schleppende Beschaffung der Impfstoffeverantwortlich. Weitere Impfstoffe sollten deshalb „möglichst schnell in Deutschland zugelassen werden“.
Angst vor Ansteckung in Kliniken: „Wieder steigende Zahl schwerster Herzinfarkte“

Dass Herzpatienten derzeit Termine bei Ärzten und in Kliniken verschieben, weil sie Angst haben, sich dort anzustecken, sieht auch Lauterbach mit großer Sorge. „Kardiologen berichten mir, dass man aktuell in den Kliniken etwa wieder eine steigende Zahl schwerster Herzinfarkte sieht, wie es in der Menge lange nicht mehr vorgekommen ist.“ Der Mediziner appelliert daher an Herzkranke, Untersuchungen und notwendige Eingriffe nicht zu verschieben oder gar ausfallen zu lassen und sich so in Lebensgefahr zu bringen. Nach den Erfahrungen in der ersten Corona-Welle sei heute die Sicherheit der Patienten in Kliniken und Praxen gewährleistet. „Es sind auch kaum Fälle bekannt, in denen sich Menschen in Arztpraxen angesteckt haben“, versichert der Gesundheitsexperte.
Keine Angst vor dem Impfstoff!

Die Sorgen vieler Menschen, etwa Allergikern, vor möglichen Nebenwirkungen der Impfung teilt Lauterbach nicht, da die verfügbaren Impfstoffe „sehr gut verträglich sind“. In den vergangenen Wochen seien mehrere Millionen Menschen geimpft worden, ohne dass es zu großen Problemen gekommen wäre. Klassische Allergien, etwa leichtes Asthma, Neurodermitis oder Kontaktekzeme, sind dem Gesundheitsexperten zufolge „keine Risikofaktoren“ bei einer Impfung. Im Vergleich zum Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung empfiehlt er dringend die Impfung.
Covid-19 riskant auch für junge Menschen

Die Corona-Impfung hält der Gesundheitsexperte nicht nur für Ältere und Risikogruppen für notwendig. „Auch bei jungen Leuten können langfristige oder gar bleibende Schäden auftreten“, warnt er und appelliert an junge Menschen, sich in ihrem eigenen Interesse impfen zu lassen. „Auch sie leiden teilweise am sogenannten Long-Covid-Syndrom, über Monate und länger, mit chronischer Erschöpfung, Schmerzen, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, Einschränkungen der Lungenfunktion.“
Hinweis für Medienvertreter

Das vollständige Interview erscheint in der neuen Ausgabe von HERZ heute 1/2021 Mitte Februar. Zum Interview gelangen Sie unter http://www.herzstiftung.de/lauterbach-interview


Service für Betroffene und ihre Angehörigen

Aktuelle Ausgabe HERZ heute: Probeexemplar anfordern! Die Zeitschrift HERZ heute erscheint viermal im Jahr. Sie wendet sich an Herz-Kreislauf-Patienten und deren Angehörige. Mitglieder der Deutschen Herzstiftung erhalten die Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung regelmäßig und kostenfrei. Ein kostenfreies Probeexemplar der neuen Ausgabe HERZ heute 1/2021 ist ab Mitte Februar unter Tel. 069 955128-400 oder per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de erhältlich.
http://www.herzstiftung.de

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von:  Wolfgang Klaum

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