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Schon immer beliebt, der Gugelhupf

Diese Aufnahme machte ich im Freilichtmuseum Molfsee
Diese Aufnahme machte ich im Freilichtmuseum Molfsee
Gießen | Es gab Zeiten da fehlte er auch bei dem Bürgertum auf keiner Sonntagskaffeetafel.

Ob er schon immer so geheißen hat, und woher der Name für diesen Kuchen kommt, nun da gibt es unterschiedliche Erklärungen, ob die jedoch alle stimmen weiß man nicht. Was jedoch klar ist, dieser Kuchen wurde ursprünglich mit Hefe gebacken, wird heute meist Backpulver verwendet. Jedoch wieder zurück zu der Namensgebung. Im Elsass stand er unter dem Namen Kouglof auf den Kaffeetafeln. Marie Antoinette, so behaupten die Bayern habe ihn aus Versailles mitgebracht. Egal woher dieser Kuchen auch seinen Namen bekam, ist er ein Ausdruck von Gemütlichkeit am Tisch.
Gugel = Kappe, soll auf die Kopfbedeckung der Kapuzinermönche hingewiesen haben. In Sachsen heißt der Gugelhupf Bäbe, abgeleitet von Baba (wendisch). Bäbe wird auch mit Hefe zubereitet. Und dann gibt es noch den „Echten Kaisergugelhupf“, gebacken für Kaiser Franz Josef von Österreich. Schaut man sich hierzu die Zutaten an, es ist eine Kalorien- oder Cholesterinbombe, jedoch wie kann es anders sein, sehr lecker.
Wer den Kaisergugelhupf nachbacken möchte, hier aus dem Internet die Zutaten.

Mehr über...
1/4 L Obers (Sahne)
* 30 g Germ (Hefe)
* 500 g glattes Weizenmehl
* 150 g weiche Butter
* 180 g Kristallzucker
* 6 Eidotter
* 1 Prise Salz
* abgeriebene Schale einer (unbehandelten Bio-) Zitrone
Füllung des Kaisergugelhupfes
* 1 EL Zimt
* 50 g Rosinen (am besten in etwas Rum eingelegt)
für die Form:
* weiche Butter
* ca. 30-50 g gehobelte Mandeln
nach dem Backen:
* Puderzucker zum bestreuen

So wirds gemacht!

Obers (Sahne) lauwarm anwärmen und die Germ (Hefe) darin auflösen, einen Teelöffel Zucker zugeben. Mit einem kleinen Teil des Mehls zu einem weichen Dampfl (Vorteig) vermischen. Das restliche Mehl über den Vorteig sieben, schön warm stellen und mindestens 20 Minuten lang gehen lassen.

Unterdessen die sehr weiche (nicht flüssige) Butter mit dem restlichen Zucker schaumig rühren bis sich wirklich alle Zuckerkristalle aufgelöst haben, dann die sechs Dotter unterrühren.

Den reifen Vorteig mit etwas Salz und Abrieb von der Zitronenschale zur Butter-Dotter-Masse geben und alles in einer Küchenmaschine mit Knethaken zu einem weichen, seidigen Teig schlagen, bis er sich vom Schüsselrand löst. Zugedeckt mindestens weitere 30-60 Minuten (oder auch länger) rasten lassen.

Der Teig wird durch seinen hohen Fettanteil selbstverständlich nicht so locker und leicht hochgehen wie man es von anderen Hefeteigen gewöhnt ist. Trotzdem sollte sich das Volumen des Teiges nach dem Gehen mindestens um ein Drittel oder die Hälfte der ursprünglichen Menge erhöht haben.

Wenn der Teig gegangen ist, auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa einen halben Zentimeter dick zum Rechteck ausrollen. Gleichmäßig mit Zimt und Rosinen bestreuen und einrollen.

Den Backofen auf 180°C Ober- Unterhitze vorheizen.

Eine Gugelhupfform mit weicher Butter präparieren und mit gehobelten Mandeln ausstreuen. Den zusammengerollten Teig hineinlegen und mit weiterer Butter bestreichen. Erneut warm stellen und bis knapp unter den Rand aufgehen lassen.

Dann bei 180°C ca. 40-50 Minuten lang backen. Sollte der Kaisergugelhupf zu dunkel werden, gegebenenfalls in den letzten Minuten mit Alufolie abdecken. Unbedingt Stäbchenprobe machen!

Den fertigen Kaisergugelhupf aus der Form stürzen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

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von:  Christine Stapf

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Interessensgebiet: Gießen
Christine Stapf
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