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Großzügige Spende statt Weihnachtsfeier - Belegschaft und Geschäftsführung der Firma Enders unterstützen „Aktion 68.000“ der Lebenshilfe Gießen

V.l.n.r.: Karl-Ludwig Enders (Seniorchef Enders), Lebenshilfe-Aufsichtsratsvorsitzende Maren Müller-Erichsen, Wohnstättenleitung Thomas Kühne, Enders-Betriebsratsvorsitzender Egon Diehl sowie Lebenshilfe-Vorstand Dirk Oßwald.
V.l.n.r.: Karl-Ludwig Enders (Seniorchef Enders), Lebenshilfe-Aufsichtsratsvorsitzende Maren Müller-Erichsen, Wohnstättenleitung Thomas Kühne, Enders-Betriebsratsvorsitzender Egon Diehl sowie Lebenshilfe-Vorstand Dirk Oßwald.
Gießen | Giessen/Pohlheim/Reiskirchen (-). Die Lebenshilfe Gießen freut sich über eine großzügige Zuwendung: Die Belegschaft und Geschäftsführung des Reiskirchener Traditionsunternehmens Enders spendeten 5000 Euro für den Lebenshilfe-Spendenaufruf „Aktion 68.000 – Wünsche werden wahr“. Dieser bemüht sich um Geld- und Sachspenden zugunsten der Ausstattung einer neu errichteten Wohnstätte für Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung, die Anfang 2021 in der Rödgener Straße in Gießen eröffnet wird. Zur offiziellen Spendenübergabe auf dem Baustellengelände begrüßten Maren Müller-Erichsen (Aufsichtsratsvorsitzende Lebenshilfe Gießen), Dirk Oßwald (Vorstand Lebenshilfe Gießen) sowie die zukünftige Leitung der neuen Wohnstätte, Thomas Kühne, Karl-Ludwig Enders (Seniorchef Enders) und den Enders-Betriebsratsvorsitzenden Egon Diehl.

„Viele Grüße von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einen herzlichen Dank für Ihre wichtige Arbeit – dass Sie Menschen helfen, die Hilfe wirklich benötigen. Da unsere Firmen-Weihnachtsfeier in diesem Jahr aufgrund der Pandemie nicht stattfinden kann, hat sich unser Betriebsrat in der Belegschaft umgehört und schließlich zugestimmt, den hierfür vorgesehene Betrag, den unserer Geschäftsführung anschließend noch aufgestockt hat, der Lebenshilfe Gießen zu spenden“, erklärte Egon Diehl im Namen der Enders-Mitarbeiter*innen. Karl-Ludwig Enders ergänzte: „Wir finden die Spendenaktion klasse, gerade in dieser schwierigen Zeit. Es ist wichtig, dass es Organisationen wie die Lebenshilfe gibt, die sich für das Wohl von Menschen mit Behinderung einsetzen.“

Maren Müller-Erichsen bedankte sich für das Engagement der Firma Enders und hielt fest: „Es war und ist unser Ziel, dass wir auch Personen mit sehr schweren Behinderungen begleiten, diese und ihre Familien nicht allein lassen. Gerade Menschen mit starken Autismus-Ausprägungen benötigen viel Unterstützung, daher sind wir sehr froh, dass es bald mit unserer neuen Wohnstätte losgeht und wir den zukünftigen Bewohnern viele Angebote machen können, die den Alltag erleichtern – das wird auch durch großzügige Spenden wie diese ermöglicht.“

Lebenshilfe-Vorstand Dirk Oßwald betonte: „Die Bedürfnisse von Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung sind zum Teil hochindividuell, die Interessen und Nöte oftmals sehr verschieden – und nicht alle Dinge, die es für einen bestmöglich gestalteten Alltag braucht, werden durch die Kostenträger abgedeckt. In diesem Sinne sind wir für alle Spenden, die im Rahmen der Aktion 68.000 gesammelt werden können, dankbar. Die Hilfsbereitschaft der Belegschaft und der Geschäftsführung der Firma Enders in diesem besonderen Jahr, das es leider auch unserer Spendenaktion nicht immer leichtgemacht hat, berührt uns besonders – vielen herzlichen Dank.“

Thomas Kühne, der aktuell noch eine kleinere Autisten-Wohngemeinschaft der Lebenshilfe in Gießen leitet, gab ferner Einblicke in den Alltag des Lebens und der pädagogischen Betreuung von Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung und machte deutlich: „Menschen mit diesem Hilfebedarf können das Haus oft nicht allein verlassen – und wollen es mitunter auch nicht. Viel spielt sich in der Wohnstätte ab, die Arbeit kann für Betreuer*innen sehr intensiv sein. Das Geld möchten wir gerne dazu verwenden, um den zukünftigen Bewohner*innen der neuen Wohnstätte das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten.“

Die „Aktion 68.000“ hat es sich zum Ziel gemacht, bis Anfang 2021 die Werbetrommel für Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung zu rühren und mindestens – angelehnt an der Hausnummer 68 der neuen Wohnstätte, die auch durch Spenden der Oldtimerspendenaktion mitfinanziert werden konnte – 68.000 Euro in Form von Geld- oder Sachzuwendungen zu sammeln.

Eine Liste mit benötigten Sachspenden sowie weitere Informationen zum Spendenaufruf finden interessierte Personen im Internet unter aktion68000.lebenshilfe-giessen.de. Überweisungen von Geldspenden sind auf eines der Konten der Lebenshilfe Gießen e.V. möglich (Sparkasse Gießen, IBAN: DE49 5135 0025 0200 5120 21 oder: Volksbank Mittelhessen, IBAN: DE35 5139 0000 0002 9400 00).

Weitere Rückfragen oder Anliegen zur „Aktion 68.000“ beantworten die Lebenshilfe-Mitarbeiter*innen via E-Mail (aktion.68000@lebenshilfe-giessen.de).

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