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Die Airbrushtechnik, 2 Das „Arbeitsgerät“

Gießen | Um mit der Airbrush ( Feinsprühpistole ) arbeiten zu können, wird Druckluft benötigt.
Es kann durchaus ein handelsüblicher Kompressor, wie er in Baumärkten erhältlich, und in vielen Garagen bereits vorhanden ist, benutzt werden. Wichtig dabei ist, das die zu benutzende Luftquelle über eine „Regler Einheit“ verfügt. Diese besteht aus Manometer welches die anstehende Druck- Stärke anzeigt, einem Druckregler, zur individuellen Einstellung des Luftdruckes, sowie Öl- und Kondenswasserabscheider.
Der „Knackpunkt“ bei diesen Geräten jedoch, ist ihre intensive Geräuschkulisse. Ein Arbeiten im Wohnbereich ist schlicht weg unzumutbar.
Das muss man sich aber auch nicht antun, denn schließlich wurden dafür extra die flüster leisen Airbrush Kompressoren entwickelt.
Diese sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich.
Die Anfangsmodelle wurden, und werden auch heute noch, wie ihre „großen Brüder“, mit speziellem Kompressoren Öl geschmiert. Der Geräuschpegel gleicht dem eines Kühlschranks. Sie verfügen über einen Druckbehälter, der für ein gleich bleibendes Druckniveau sorgt. Diese Kolben- Kompressoren schalten sich, nach Bedarf , automatisch ein und aus.
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Kleinere, preiswertere Modelle, konzipierte man Öl frei. Diese verfügen zwar über keinen Druckbehälter, speichern aber trotzdem, intern, eine kleines Luftpolster. Dadurch ist auch hier ein gleichbleibend, einstellbarer Druck gewährleistet. Dieses bescheidene Luftpolster ist jedoch recht schnell verbraucht. Dadurch muss die Schaltautomatik in recht kurzen Intervallen arbeiten. Die Geräuschkulisse ist etwas lauter, als die der Öl geschmierten, größeren. Airbrushkompressoren
Und nun meine Warnung: in Supermärkten werden, in gewisser Regelmäßigkeit, angebliche „Profi Airbrushsets“, billig angeboten. Diese Membran- Kompressoren verfügen über kein Luftreservoir und müssen durchgehend laufen, wodurch sie teilweise auch mal schnell überhitzen. Der Luft Ausstoß erfolgt Intervall mäßig, wie bei einer Luftpumpe. Ein vernünftiges Arbeiten ist nicht möglich, denn es wird ein konstander Druck, von in der Regel 2 bar. benötigt.
Nun zu eigentlichem „Spritzgerät“, der Airbrush ( Feinsprühpistole )
Auch hier gibt es verschiedene Typen von unterschiedlichen Herstellern.. Beim Kauf sollte man unbedingt auf Qualität achten.
Mehrfach hörte ich von meinen Kursteilnehmern, die trotz meiner Warnung vor bestimmten, etwas preiswerteren, Airbrush- Pistolen, diese kauften, „ ja die geht doch“! Was bei großflächiger Arbeit sicherlich richtig ist.. Sobald es jedoch dann an die, detailliertere Kleinarbeit geht, machen sich die Mängel deutlich. bemerkbar.
Denn gerade für Anfänger ist die feine Farbdosierung, mit einer solchen, schwer gängigen, und schlecht verarbeiteten Mechanik, kaum möglich.
Während meiner Studienzeit in den 90iger Jahren, am „ibkk “ in Bochum, wurden vorwiegend Airbrush- Pistolen aus Japan benutzt. Deren Verarbeitung besser, als die anderer Asiatischer und div. US Importe war.
Optisch baugleiche „Spritzgeräte“ gibt es auch heute noch, von den verschiedensten Herstellern. In den 90igern orientierten sich die Preise dieser Asien Importe am Dollar- Kurs. Dadurch kostete eine Airbrush um die 300,- DM.
In der Nähe von Hamburg entwickelte zu diesr Zeit, eine damals kleine Firma, die so genannte „EVOLUTION“
Die Entwickler legen großen Wert auf gutes Handling, und beste Verarbeitung.
Aus meiner Sicht sind deren Airbrushes die leicht gängigsten und vielseitig einsetzbarsten. So sind z.B. die Farbbecher nicht, wie bei Anderen, fest mit dem Pistolenkörper verbunden, nein, sie werden eingeschraubt. Dadurch können sie individuell ausgewechselt werden.
Stardesigner Collani entwarf für sie eine, für etwas größer Flächen gedachte, Dekorpistole.
Die meißten Airbrush Pistolen arbeiten im sogenannten „Double Action“ Prinzip.
Das heißt doppelte Funktion des Bedienhebels. Durch das nach unten drücken wird der Luftkanal geöffnet, gleichzeitiges nach hinten ziehen öffnet den Farbzufluss.
Um das entsprechende Feingefühl zu entwickeln, ist gerade in der Anfangsphase viel Übung angeraten.

Bei den meißten Airbrushes ist der Farbbecher oben platziert. Das sogenannte Fließbecher- System.
Bei einigen, vorwiegend US- Modellen, kommt das Unterflurbecher- System zur Anwendung. Dabei wird der Farbbecher unten angesteckt.
Ich empfinde diese Becherstellung extrem unhandlich. Auch ist, durch diese ungünstige Konstelation, die Gefahr während der Arbeit Farbe auf den Malgrund zu verschütten, sehr groß. Für mich hat das Fließbecher- System absolute Priorität.

 
 

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