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Gedenken an die Widerständlerin Mildred Harnack

Gießen | Auf dem Gelände des Philosophikum I in Gießen wurde eine Skulptur in Erinnerung an Mildred Harnack-Fish errichtet. Gießen erinnert damit an die amerikanisch-deutsche Literaturwissenschaftlerin und Widerstandskämpferin, die 1941 an der Universität in Gießen promovierte. Sie war Mitglied des Widerstandsnetzwerks Rote Kapelle. 1942 wurde Mildred Harnack während eines Urlaubes in Ostpreußen von der SS verhaftet, zum Tode verurteilt und 1943 hingerichtet. Harnack-Fish ist die einzige amerikanische Zivilperson, die wegen Widerstands gegen das Naziregime hingerichtet wurde. In Gießen erinnerten bisher schon der Mildred-Harnack-Weg und das 2015 umbenannte Mildred-Harnack-Fish-Haus (ehemaliges Otto-Eger-Heim des Studentenwerkes) an diese mutige Frau. Die neue Skulptur ist vom Alten Steinbacher Weg aus zu sehen. Leider gibt es noch keine Hinweistafel. Eine Bodenplatte, mit der Inschrift „Zur Erinnerung an Mildred Harnack-Fish (1902-1943)“ soll noch eingelassen werden. Weitere Informationen findet man auf dieser Internetseite der JLU Gießen: https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/gedenkstele-fuer-mildred-harnack-fish-an-der-jlu.

 
 

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.711
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 02.10.2020 um 09:47 Uhr
Danke für den Artikel.

Selbst mir dem zukünftigen Schriftzug " „Zur Erinnerung an Mildred Harnack-Fish (1902-1943) “ erscheint mir das Denkmal nur für Eingeweihte aussagekräftig.

Nix gegen künstlerische Freiheiten, aber "ein etwas zu hoch geratener Grabstein ohne Inschrift" ist schon sehr abstrakt. Mir würde er (wenn ich den Hindergrund nicht wissen würde) nichts sagen.
Kurt Wirth
3.163
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 02.10.2020 um 13:30 Uhr
Laut dem Artikel auf der website der Uni Gießen soll die Inschrift auf der Bodenplatte lauten:
"Zur Erinnerung an Mildred Harnack-Fish (1902 – 1943), Studentin der Universität Wisconsin-Madison und Absolventin der Universität Gießen. Als Angehörige des Widerstands gegen das NS-Unrechtsregime wurde sie im Februar 1943 von den Nationalsozialisten hingerichtet.“

Das ermöglicht immerhin einen Einstieg in weitere Erkundungen, sofern das Interesse geweckt ist. Zumal heutzutage vor allem jüngere Menschen überall wo sie gehen und stehen Internetzugang haben.

In meinen Augen ein sehr wichtiger Schritt zur "Vergangenheitsbewältigung", wenn auch erst 75 Jahre nach Kriegsende. Dabei verwundert es mich, daß Mildred Harnach-Fish auch in den USA erst 2018 in gleicher Weise gewürdigt wurde. Vielleicht dachte man auch dort bei "Rote Kapelle" erst mal an Kommunisten, und die ehrt man überall sehr zögerlich.

Die Diskussion um die Umbenennung des Otto-Eger-Heims habe ich ja mitbekommen, aber die Benennung in Mildred-Harnack-Fish-Haus habe ich aus irgenswelchen Gründen verschlafen. Vielen Dank für den aufklärenden Beitrag.
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