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Eine außergewöhnliche Saison endet

Gießen | Am 20. September öffnen die Gießener Bäder das Freibad Ringallee zum letzten Mal für 2020. Und blicken auf eine in vielerlei Hinsicht besondere Saison zurück.

Gerade einmal elf Wochen lang, ganz genau 78 Tage, nur etwas mehr als 30.000 Besucher, fast doppelt so viel Personal wie üblich – trotz guter Wetterbedingungen endet am kommenden Sonntag, dem 20. September, die Saison 2020 im Freibad Ringallee mit diesen traurigen Rekorden. Corona hat den Freibadsommer dramatisch beeinflusst. „Wir sind nicht wirklich überrascht. All das war schon abzusehen, als wir unsere Pforten Anfang Juli geöffnet haben. Aber jetzt, da die konkreten Zahlen vorliegen, schmerzt es schon ein bisschen“, erklärt Uwe Volbrecht, Leiter der Gießener Bäder. Gegenüber dem im langjährigen Vergleich ausgesprochen guten Vorjahr brachen die Erlöse 2020 um 70 Prozent ein.

Trotzdem sind Uwe Volbrecht und seine engagierte Mannschaft nicht unzufrieden mit dem, was sie unter den herrschenden Bedingungen erreichen konnten. So hielt zum Beispiel die Digitalisierung Einzug in die Bäder. Denn um die coronabedingte Limitierung der Badegäste zu gewährleisten und vor allem um Schlangen vor der Kasse zu vermeiden, führten die Gießener Bäder ein Online-Ticket ein. Mit großem Erfolg: „Wir haben aus dem Stand deutlich mehr als 10.000 Eintrittskarten über diesen neuen Vertriebskanal verkauft“, freut sich Uwe Volbrecht. Die Entscheidung für das Online-Ticket dürfte sich zudem in Zukunft als richtig erweisen. Denn noch in diesem Jahr werden die Gießener Bäder das System auch für andere Angebote nutzen – etwa im Wellness- und Fitnesssektor. „Immer dann, wenn Termine nötig sind, bietet die Online-Buchung unseren Badegästen viele Vorteile“, kündigt Uwe Volbrecht an.

Licht und Schatten
Wenn Uwe Volbrecht die vergangenen Wochen bewertet, spricht er von einer „ambivalenten Saison“. Und damit meint er nicht nur die Bilanz. Tatsächlich bewegten sich alle Beteiligten – Badegäste wie Personal – permanent auf einem extrem schmalen Grad. Mit dem Sicherheitsbedürfnis sowie den damit verbundenen Hygieneregeln auf der einen und der sorglosen Freizeitgestaltung auf der anderen Seite. Auch hier fällt das Fazit von Uwe Volbrecht grundsätzlich positiv aus: „Bis auf wenige Ausnahmen haben sich die Badegäste der Situation entsprechend verantwortungsvoll verhalten, Verständnis gezeigt, aufeinander Rücksicht genommen und trotz allem ihren Spaß gehabt.“

Auf absehbare Zeit planen die Gießener Bäder mit dem Virus. In den Hallenbädern bleiben die geltenden Beschränkungen bis auf Weiteres bestehen. „Selbstverständlich passen wir alle Maßnahmen permanent an die aktuelle Situation an“, verspricht Uwe Volbrecht. Ab Oktober wird es wieder Kurse geben – natürlich auch unter Pandemiebedingungen, also mit weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmern als üblich.

Darüber hinaus hat das Team um Uwe Volbrecht bereits die Freibadsaison 2021 auf dem Schirm. Erklärtes Ziel ist es, im kommenden Sommer die Freibäder in Kleinlinden und Lützellinden wieder zu öffnen. „Wir arbeiten gerade daran, die Personaldecke und die Organisation so anzupassen, dass wir im nächsten Jahr in allen Freibädern Besucherinnen und Besucher unter Corona-Bedingungen empfangen können“, ergänzt Uwe Volbrecht.

Aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten, geltenden Beschränkungen der Besucherzahlen, Kursen und mehr gibt es unter www.giessener-baeder.de oder auf www.facebook.com/giessenerbaeder.

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