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Einladung zum Besuch des Dannenröder Forsts - Kein Ausbau der A49

Gießen | Gerhard Keller, aktiv bei Extinction Rebellion und in der Arbeitsgruppe Solar im Bündnis 2035Null, lädt zu einem Besuch des Dannenröder Forsts ein:

"Wir Gießener haben einen zweiten Hambacher Forst vor unserer Haustür: 38 km von Gießen befindet sich der Dannenröder Forst (bei Homberg / Ohm). Die A 49 soll weitergebaut werden, 100 Hektar Mischwald mit bis zu 300 Jahre altem Baumbestand sollen gerodet, ein Wasserschutzgebiet zubetoniert und tief gegründete Konstruktionen für eine 460 Meter lange Brücke in den Wald und über das ihn begrenzende Gleental gebaut werden. Im weiteren Umfeld wird der Maulbacher Wald, der Herrenwald und weitere zerschnitten und geschädigt. Auch die Gießener Trinkwasserversorgung ist durch das Bauprojekt der Autobahn und der Brücke beeinträchtigt. Informationen dazu bei der Gießener Allgemeinen: "Großprojekt bringt "hohes Risiko" für Wasserversorgung im Kreis Gießen"

Mehr über...
Seit dem 01.10.2019 wird am Sportplatz Dannenrod, direkt am Dannenröder Forst gelegen, eine Mahnwache durchgeführt. Und seitdem haben Naturschützer den Wald besetzt, um eine Rodung zu verhindern. Ich war bereits einmal zu einem Waldspaziergang dort und war wirklich beeindruckt von der Schönheit dieses Waldes und vom Engagement der Naturschützer. Ich würde nun gern mit möglichst vielen Gießener*innen den Dannenröder Forst besuchen und die Waldbesetzer unterstützen. Es erwarten Sie Informationen zu folgenden Themen: Wasserversorgung, Ausmaß der Naturzerstörung, Möglichkeiten der Unterstützung, etc...
Der Besuch wird am Sonntag, den 30. August stattfinden. Treffpunkt ist um 13 Uhr an der Mahnwache am Dannenröder Forst. Interessierte bitte ich, sich per Mail zu melden: GerhardKeller@gmx.net.

Schöne Grüße
Gerhard Keller"

Zur Petition: "Ausbaustopp A49: Rettet den Dannenröder Forst und Herrenwald!"

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Kommentare zum Beitrag

Christine Stapf
8.211
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 06.08.2020 um 22:15 Uhr
Es muss aber auch an die Menschen gedacht werden die durch den Ausbau mehr Lebensqualität erhalten, da dann nicht Tag und Nacht der Schwertransport vor ihrer Haustür rollt. Wie immer im Leben hat alles zwei Seiten.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.08.2020 um 07:49 Uhr
So ist es Frau Stapf. Ich kann die Anwohner verstehen. Für Aktivisten oder Baumbesetzer/Waldbesetzer habe ich da schon etwas weniger Verständnis, besonders wenn sie nicht dort wohnen und aus ganz Deutschland kommen um dort den Betrieb lahm legen. . Natürlich ist es wichtig Wald und Natur zu erhalten man muss aber abwägen. Der Ausbau muss kommen.....ich denke da eher an die Menschen und deren Lebensqualität. Es wird auch sicherlich genug Ausgleichsfläche für die Bäume geben.
Christine Stapf
8.211
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 07.08.2020 um 09:47 Uhr
Jetzt in Coronazeiten hört man den Ruf "Grundrechte".
Im GG Artikel 2 ist es auch ein Grundrecht körperlich unversehrt zu sein.
Der Beitrageinsteller würde sich wundern was Betroffene zu berichten haben.
Herr Büttel Ihrem Kommentar kann ich nur zustimmen, denn ich glaube nicht das dem Aufruf Menschen folgen, die in den Dörfern wohnen wo Tag und Nacht der Verkehrslärm an ihrem Haus vorbeirollt.
Rainer Römer
1.796
Rainer Römer aus Gießen schrieb am 07.08.2020 um 13:49 Uhr
Tja, klar sind die Anliegen der von Verkehrslärm betroffenen Menschen mehr als ernst zu nehmen. Aus diesem Grund ist eine Verkehrswende bitter notwendig. Ich halte den Neubau einer Autobahn aber für einen Fehler und für eine Zementierung der bestehenden Verhältnisse. Eine Vielzahl von Maßnahmen sind notwendig, eindeutig zu Lasten des Autoverkehrs. Das funktioniert nur mit weniger Autos und weniger gefahrenen Autokilometern.

Weiterer Straßenbau erzeugt mehr Verkehr. Es macht keinen Sinn, die Natur zu zerstören und neue Straßen zu bauen, wenn man anschließend den Individualverkehr senken möchte. Wer leistungsfähige Straßen baut, fördert aber den motorisierten Individualverkehr. Will man diesen Zuwachs stoppen, darf man keine neuen Straßen mehr bauen. Geplant ist aber genau das Gegenteil. Eine Entlastung der Anwohner ist von Lärm und Gestank kann m. E. nur durch eine umfassende Verkehrswende erreicht werden.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.08.2020 um 17:42 Uhr
Mit der Verkehrswende haben Sie vollkommen Recht die muss kommen. Nur wird das noch viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Das Gefälle oder der Kontrast zwischen Stadtbewohner/Bewohner von Ballungsräumen zur Landbevölkerung ist einfach viel zu Groß. Bis in einigen ländlichen Regionen auf den PKW verzichtet werden kann wird noch viel Zeit ins Land gehen. Daher muss man auch noch neue Straßen bauen und erweiteren damit dieses Bevölkerunggruppen nicht noch weiter abgehängt werden. Bis die Verkehrswende dort ankommt, ist keiner von den jetzigen Lesern mehr auf diesem Planeten . Solange der ÖPNV so schlecht ist setze ich lieber auf das Auto. Ich bin fast 20 Jahre mit dem Zug nach Frannkfurt gefahren, seit 2 Jahren fahre ich wieder mit dem Auto. Selbst ein Stau ist besser als der Transport von uns Pendlern. So lange das so bleibt setze ich auf das Auto. Ich bin daher ein klarer Befürworter auch dieser Autobahn.......im Sinne der Menschen die dort wohnen und der Berufstätigen die auf das Auto angewiesen sind. Es ist richtig die Verkehrwende muss kommen aber es ist utopisch dies in den nächsten Jahren zu erwarten.
Gerhard Keller
17
Gerhard Keller aus Gießen schrieb am 07.08.2020 um 22:48 Uhr
Einigen Aussagen von Herrn Büttel kann ich voll zustimmen, dass z. B. der ländliche Raum mit dem ÖPNV absolut schlecht versorgt ist und dass dies dringend geändert werden muss.
Ich sehe auch ganz klar den Zielkonflikt zwischen der unerträglichen Belästigung der Anwohner von stark befahrenen Bundesstraßen und dem Naturschutz. Diese Sorgen werden von den Gegnern der A49 ausdrücklich anerkannt. Im "Dannenröder Appell" ist dies nachzulesen: https://www.stopp-a49-verkehrswende-jetzt.de/alternativen-dannenr%C3%B6der-appell/. Allerdings frage ich mich, warum viele Menschen, die so von dem Verkehr vor ihrer Haustür mit Recht völlig genervt sind, immer noch offenbar mehrheitlich Parteien wählen, die weiterhin auf den Autoverkehr setzen.
Ich habe größten Respekt vor Menschen, die sich mit Mitteln des gewaltfreien zivilen Ungehorsams für die Erhaltung unser aller Lebensgrundlagen einsetzen. Ein gutes Beispiel dafür stellt der Hambacher Forst dar, der nur deswegen heute noch steht, weil es Menschen gibt, die sich gewaltfrei der Räumung widersetzt haben.
Bernt Nehmer
2.461
Bernt Nehmer aus Hungen schrieb am 08.08.2020 um 11:43 Uhr
Ich als Rollstuhlfahrer möchte mich informieren, um eventuell ein Verkehrswege Konzept in Hungen anzuregen. Wer könnte mit mir eine Verabredung für den Sonntag zur Mahnwache organisieren?
Elke Jandrasits
1.400
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 08.08.2020 um 17:53 Uhr
http://www.stopp-a49-verkehrswende-jetzt.de/alternativen-dannenr%C3%B6der-appell/
Hier der Link von Herrn Keller zu den Alternativvorschlägen zur Streckenführung noch mal zum Anklicken. Da werden sehr wohl auch die Interessen der AnwohnerInnen der Ortsdurchfahrten berücksichtigt.

Und keineswegs sind das alles ortsfremde Demonstranten. Der Protest gegen den Autobahnbau begann vor Jahrzehnten, als die heutigen WaldbesetzerInnen nicht mal auf der Welt waren.

Wird diese Autobahn durch den Dannenröder Forst gebaut, und es stellt sich später heraus, dass die Bedenken bezüglich der Trinkwasserversorgung berechtigt waren, ließe sich dies nicht mehr korrigieren. Und verantwortlich wäre dann wie üblich niemand, weder die beteiligten Unternehmen und GutachterInnen noch die Politik, die an einem Projekt festhält, das auf längst veralteten Planungen beruht.

Der Vogelsberg liefert Trinkwasser bis ins Rhein-Main-Gebiet, und die Versorgung kommt bereits jetzt in Trockenphasen an ihre Grenzen. Die Versiegelung von Böden, und damit die Vernichtung von gewachsenen Biotopen, für Straßen, Parkplätze oder Bebauung muss begrenzt werden, wenn wir auch in einigen Jahrzehnten noch angenehm in Deutschland leben wollen. Solche Eingriffe können mit "Ausgleichsmaßnahmen" nicht aufgewogen werden.

Die BefürworterInnen sind dann vielleicht 10 Minuten schneller in Frankfurt, und es ist ein wenig ruhiger in der Ortsdurchfahrt.
Doch es werden andere Menschen einen unmittelbaren Verlust an Lebensqualität haben, nämlich diejenigen, die an der geplanten Trasse wohnen und bisher in und mit intakter Natur wohnen und arbeiten.

Und für alle Menschen ist es ein weiteres Puzzlestück, unser aller Lebensgrundlagen zu vernichten. Wir sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen, jede/r verursacht nur ein paar kleine Späne, nicht der Rede wert...
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