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Überlebende des NS-Völkermords an Juden rufen Mark Zuckerberg zum Handeln auf

"Evas Geschichte" geht dort weiter, wo Anne Franks Tagebuch abbricht. Die Autobiografie beschreibt nicht nur Evas Überleben, sondern auch, wie der Holocaust teils versteckt, teils offen bis heute noch einfach geleugnet oder marginalisiert wird. Dagegen w
"Evas Geschichte" geht dort weiter, wo Anne Franks Tagebuch abbricht. Die Autobiografie beschreibt nicht nur Evas Überleben, sondern auch, wie der Holocaust teils versteckt, teils offen bis heute noch einfach geleugnet oder marginalisiert wird. Dagegen w
Gießen | Aktion gegen Holocaust-Leugnung auf Facebook
Die Nachrichtenagtentur AFP und das ZDF berichten, dass Holocaust-Überlebende eine Kampagne gegen jene Botschaften im Onlinenetzwerk Facebook gestartet haben, in denen der von den Nazis verübte Völkermord an Juden geleugnet wird. In zahlreichen Videobotschaften fordern sie Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf, derartige Inhalte zu entfernen. Die ca. 30 Sekunden langen Videos werden unter dem Schlagwort "#NoDenyingIt" ("Es lässt sich nicht leugnen") auf Onlineplattformen wie etwa Instagram und Twitter, aber mittlerweile auch auf Facebook veröffentlicht.
An der Kampagne beteiligt ist mit Brunnen-Autorin und Anne Franks Stiefschwester Eva Schloss eine der weltweit bekanntesten Holocaust-Überlebenden: "Ich habe meine ganze Familie verloren. Viele, viele Familienmitglieder. Es lässt sich nicht leugnen! Entfernen Sie Holocaust-Leugnungen von Facebook!", fordert sie Zuckerberg in ihrem Video auf. Eva Schloss hat ihre bewegende Autobiografie als Auschwitz-Überlebende unter dem Titel „Evas Geschichte“ in dem Gießener Verlagshaus in zahlreichen Auflagen publiziert und wird von zahlreichen Holocaustleugnern seit Jahren aktiv angegangen.
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Zuckerberg, selbst Jude, steht seit 2018 in der Diskussion mit Betroffenen, weil er sich gegen die Entfernung von Holocaust-Leugnungen auf Facebook aussprach. Er argumentierte damals, Facebook wolle Inhalte nicht einzig deshalb entfernen, weil sie von der Faktenlage her falsch seien.
Zuckerberg nannte seinerzeit die Postings, in denen der Mord an sechs Millionen Juden geleugnet wird, einerseits "tief beleidigend". Andererseits argumentierte er jedoch, die Leugner verbreiteten nicht "absichtlich" Fake News.
Seitdem steht Facebook unter ständig wachsendem Druck, gegen faktenleugnende Inhalte sowie Hass und Hetze auf seinen Seiten vorzugehen. Derzeit läuft ein weltweiter Werbeboykott gegen das Unternehmen, mit dem zahlreiche Großunternehmen die Beseitigung solcher Inhalte erreichen wollen. Die jetzige Aktion der Holocaust-Überlebenden sei da ein weiterer Diskussionsbeitrag, den Facebook bei seinen Überlegungen beachten will, hieß es vonseiten der Onlineplattform.

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von:  Ralf Tibusek

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