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Kastenhaltung der Schweine - Die Nachfrage regelt das Angebot

Gießen | Vor wenigen Monaten wurde das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration auf Anfang Januar 2021 verschoben. Dass nun die tierquälerische Kastenhaltung für Schweine um acht weitere Jahre verlängert wurde, ist schrecklich - wie die gesamte industrielle Tierproduktion und -verwertung. Entsetzlich ist, dass die Nutztiere ihr kurzes Leben in Enge, Stress, teilweise Angst und Schmerzen verbringen müssen, um dann, ohne das Sonnenlicht gesehen zu haben, im Akkord am Fließband geschlachtet zu werden - und unfassbar ignorant unser aller Wegschauen, was den eigenen Speiseplan angeht. Wer wollte sich angesichts der schlimmen Zustände nicht über die Tönniesse, Lobbyisten und Politiker empören - um im nächsten Moment gedankenlos in die nächste Bratwurst zu beißen, als hätte diese damit nichts zu tun.
Wo steht eigentlich geschrieben, dass sich fast täglich Fleisch auf dem Teller zu befinden habe und dieses weniger kosten muss als eine Tafel Schokolade? Und ist es ein Naturgesetz, dass Vegetarisches oder Veganes auf heimischen Speisekarten und in den meisten Kantinen eher ein Kümmerdasein führen müssen?
Kein Tierfreund möchte die Tiere leiden und angstvoll sterben sehen. Aber Wegschauen hilft nicht!!
Es ist an uns, den Zuständen ein Ende zu bereiten - als erstes könnten wir ab sofort aufhören Qualfleisch zu kaufen oder auswärts zu verzehren! Wie war das noch: die Nachfrage regelt das Angebot!

Tierschutzverein Gießen und Umgebung e.V.
Vixröder Straße 16
35396 Gießen
Telefon: 0641/5 22 51
http://www.tsv-giessen.de
E-mail: info@tsv-giessen.de

 
 

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Kommentare zum Beitrag

Christine Stapf
8.244
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 06.07.2020 um 21:07 Uhr
" Wo steht eigentlich geschrieben, dass sich fast täglich Fleisch auf dem Teller zu befinden habe und dieses weniger kosten muss als eine Tafel Schokolade" ?

Das ist eine brechtigte Frage. Solange ein Großteil der Menschheit täglich Fleisch und Wurst auf dem Teller haben will, wird sich leider nicht viel ändern.

Nicht jedem ist Qualität wichtiger als die Quantität. Und allen die jetzt mit dem Spruch kommen, auch Menschen mit weniger Geld müssen sich Fleisch leisten können sei gesagt, aber nicht täglich.

Die vielen und immer mehr auftretenden Zivilisationskrankenheiten bei einer mehr als üppigen Ernährung spricht Bände.
Otmar Busse
929
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 07.07.2020 um 09:27 Uhr
Es ist pervers ... sie stehen an ihrem teuren Super Deluxe - Grill und auf dem Rost bruzzelt die Billigwurst zu der eine Flasche Dornfelder für 99 Cent gereicht wird. Die Werte sind total verschoben und nur wenige Verbraucher fragen sich ... wie können Produkte, ob Fleisch, Wurst oder Wein, überhaupt zu solchen Preisen produziert werden ?
Aber, und da greife ich auf die Überschrift des Artikels zurück ... die Nachfrage regelt das Angebot. Und hier sind wir ALLE gefragt.
Elke Jandrasits
1.424
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 08.07.2020 um 18:36 Uhr
In diesem Zusammenhang sehr lobenswert, dass die Tierheim-Aktiven auch eigenes Verhalten hinterfragt haben und anders als in der Vergangenheit beim Sommerfest keine fleischhaltigen Speisen mehr angeboten wurden.

Leider haben heimische VerbraucherInnen nur eingeschränkt Einfluss auf die Produktion. So ging in den letzten Jahren der Schweinefleischkonsum in Deutschland zurück, trotzdem wurde die Produktion erhöht und teilweise exportiert.

Es ist zynisch, diese Billigproduktion damit zu begründen, dass sich auch Geringverdienende Fleisch leisten können sollen. Die Qualität kann nur minderwertig sein.

Stattdessen müsste der Anspruch sein, dass auch das günstigste Fleischangebot nicht aus Massentierhaltung stammen darf und die Lieferketten transparent angegeben werden müssen. Natürlich würden Fleisch und Wurst hierdurch teurer werden. Dann wäre aber endlich eine vernünfte Relation zu den Preisen pflanzlicher Lebensmittel gegeben. Und regionale Anbieter wären konkurrenzfähiger.

Eine verbindliche Kennzeichnung der Haltungsform und Herkunft auch bei Fleisch und Wurst in Restaurants, Fertiggerichten und Kantinen würde viel bewirken. Die Kennzeichnungspflicht der Haltungsform und Herkunft bei Eiern hat es vorgemacht. Wenn ich auf der Verpackung schon eindeutig sehe, was ich bekomme, habe ich eine echte Wahlmöglichkeit.
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