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„Ene mene muh – und raus bist Du!“

Gießen | Wie eben im Radio zu hören, ist Clemens Tönnies als Aufsichtsratsvorsitzender zurückgetreten. Es gab Proteste von über 1000 Fans, bildeten sie unter Einhaltung der Hygienevorschriften eine Menschenkette am Vereinsgelände, und forderten den Rücktritt von Tönnies. Schalke sei kein Schlachthof so die Demonstranten. Schalke 04, ein Malocher- und Kumpelclub schäme sich für seinen Aufsichtsratsvorsitzenden, welcher es zugelassen hatte das erbärmliche Zustände für Mensch und Tier geschaffen wurden.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, das Clemens Tönnies auch juristisch für die üblen Zustände in seinem Werk belangt wird. Was die Finanzen von Tönnies betreffen, so wird er sich nur eins grinsen, zählt er mit 1,99 Milliarden Euro zu den reichsten Menschen in Deutschland. Schmutziges Geld, erworben durch das Leid der Arbeiter und Tiere.
In einer Fernsehsendung hörte ich in der letzten Woche, das der Landrat von Gütersloh Sven-Georg Adenauer alle Kosten im Zusammenhang mit Corona im Kreis Gütersloh, für die Massentestungen usw. Herrn Tönnies in Rechnung stellen wird. Sven-Georg Adenauer ist ein Enkel von Konrad Adenauer, unserem ersten Bundeskanzler von 1949 - 1963

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Kommentare zum Beitrag

Karl-Ludwig Büttel
3.835
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 30.06.2020 um 18:45 Uhr
Als Aufsichtsratsvorsitzender ist er raus, dass ich auch richtig so. Leider ist das Ganze aber nur Scheinheilig. Schalke ist gar nicht in der Lage auf sein Geld zu verzichten. Auch die Fans werden sich wieder hinter ihn stellen wenn sie merken wer seit 1994 den Verein am Leben erhält. Eine andere Möglichkeit ist natürlich Aufgrund der bescheidenen finanziellen Situation hat er jetzt ja einen trifftigen Grund sich zurückziehen und den Geldhahn abzudrehen. Er sucht sich ein neue Spielwiese für sein Geld und der Arbeiter und Malocher Verein geht in die Insolvenz. Man darf gespannt sein wie es weiter geht. Diese jetzt streikenden Fans überzeugen mich nicht, gab es doch immer wieder Betriebsbesichtungen und Hinweise auf die Fabriken von ihrem Wohltäter, dessen Kohle man immer gerne im Pott genommen hat..........
Ob der Landkreis oder das Land von ihm Geld sehen, werden Gerichte entscheiden...sonst müssten sie sich selbst bestrafen oder nimmt man an die kannten die Arbeitsbedingungen seit Jahren nicht????? Wo waren dann die vorgeschriebenen Kontrollen???? Fragen über Fragen.......ich denke es wird Gras darüber wachsen....es wird eine Pseudostrafe geben und er wird Ehrenpräsident auf Schalke :) ich bin wirklich gespannt ob sich etwas ändert.......
Stefan Walther
4.769
Stefan Walther aus Linden schrieb am 30.06.2020 um 23:00 Uhr
Viel Spekulation Herr Büttel. Eine weitere von mir: wussten die Schalker Fans tatsächlich schon vorher genau von den Zuständen im Tönnies Betrieb? Ich bezweifle das, denn so scheinheilig verhalten sich normaler Weise echte Fans nicht, vor allem nicht wenn sie aus dem Pott kommen!?
Und warum sollte sich nicht ein neuer Sponsor finden um den Traditionsverein - natürlich in "seinem Sinn" - am Leben zu erhalten?
Ja klar, auch alles nur Spekulation... aber gut erstmal dass Tönnies weg ist!
Karl-Ludwig Büttel
3.835
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 01.07.2020 um 08:00 Uhr
Natürlich viel Spekulation...…
Sponsoren haben die ja, Gasprom zum Beispiel aber die sind auf Jahre im voraus verschuldet, dass ist aber ein ganz anderes Thema.
Scheinheilig sind Fans nicht, aber für ihren Fußball vergessen sie schnell und setzen andere Maßstäbe an.
Wie Sie aber schreiben, alles erstmal Spekulation und er ist weg das ist gut ....wie lange oder wohin......wieder Spekulation :)
Otmar Busse
916
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 01.07.2020 um 13:19 Uhr
Von welchem Wert sind Betriebsbesichtigungen, Herr Büttel?
Vermutlich bekamen die Besichtiger*innen am Ende, nachdem sie ohnehin nur den vorzeigbaren Bereich gesehen hatten, noch ein fettes Wurstpaket in die Hand gedrückt und alles war gut. Das wirkliche Leid und Elend wird man ihnen nicht gezeigt haben.
Ich kenne aus meinem Berufsleben Betriebsbesichtigungen, wo Fässer, deren Beschriftung für die Besucher gewisse Schlüsse hätte geben können, vorher aus den Produktionshallen entfernt wurden und sogar die Produktionslinie auf die harmlose Variante gefahren wurde.
Was ich sagen will ... das ist häufig nur Augenwischerei und Politur fürs Image.
Christine Stapf
8.036
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 01.07.2020 um 14:19 Uhr
Von 10/1969 – 5/1972 lebte ich im Pott und habe die Menschen dort gradlinig, offen und ehrlich erlebt. Sagen was man denkt ohne Umschweife, nicht hinter dem Rücken. Deshalb hoffe ich einmal, dass die Fans auch zu ihrem Wort stehen. Noch heute habe ich freundschaftliche Kontakte, meine Leute wohnen in Essen.
Was die Mentalität der Pottler betrifft, so war es, als ich mit 17 Jahren ins Hessenland kam schon ein Kontrastprogramm, hatte ich mir die Ruhrgebietsmentalität zu eigen gemacht. Aber das ist ein anderes Thema :-)

Herr Büttel ich hoffe doch sehr das die Fußballfans nicht so verlogen sind und Clemens Tönnies wieder eine andere Tür öffnen.

Stefan ja egal zu welchem Thema, es wird immer Spekulationen geben. Ich finde es wichtig, dass nun Dauerhaft in dieses Werk geschaut wird, um ein weiteres Elend für Mensch und Tier zu verhindern.
Bei den Herrschaften von Schalke 04 hoffe ich, dass sie sich einen anderen Geldgeber suchen, um sich in Zukunft im Spiegel anschauen zu können.

Herr Busse, leider haben Sie mit Ihren Schilderungen voll ins Schwarze getroffen, war dieses Elend im Werk schon seit 2007 öffentlich gemacht worden. So manche Wurst- und Fleischpakete brachten eine freundschaftliche Stimmung, Kontrolle beendet.
In Zukunft wird das Amt genau hinsehen müssen, da jetzt zu viele von dem Handeln bei Tönnies erfahren haben. Das europäische Ausland soll den Meldungen nach auch nicht verstanden haben, dass Deutschland mit den rumänischen Arbeiterin so umgegangen ist, und das in diesem korrekten, reichen Land.

Warten wir einmal ab was in naher Zukunft zu hören ist. Ich für meinen Teil denke immer an gute Entwicklungen, schlechte kommen von alleine :-)
Christine Stapf
8.036
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 01.07.2020 um 16:59 Uhr
Eben bei GMX gelesen. Schalke 04 auch ohne Tönnies vor der Pleite ?

Das andere ist ein Verein, der unter der Last von rund 200 Millionen Euro Verbindlichkeiten nahezu erstickt. Eine Zahl, die bereits vor der Coronakrise ausgewiesen wurde und in einigen Monaten noch einmal sprunghaft nach oben korrigiert werden muss.

Ein Verein, der in dieser Saison zum dritten Mal in vier Jahren den Einzug in den Europapokal verpasst hat. Der keinerlei sportliche Entwicklung mehr nachweisen kann, abgehängt wurde von den Bayern und dem Erzrivalen Borussia Dortmund, aber auch Leipzig ist vorbeigezogen, Gladbach arbeitet besser und seriöser, Leverkusen nicht zu vergessen.

http://www.gmx.net/magazine/sport/fussball/bundesliga/clemens-toennies-schalke-34841534
Bernt Nehmer
2.366
Bernt Nehmer aus Hungen schrieb am 02.07.2020 um 09:17 Uhr
Frau Stapf, dass Sie sich sogar in Fußball auskennen, verdient Respekt von einem bis lang Interesselosem.
Kurt Wirth
2.916
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 02.07.2020 um 19:19 Uhr
Mir liegt die Welt des Profi-Fußballs auch sehr fern. Kann man Schalke heutzutage noch als "Malocher- und Kumpelklub" bezeichnen? Was dem FC Bayern München sein kriminell gewordene Finanzspekulant Uli Hoeneß (zufällig auch in der Fleischbranche als Würstchenproduzent verwurzelt) war, ist für Schalke 04 sein Tönnies. Hat m.E. mit Sport nicht viel zu tun, ist ein Riesengeschäft - das wie alle Geschäfte auch mal schief gehen kann. Wenn der Schlachthof Tönnies und Schalke 04 in der bisherigen Form von der Bildfläche verschwinden würden - meinen Segen hätten sie.

(Nebenbei: Der Schlachthof "Allgäu-Fleisch" in Kempten ist auch eine Tönnies-Niederlassung. Ist seit ein paar Wochen auch geschlossen. Nicht wegen Corona-Fällen, sondern weil hier täglich ca. 300 Rinder nur geschlachtet wurden und zur weiteren Zerlegung Verarbeitung über 600 km nach Rheda-Wiedenbrück gekarrt wurden um dann verpackt und verkaufsbereit wieder im Allgäu bei Aldi, Lidl usw. in den Läden zu landen. Da nun in Rheda-Wiedenbrück alles gestoppt wurde, kann man auch keine toten Tiere mehr dorthin transportieren und hat eben auch den Kemptener Schlachthof geschlossen. Bei den Rindern kann dieser Stau offensichtlich von den Bauern und durch Ausweichen auf andere Schlachthöfe noch aufgefangen werden, bei den Schweinen scheint das allerdings komplizierter zu sein. Die müssen beim Erreichen des entsprechenden Gewichtes anscheinend schnell geschlachtet werden.)
Karl-Ludwig Büttel
3.835
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 03.07.2020 um 07:54 Uhr
Die Clubs Herr Wirth bestehen ja nicht nur aus den Spielern, sondern haben in den meisten Fällen eine traditionelle Fankultur rund um diesen Verein. In der Veltins Arena wird noch heute von 50000 Menschen vor jedem Spiel das Steiger Lied gesungen. Die Menschen rund um den Schalker Fußball sind ihrer Herkunft und Tradition sehr verbunden. Über die Finanzwelt rund um den Fußball kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Die Spieler selber betreiben diesen Sport weil sie das entsprechende Talent besitzen und werden entsprechenden der Marktbedingungen durch ihre Manager oder Spielervermittler vermarktet. Es ist in meinem Empfinden wie mit allem in einer freien Marktwirtshaft solange das Angebot angenommen wird regelt der Markt die Bedingungen und den Preis. Die Fans sind bereit die Preise für Liveübertragungen, TV-Gelder und Eintrittsgelder, für Trikots und sonstige Artikel rund um die Vereine zu bezahlen. Solange das so ist wird Fußball eine riesen Geschäft bleiben......und jetzt zurück zu Tönnies, solange Menschen billiges Fleisch oder billige Wurst vermehrt kaufen wird es solchen Unternehmen geben. Man kann auch nicht alles durch Verbote und Erlasse staatlich regeln, wie immer mal gefordert….ein bisschen Eigenverantwortung sollte man den Menschen schon zutrauen und auch überlassen. Auch wenn das Ergebnis einem selber nicht immer gefällt. So gibt es andere, die damit sehr gut leben und umgehen können. Es wird jetzt ein paar neue Bemühungen der Politik geben ...ob sich viele ändert?, ich bin gespannt.
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