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Vielleicht bringt Corona positive Veränderungen

Gießen | Vielleicht sind Kreuzfahrtschiffe nicht mehr in Massen unterwegs, die Meeresbewohner erhalten ihren Wohnraum zum Teil zurück.

Vielleicht steigt der Mensch nicht für eine Tagestour in den Flieger, für die Umwelt.

Vielleicht lassen sich Menschen nicht weiterhin zum Handlanger der Wirtschaft machen, ist unser Leben vom Wachstum und Konsum wirklich so abhängig, geht es nicht auch bescheidener ?

Vielleicht haben Eltern durch die Kindergarten- und Schulschließung die Chance gehabt ihre Kinder besser kennenzulernen, was durch Berufstätigkeit und Ganztagseinrichtungen ja nicht immer gewährleistet ist.

Vielleicht wollen die Menschen auch keine Veränderungen, immer im gleichen Fahrwasser schwimmen was natürlich fatal wäre.

Vielleicht ist die Coronakrise auch eine Chance einen größeren Blick auf unsere Welt – Umwelt zu haben, hat sich die Erde weltweit durch die Einschränkungen der Menschen doch etwas erholt, Flora und Fauna konnten teilweise aufatmen.

Vielleicht werden wir langsam wach das egoistische Verhalten zu ändern, da diese Welt für unsere Kinder und Kindeskinder erhalten werden muss.

Vielleicht bringt diese negative Zeit mit ihren Einschränkungen schrittweise positives für alle, für die Gesellschaft.

Vielleicht ist es auch nur ein Wunschdenken.

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Kommentare zum Beitrag

13
Jörg Nachtigall aus Gießen schrieb am 05.06.2020 um 16:18 Uhr
Diese Gedanken hatte ich auch schon und ich glaube durchaus, dass einige dieser positiven Veränderungen eintreten werden. Die Frage ist allerdings, wie nachhaltig die eingegtretenen Verhaltensänderungen sind und ob sie nicht schnell wieder verpuffen, wenn sich die Welt wieder im "Normalmodus" befindet.
Klaus Viehmann
1.391
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 05.06.2020 um 16:39 Uhr
Statt vielleicht können sie ein NEIN setzen, vielleicht sind einige der Punkte, Anliegen für kurze Zeit etwas besser.
Christine Stapf
8.236
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 05.06.2020 um 16:52 Uhr
Ich persönlich fände es sehr traurig, würden die Menschen aus der Zeit der Pandemie nichts gelernt haben. Hatte sich doch von jetzt auf gleich alles geändert, was durch andere Ursachen schnell wieder kommen könnte.
Ilse Toth
38.755
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.06.2020 um 17:50 Uhr
Christine, der Mensch ist vergesslich. In dieser Zeit der Pandemie wollen bestimmt viele alles besser machen, ihr Leben verändern, wenn sie heil aus der Coronakrise kommen.
Aber es wird ein Wunschdenken bleiben. Die Menschen werden nicht mehr daran denken, wie klein und hilflos wir eigentlich sind.
Martin Wagner
2.710
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 05.06.2020 um 18:35 Uhr
Danke Frau Stapf, dass Sie Ihre Gedanken in eine so sich-selbst-hinterfragender Form (vielleicht...... vielleicht ..... etc.) gegossen haben.

Sie ermöglicht - so denke ich - dass viele Mitbürger sich angesprochen fühlen.

Ich selber bin was die Lernfähigkeit der meisten Mitbürger in allen Menschen bedrohenden Krisenzeiten betrifft eher skeptisch.

Mein Vater z.B. hatte nach dem Krieg kurze Zeit damit geliebäugelt sich in die Lokalpolitik einzubringen. Aber er hat dann davon Abstand genommen, als er in seinem direkten Umfeld gesehen hat, dass die Schwüre gegen Kriegsende "... so etwas darf nie wieder geschehen ...." leere Lippenbekenntisse geblieben sind.

Die gröbsten existanziellen Nöten waren abgestellt, da interessierte die allermeisten Mitbürger nur noch ihr eigenes Wohlergehen.

Frau Stapf vielleicht lohnt es sich jenseits von irgendwelchen politischen Konstellationen* Mitbürger am ersten Jahrestag (müßte der 15 oder 16.März 2021 sein) zu einer offenen Diskussion in einem Saal einzuladen. ** Keine Referenten*** oder so etwas, sondern nur die Frage: Haben wir aus dem Ereignis gelernt?

So ein offener Dialog muss nicht ergebnislos enden; wenn es gut läuft, dann kann die Versammlung am Ende per Handzeichen eine spontan formulierte 2 bis 3-Satz-Erklärung verabschieden. Die wiederrum kann über diverse Kanäle einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden.

* schwierig - nächstes Jahr ist Kommunalwahl

** natürlich nur, wenn bis dahin größere Versammlungn möglich sind

*** kurze Begrüssung und ein fähiger Moderator, der die Vielschwätzer nach vorher festgelegten Minuten bremst
Florian Schmidt
4.899
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 05.06.2020 um 22:51 Uhr
Ich befürchte der wunsch danach der Mensch könnte sich ändern ist leider unter keinem guten Stern angesidelt.

"Vielleicht steigt der Mensch nicht für eine Tagestour in den Flieger, für die Umwelt."

Seit ungefähr 14 Tagen hört man ja nur noch wie dem Teutonen 2020 der Urlaub verhagelt wird. Kaum ist die erste Lockerung da wird der breitgessene Masthintern auch schon hinter den Volant gepresst und die Fahrt geht nach Süden. Da kann mir keiner erklären dass die ersten Saufbomber nicht komplett ausgebucht sein werden, so sie wieder gen Mallorca abheben. Auch dann wenn der mitgelieferte Kater dann wieder in der heimischen Höhle abgegöbelt wird.
Nee von der Idee des Menschen als halbwegs intelligenten Säuger sollte man sich bei Zeiten verabschieden bevor die Enttäuschung gar so groß wird.
Bernt Nehmer
2.535
Bernt Nehmer aus Hungen schrieb am 06.06.2020 um 09:06 Uhr
Also die Idee von Herrn Wagner ist nicht schlecht. Man sollte sich die Empfehlungen des Aussenmin. anschauen und dann eigene Stellungnahmen veröffentlichen.
Martin Wagner
2.710
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 06.06.2020 um 18:02 Uhr
Herr Schmidt; sie schreiben hier in der Online - Ausgabe schon seit Jahren. Ihre sehr bissigen Kommentare dürften allseits bekannt sein. Ich bin ein etwas humorloser Mensch und ihre an bestimmten Briten geschulte Satire ist nicht mein Ding.

Was bisher aber nicht durchgescheint hat, ist ihr generelle Geringschätzung der Gattung Mensch. (....) "Menschen als halbwegs intelligenten Säuger" (....)

Ich bin nicht so schlau, dass ich mir eine philosophische Diskussion "was ist der Mensch?" zutraue, aber ich unterschreibe zumindest den Satz:
Der Mensch ist im Gegensatz zu Tieren in der Lage seine Situation zu analysieren und daraus für die Zukunft Handlungsperspektiven zu entwickeln.
Diese Definition ist gleichzeitig für Intelligenz verwendbar.
Stefan Walther
4.860
Stefan Walther aus Linden schrieb am 06.06.2020 um 19:10 Uhr
...und vor allen Dingen, passt auch hier wieder = "den" Menschen gibt es nicht!
Herr Schmidt, ich mag zwar schon hin und wieder Ihren deftigen Humor... aber Ihre generelle Skepsis und den massiv zynischen Kommentaren entnehme ich dass Sie aus irgendeinem Grund nur noch "von der Welt" enttäuscht sind, warum eigentlich?
Christine Stapf
8.236
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 07.06.2020 um 12:26 Uhr
Herr Wagner der Gedanke die Coronazeit in einer Versammlung zu besprechen finde ich sehr interessant. Ich glaube sogar, dass wir sehr überrascht wären, was die Menschen bewegt.

Herr Schmidt was Ihren Kommentar betrifft, erinnert er mich an ein verwundetes Tier, was um sich schlägt. In Ihrem Fall verbal, was es aber auch nicht besser macht.Natürlich wird es immer Menschen, ich behaupte sehr wenige, geben, denen alles wurscht ist. Die Mehrheit hat einen Selbsterhaltungstrieb, darauf bedacht das ihr Leben, solange sie es beeinflussen können, positiv und angenehm verläuft. So meine Wahrnehmung.
Karl-Ludwig Büttel
3.859
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.06.2020 um 12:44 Uhr
Ich kann die Kritik an Herrn Schmidt nicht nachvollziehen. Er ist finde ich sehr nahe daran uns Menschen zu beschreiben. Den Anspruch jeden Einzelnen dabei im Detail zu beschreiben ist damit sicherlich nicht gemeint. Natürlich kann man an der Intelligenz zweifeln, wenn man das Verhalten von uns sieht. Da nehme ich mich nicht aus und habe auch kein Problem damit. Die soziale Neigung das eigene Ich, ist meist über das Denken erhaben. Ich kenne tatsächlich niemanden der den Wunsch nach Veränderungen bereit ist zu gehen. Verbal sagen viele ja es muss sich etwas ändern, wir müssen aus der Situation lernen. Die Umsetzung findet schlicht nicht statt. Ich gehe sogar davon aus, dass das vor Corona langsam erreichte Umwelt-und Klimabewusstsein bei vielen wieder nachlässt, weil sie jetzt andere Sorgen und Nöte in den Vordergrund stellen. Das hat dann tatsächlich nichts mit Intelligenz zu tun sondern ist einfach nur Menschlich. Jeder will sehen wie er am Besten dabei durchkommt. Viele wollen nur einfach ihr Altes Leben zurück in dem sie Zufrieden waren, sie wollen an den Ballermann, ans Meer, die Welt erkunden. Ich war gerade gestern auf einer Feier von den diesjährigen Abiturienten........New Seeland, Australien, Asien usw. wann können wir endlich wieder fliegen bzw., hoffentlich klappt meine Tour die ich geplant habe, vorher dann mal nach Malle ist ja nicht das was man sich nach dem Abi so vorstellt. Das ist die Mehrheit der Jugend und nicht FFF......die Skepsis von Herrn Schmidt ist völlig angebracht er ist sicherlich einfach nur ein Realist. (In Bezug auf die Veränderungen). Ich persönlich bin nicht entäuscht da ich es auch nicht erwartet habe. Die Menschen Leben im hier und jetzt und nicht in der Vergangenheit oder Zukunft. Deshalb bin ich auch wohl ein sehr zufriedener Zeitgenosse und Blicke mit Opptimismus in Zunkunft.
Florian Schmidt
4.899
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 07.06.2020 um 15:26 Uhr
Wenn man sieht was für Massen sich zusammenrotten um gegen die doch eher milden Coronaschutzmassnahmen zu demonstrieren kommen mir immer die Worte aus den Grimmschen Märchen in den Sinn: "Ach wenn´s mich doch nur gruselte."
Wir haben hier in Deutschland wahrlich nahezu unsere Freiheiten behalten, konnten raus an die frische Luft, konnten ohne größere Einschränkungen und ohne Passierschein unsere Lebensmittel einkaufen und wurden nicht eingesperrt wie es in anderen Ländern passiert ist. Trotzdem gingen Menschen auf die Straße und sangen das Lied der angeblichen Dikatur in der wir uns befänden. Freilich ohne sich zu wundern nicht sofort ins Gulag verfrachtet worden zu sein, so ihre Worte verhallt waren. Wie es in echten Diktaturen wohl wäre würde man dies frei aussprechen.
Dann öffneten irgendwann die ersten Geschäfte wieder, viel früher als in anderen Ländern und das Gemecker hielt an. Angefacht auch durch Schnulzensänger mannheimer Provinienz und Gestrüppköche sowie nuschelnde Mimen mit Rotweinabusus deren Worte mitunter mehr galten als die der Virologen und Experten.
Der Umstand im Einzelhandel und ÖPNV zur Zeit Masken tragen zu müssen brachte manche Menschen dazu auf Plakaten den Spruch "I can´t breath" zu schreiben. Lustige Koinzidenz, das sind auch die Worte die ein sterbender verzweifelt herausbrüllte den man gerade wahrscheinlich wegen seiner Hautfarbe brutal erstickte.
Das sind für mich keine Anzeichen dafür dass der Mensch sich hier eine globale Katastrophe zum Anlass nimmt sein tun und handeln zu überdenken. Viel mehr glaube ich dass die Dummheit sicher gerade konzentriert und ungefiltert über uns kommt.

"Der Mensch ist im Gegensatz zu Tieren in der Lage seine Situation zu analysieren und daraus für die Zukunft Handlungsperspektiven zu entwickeln. "

Hier ist die Jugend übrigens richtig kreativ geworden. Kennt noch jemand das lustige Spiel "Happy Slapping" also wo man aus dem Lameng arglose Passanten niedergeschlagen hat? Nun die neue Variante besteht darin einfach mal Menschen ins Gesicht zu husten oder zu niesen und anschliessend Conona zu rufen.

Aber ich bin der Zyniker?
Karl-Ludwig Büttel
3.859
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.06.2020 um 19:36 Uhr
Sie haben es sehr gut beschrieben........ein Zyniker sind Sie nicht, eher eine Realist.....
Florian Schmidt
4.899
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 07.06.2020 um 20:56 Uhr
Herr Büttel, ich finde am Zynikern Dasein erstmal nichts schlechtes. George Carlin hat einmal gesagt: "In jedem Zyniker steckt ein enttäuschter Idealist"
Vielleicht könnte man auch Charles M. Schulz bemühen, den Erfinder der Peanuts mit seinem Zitat: "Ich liebe die Menschheit; es sind die Menschen die ich nicht ausstehen kann.-
Und es gibt ja durchaus Menschen die einem fast die hoffnung geben dass sich was ändert. Die Jugendlichen von "Fridays for Future", die FRIEDLICHEN Demonstranten gegen Polizeigewalt gegen Schwarze, die Menschen die ehrenamtlicher Arbeit leisten oder sich in sozialen Berufen engagieren obwohl sie die miese Bezahlung, die fiesen Arbeitszeiten und die geringen Karrieremöglichkeiten kennen. Einzelpersonen wie Rüdiger Nehberg oder Bill Gates.
Und dann sieht man aber auch wieder die Idioten die fast zur Misforke greifen weil ein Kinderchor einen umgedichteten Liedtext über eine fiktive Oma singen die in einem Hühnerstall Motorrad fährt. Man schaut nach Amerika und fragt sich was wohl in einem Land schief laufen muss um so einen Präsidenten zu wählen. Kurz bevor man sich dran erinnert dass es ja auch noch Boris Johnson und Jair Bolsonaro gibt die ebenfalls demokratisch gewählt wurden. Von unserem Ex GröFaZ mal ganz zu schweigen. Da kann man wirklich irgendwann seine Zuversicht verlieren.
Stefan Walther
4.860
Stefan Walther aus Linden schrieb am 07.06.2020 um 22:27 Uhr
@ Herr Schmidt
nur am Rande: Trump wurde nicht von der Mehrheit der Amerikaner gewählt...

also doch enttäuschter Zyniker? Nicht so wichtig, aber Sie sollten evt. mal genauer hinschauen wie viele Menschen sich wo und für oder gegen etwas engagieren ( und evt. sogar da oder dort selbst aktiv werden, falls Sie es noch nicht sind ): das sind nicht nur ein paar Sonderlinge, es werden immer mehr! Nehmen wir Ihr Beispiel der angeblichen Massen, die bei den so genannten Corona-Rebellen Demos sind. Der Hype ist nach wenigen Wochen vorbei, diejenigen die wirklich gegen den Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten demonstrieren wollten ( die mit Gesundheitsschutz nicht das Geringste zu tun haben! ) bleiben mittlerweile zu Hause oder gehen auf die Demos die sich tatsächlich gegen diese Maßnahmen richten. Übrig - z.B. in Stuttgart - bleibt ein Häuflein das sich um die AfD schart... und in Gießen ist es nicht viel anders...
Millionen gehen mittlerweile weltweit gegen Diskriminierung, Rassismus und Polizeigewalt auf die Straße... genauso wie - Sie sprechen es selbst an - gegen Umweltzerstörung und drohende Klimakatastrophe, nicht nur bei FFF, es gibt darüber hinaus zig Umweltorganisationen die aktiv sind usw. usf.
Mich nervt es einfach immer wieder lesen zu müssen "alle Menschen sind doof, nur Egoisten, Ignoranten... bis auf ganz wenige Ausnahmen", denn das entspricht einfach auch nicht der Realität.

@ Herr Büttel
vielleicht ist es in Ihrem Umfeld so, dass jeder nur an sich selbst denkt, aber deshalb zu verallgemeinern "so ist die Mehrheit der Jugend", das halte ich doch für sehr vermessen. Es gibt einige Studien, die das Gegenteil belegen, die Jugend ist weder mehrheitlich egoistisch noch unpolitisch, Beispiele habe ich weiter oben angeführt, bei denen vor allem die Jugend die Proteste prägt. Und ja aus diesem Grund bin ich persönlich sehr optimistisch... und es ist nicht nur die Jugend, auch eine bundesweit sehr aktive Bewegung wie "Die Omas gegen rechts" geben Anlass positiv in die Zukunft zu sehen.
Florian Schmidt
4.899
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 07.06.2020 um 22:57 Uhr
Herr Walther, das Wahlsystem in den USA mit den Wahlmännern ist mir durchaus geläufig. Ändert aber nichts daran dass der Mann einen hohen Zuspruch für seine Politik erhält. Gerade aus einer Ecke die nach eigenem Bekunden eigentlich gegen alles stehen sollte was Trump verkörpert. Der weiß schon warum er sich mit einer bibel hat ablichten lassen, die Evangelikalen Christen sind Trump bislang weitgehend treu.
Bill Clinton wurde zum Verhängnis dass er sich im Gegenseitigen Einverständnis hat einen pusten lassen. Trump wurde im Wahlkampf mit Aufnahmen konfrontiert in denen er mit seinen sexuellen Belästigungen prahlt. Es gab Zeiten da wäre der Kerl danach nichteinmal mehr Toilettenauslecker im weißen Haus geworden. Und die Senatoren und Congressdeligierten seiner Partei wissen auch warum sie das Maul zu halten haben weil seine Anhängerschaft dann doch noch so groß ist um ihnen bei Gefolgschaftsentzug gefährlich werden zu können.
Außerdem erklärt das Wahlsystem in den USA nicht die Wahlerfolge von Bolsonaro oder Johnson. Gerade Johnson der seine Inkompetenz immer wieder demonstriert hat wurde ein klarer Wahlgewinner.
Haben Sie eigentlich die Bilder vom letzten WE gesehen, tausende Menschen trotzen auf Schlauchbooten dem Mindestabstand. Das gleiche Bild dieses WE bei den Anti Rassmusdemos, die eigentlich eine gute sache sind. Aber wahrscheinlich auch nur so lange halten bis hier dem nächsten schwarzen flüchtling eine Vergewaltigung vorgeworfen wird. Apropos Vergewaltigung. Kennen sie das Donaulied? Es sei der Plot kurz umrissen: Mann findet Mädchen schlafend am Ufer der Donau vor. Vergewaltigt die wehrlose Frau und verhöhnt sie danach. Uraltes Lied das gerne in Bierzelten (einer Hochburg der Sexualstraftaten) gegrölt wird. Nun hat eine Studentin eine Petition ins Leben gerufen dass dieses Musikstück nicht mehr zur Aufführung kommt. Das sollten sie mal die Kommentare in den sozialen Medien verfolgen. Mein lieber Scholli, also was man da raus liest ist selten der Wunsch nach Fortschritt und Entwicklung.
Und natürlich gibt es auch positive Beispiele, die kratzen aber niemanden. Es braucht eben immernoch nur einen faulen Apfel um den Korb zu verderben. Und so lange die Idioten noch die lauteren sind sehe ich noch kein Licht am Ende des Tunnels.
Karl-Ludwig Büttel
3.859
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 08.06.2020 um 07:26 Uhr
Herr Walther was interpretieren Sie da in meinen Kommentaren hinein. Das Gegenteil ist der Fall. Ich halte die Jugend für keineswegs Unpolitisch oder wenig engagiert. Ich halte sehr viel von unserer Jugend, deshalb ja auch mein Optimismus. Das Engagement sehe ich in der Vielfalt. Für mich ist es nicht nur positiv wenn sich jungen Menschen bei FFF engagieren, für mich zählt der Jugendliche der in der Jugendfeuerwehr, DRK oder sonst wo seinen ehrenamtlichen Dienst leistet für die Gesellschaft aber nicht demonstriert genauso viel. Was mich stört ist das aus gewissen Richtungen versucht wird in Gute und Schlechte zu unterteilen. Für viele sind nur die, welche Freitags für den Kilmaschutz eintreten oder sonstiges Demos für Frieden oder Rassismus besuchen die Jugendlichen welche politisch Engagiert sind. Ich sehe aber das diese nicht die Mehrheit der Jugendlichen ist. Zusammen mit denen die sich anderweitig Gesellschaftspolitisch einbringen stellen die Jugendlichen sicherlich eine Mehrheit da gegenüber der Uninteressierten. Jugendliche die weiterhin Fliegen wollen und ihr Leben genießen wollen und sich anderweitig engagieren sind mir persönlich genauso wichtig wie die welche zu Recht auf die Straße gehen. Daher mein Optimismus und mein absolut positive Bild unserer Jugend. Ich denke halt nicht in Kasten und Quadraten sondern offen......daher besitze ich mehr Möglichkeiten Optimistisch zu sein.
Stefan Walther
4.860
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.06.2020 um 10:07 Uhr
Hätten Sie das am 07.06. - 12.44 Uhr so geschrieben wie Sie es jetzt getan haben Herr Büttel, dann wäre mein Kommentar dazu anders ausgefallen. Schauen Sie sich doch einfach nochmal Ihren Kommentar an, ich denke nicht, dass ich da zuviel hinein interpretiert hatte...
Ja natürlich sollte man jedes Engagement im gesellschaftspolitischen Bereich anerkennen, ich glaube auch nicht, dass hier deshalb jemand einen Widerspruch aufbaut zwischen "guten und schlechten", so sind z.B. auch die engagierten Umweltschützer der verschiedensten Umweltverbände nicht unbedingt diejenigen die zu jeder FFF-Demo gehen ( nur eine Vermutung von mir ), und trotzdem leisten sie einen wichtigen Beitrag... und klar, sollte man ( nicht nur die Jugend ) auch das Leben geniessen, ob das dann unbedingt auf Kosten der Umwelt / der Natur gehen muss, das wäre wieder ne andere Frage... aber wie schon so oft geschrieben, die wahren Umweltzerstörer sind sicherlich nicht die Menschen, die 1x im Jahr evt. ne Flugreise machen!
Stefan Walther
4.860
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.06.2020 um 10:13 Uhr
Herr Schmidt, nur ne kurze Antwort, ein Zitat aus Ihrem letzten Kommentar: "Und natürlich gibt es auch positive Beispiele, die kratzen aber niemanden."
Wenn man die Welt so sehen "will" wie Sie es tun, dann helfen wahrscheinlich auch keine Gegenargumente mehr.
Kurt Wirth
3.149
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 09.06.2020 um 14:39 Uhr
den Beitrag habe ich ganz zu Beginn, ohne jeglichen Kommentar dabei, interessiert gelesen und bin erst jetzt wieder draufgestossen. Da gibt es in den Kommentaren ja nun allerhand gedankliche Pirouetten über die menschliche Vernunft und Unvernunft und es zeigt sich wieder einmal, daß es nicht einfach ist, sich "allgemeinverständlich" auszudrücken. Man muß immer etwas hinterherschieben, daß man dies oder jenes nicht so oder so, sondern so und so gemeint hat (ich schließe mich da natürlich selbst mit ein).

Zur Ausgangsbasis von Frau Stapf zurück:
Die Kreuzfahrtschiffe (und jede Menge Handelsschiffe) liegen zwar fest und auf Reede, lassen die Motoren aber im Sparmodus weiter laufen, weil ein Herunterfahren aller Systeme und anschließendes Wiederhochfahren teurer wäre. Über den Weiten der Ozeane wurde jüngst der Himmel wieder klarer, in den Hafenstädten die Luft dafür dicker.

Die Flieger blieben nun weitgehend auch auf dem Boden. Aber nach Lockerung der ersten konsequenten Ausgangsbeschränkungen setzte sich an den letzten Wochenenden eine Blechlawine an Pkw's in Richtung deutsche Alpen in Bewegung. Waren vor Corona die Nahverkehrszüge aus München, Augsburg, Ulm, Stuttgart usw. nach Garmisch, Berchtesgaden, Füssen, Oberstdorf an den Sonntagen schon mal überfüllt und ließen sogar Menschen auf den Bahnsteigen zurück, setzten sich jetzt alle ins eigene Auto, aus Angst vor Infektionen. Die Schließung der Grenzen nach Österreich und der Schweiz taten ihr Übriges. Park- und Halteverbote galten nicht mehr, Rettungswege waren zugeparkt, nicht eingezäunte Wiesen der Bauern wurden plattgefahren. Dazu trägt auch bei, daß sich der Bereich, aus dem man in 1 bis 2 Stunden mit dem Auto in den deutschen Alpen ist, in den letzten Jahren vor allem durch Strassenausbau enorm erweitert hat.

Und wie reagieren die Verwaltungen darauf: Prompt haben vergangene Woche die ersten Gemeinden die Gebühren für Wanderparkplätze drastisch erhöht. In Hindelang, Oberjoch, Hinterstein kosten künftig die Parktickets statt bisher 4 Euro künftig 10 Euro. Und es gibt nur noch Ganztagestickets, nicht mehr stundenweise. Der Markt soll also alles wieder einmal regeln. (Betrifft allerdings nur Tagesausflügler, nicht die wochenweisen Urlaubsgäste).

Auf besonders markanten und bekannten Berggipfeln fanden sich die letzten Wochenenden und an Pfingsten oft hunderte von Menschen ein, die dann nicht einmal mehr sitzen konnten, nur noch stehen. Von Abstandsgebot keine Spur. Die ersten Hütten, die jetzt wieder zum Einkehren öffneten, mußten zum Teil den Betrieb nach ein paar Stunden wieder einstellen, weil sie überrannt wurden und keinerlei Coronaregeln eingehalten werden konnten.

Amüsantes Erlebnis am Rande: Menschen mit Migrationshintergrund findet man in und auf den Bergen immer noch sehr selten(Zugspitze per Seilbahn natürlich ausgenommen). Ohne triftigen Grund sich ein paar Stunden bergauf zu quälen ist bei ihnen noch weitgehend unsinnig. Stand da doch vor einem Gipfelkreuz eine muntere, lustige Gruppe von 6 Damen, so zwischen 16 und 20, fremdsprechend, Kopftücher um den Kopf, aber tip-top nach den Empfehlungen von Bergwacht und Alpenverein ausgerüstet, und machten da Selfies und Fotos von sich unter dem Kreuz. Die Abspanndrähte des Kreuzes waren zudem behangen mit bunten tibetischen Gebetsfähnchen. Da kann man nur sagen: Es wächst zusammen, was zusammengehört: Kopftuch, Kreuz, Gebetsfahnen.

Zur Sache zurück. In einer Gesellschaft, wo kollektive Rechte und Pflichten hintan stehen und das Individuum im Vordergrund (ich brauche keinen Mund- und Atemschutz! Keiner kann mich dazu zwingen!) und das "Einer für alle- alle für einen" eine historische Antiquiertheit ist, wird es schwierig, gesamtgesellschaftliche Notwendigkeiten in den Griff zu bekommen. Siehe oben: Der Markt wirds schon richten.

(N.B.Eine Flußkreuzfahrt habe ich auch schon mal absolviert, anno 2005, von Moskau nach St.Petersburg. Da war natürlich auch der Hin- und Rückflug dabei. Das Schiff war, wie es sich für mich gehört, in der DDR (Elbewerft Boizenburg) gebaut unhd hieß auch 2005 noch "Lenin" (heißt auch wohl heute noch so), gehörte aber wie 5 weitere baugleiche, der "Orthodox-Cruise"- Reederei, wie der Name sagt, der orthodoxen Kirche.
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