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Kontaktverbots im Kreis Gießen

Gießen | Nachdem das Coronavirus immer mehr infizierte Personen forderte, wurden die Regeln von Kanzlerin Merkel erneut verschärft. Seit dem 23. März besteht in ganz Deutschland ein Kontaktverbot. Dieses schreibt vor, dass sich in der Öffentlichkeit nicht mehr als zwei Personen zusammen aufhalten dürfen. Ein Mindestabstand von 1,50 Metern muss dabei eingehalten werden. Bürgermeister und Polizei zogen jetzt eine erste Bilanz, wie sich die Menschen im Kreis Gießen an die verschärften Regeln halten.

Laut Polizeisprecher Jörg Reinemer seien Personen, die sich uneinsichtig zeigen und sich dennoch in Gruppen aufhalten würden, eher rar. Grundsätzlich verzeichnete die Polizei im Raum Gießen kaum Verstöße gegen das neue Kontaktverbot, das bis auf Weiteres gilt. Bei Kontrollgängen stehe Kommunikation für die Polizisten an erster Stelle. Trotz des Kontaktverbotes wurden am Lahnufer in Gießen sieben Personen angetroffen, die sich nicht an das neuartige Verbot hielten. Hier entschied sich die Polizei für die Eröffnung eines Verfahrens. Auch Kinzenbach wurde vom Ordnungsamt ein Treffen von zehn Personen zur Kenntnis genommen.

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Am Wochenmarkt sorgte ein Ordnungspolizist für das Einhalten der Abstandsregel. Hierbei wurden jedoch keine Verstöße verzeichnet, da die Bürger mindestens 1,50 Meter Abstand voneinander hielten. Auch Auswirkungen auf den Verkehr in der Region waren durch das neue Gesetz zu verzeichnen. Das Ordnungsamt begründete den Rückgang des Verkehrs in der Stadt mit der Angst der Einwohner.

Auch der Bürgermeister von Linden, Jörg König, äußerte sich zu den Resultaten des Kontaktverbots in dem Raum Gießen. Er bestätigte, dass sich die Einwohner an die neuen Gesetze halten und es in der Gegend kaum Verstöße gäbe. Insgesamt gab es in Linden keinen einzigen Verstoß, der gemeldet und zur Anzeige gebracht wurde. Deshalb verzichtet das Ordnungsamt auch auf den Einsatz von Polizeihelfern. Diese würden bei einer Not eingesetzt werden. Da die Menschen vor Ort das Gesetz aber verstanden haben und sich an die neuen Regeln halten, ist deren Aktivität momentan nicht vonnöten.

In Heuchelheim wurde sich für die Gründung einer "Corona-Streife" entscheiden. Die Personen sind seit dem 25. März im Dienst, um das Kontaktverbot durchzusetzen und das Einhalten der Regeln zu kontrollieren. Unterstützung erhalten sie von Mitarbeitern des Ordnungsamts. Ihnen ist es dabei wichtig, die Bürger aufzuklären und möglicherweise aufkommende Fragen zu klären. Bußgeld stünde bei dem täglichen Einsatz nicht an erster Stelle. Dabei ist es wichtig, dass die Einwohner die Wichtigkeit der Abstandsregel verstehen. In den ersten Tagen ihrer Kontrollgänge musste das Personal nur wenige Verstöße verzeichnen.



Quellen:
https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/heuchelheim-ort848764/weitgehende-kontaktverbote-kreis-giessen-polizei-ordnungsaemter-ziehen-erste-bilanz-13631072.amp.html

Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
13.657
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 03.04.2020 um 10:56 Uhr
Sie haben es immer noch nicht begriffen, auch wenn sie die Quelle nennen, sind sie nicht berechtigt, den Artikel eins zu eins abzukupfern, es sei denn, sie hätten das schriftliche Einverständnis.
Friedel Steinmueller
3.806
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 03.04.2020 um 17:09 Uhr
Ja - das U(h)r- Heberrecht muss beachtet werden;
aber ich habe mich über den Ausdruck "Abzukupfern!" köstlich amüsiert! Noch nie gehört, Frau Skroch! Köstlich!
Ist vielleicht abgleitet davon, das Kupfer ja sehr beliebt ist!
Friedel Steinmueller
3.806
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 03.04.2020 um 21:37 Uhr
Hauptsache meinen "Klumpy" kupfert Niemand ab!
Nicole Freeman
10.613
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 04.04.2020 um 10:07 Uhr
abkupfern kommt vom buchdruck. der kupferstecher ritzte das original eines gemäldes oder einer karte usw in eine kupferplatte. mit dieser platte konnte dann das abgekupferte bild vervielfältigt werden.
ein schönes alten wort hat heute einen negativen geschmack.
Friedel Steinmueller
3.806
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 04.04.2020 um 21:41 Uhr
Gute Erklärung Nicole!
Ich finde den Begriff nicht zwingend negativ!
Mir war dieser zumindest in diesem Zusammenhang nicht geläufig.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Andreas Schäfer

von:  Andreas Schäfer

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