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Beim ehemaligen KZ Esterwegen

Sonnig ja, aber auch ein kalter Wind
Sonnig ja, aber auch ein kalter Wind
Gießen | Momentan Zuhause wegen dem Corona-Virus fast wie eingesperrt musste ich mal raus. Ein sonniger, wenn auch kalter Tag. Genau richtig für einen Besuch der Gedenkstätte in Esterwegen. Die wird wohl zu sein, aber gleich neben ihr bietet sich eine Möglichkeit etwas Natur zu erleben.
Es sind dort 4.700 ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen, als Bestandteil des EU-Vogelschutz- und FFH-Gebietes "Esterweger Dose".
Thermoskanne Kaffee und eine Käseschinkenstange vom Bäcker nehme ich zur Stärkung mit.
Die Gedenkstätte Esterwegen ist ein europäischer Gedenkort, der an alle 15 Emslandlager und ihre Opfer erinnert.
Das Konzentrationslager Esterwegen im Emsland war eines der sogenannten „frühen Konzentrationslager“ unter national-sozialistischer Herrschaft. Es wurde 1933 als Doppellager (Lager II und III) für 2000 politische „Schutzhäftlinge“ eingerichtet und war zeitweilig nach Dachau das zweitgrößte Konzentrationslager.

1933/34 wurde Esterwegen als staatliches Konzentrationslager geführt.

1934-1936 war Esterwegen SS-Konzentrationslager und wurde von Himmler der SS unterstellt. Die beiden Doppellager wurden zusammengelegt. Unter den Häftlingen befanden sich neben Politischen weitere vom NS-Regime Verfolgte.

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1937-1945 wurde Esterwegen als Strafgefangenen-lager geführt und ab Januar 1937 übernahm das Reichsjustizministerium das Lager. Die Häftlinge waren in der Regel aus politischen, sozialrassistischen und kriminellen Gründen inhaftiert, ab 1939 befanden sich in Esterwegen viele durch Wehrmachtgerichte Verurteilte.

1943/44 wurde Esterwegen „Lager Süd“ als NN-Lager eingerichtet. Es wurden dort unter strenger Geheimhaltung und scharfer Absonderung im südlichen Teil, dem sogenannten "Lager Süd" bis zu 2.700 „Nacht- und Nebel“-Gefangene (Widerstandskämpfer aus Westeuropa) untergebracht. Die Gefangenen wurden völlig isoliert und durften keinerlei Kontakt zur Außenwelt haben.
Der vorstehende Text wurde in Auszügen dem Internet entnommen unter https://www.gedenkstaette-esterwegen.de/geschichte und dort aus dem Kapitel "Lager Esterwegen"

Wer sich für mehr interessiert, unter:

https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Esterwegen

gibt es ausführlich Informationen.

Sonnig ja, aber auch ein kalter Wind
Dick eingepackt
Gegenüber der Gedenkstätte ein Eichenhain gepflanzt
2
Frühlingsgrüße
Blick ins angrenzende Moor mit seinen Wasserflächen
Soweit der Blick reicht Moor
Nach beiden Seiten dehnt es sich aus
Am Rand die für ein Moor typischen Bäume. Kiefer und Birke
Ein Ilex am Rand des Eichenhains
Stramm wie die Soldaten stehn sie hier in Reih und Glied
Ein vorösterlicher Gruß
Wegen Corona leider geschlossen. Die Gedenkstätte

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Kommentare zum Beitrag

Kurt Wirth
2.831
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 26.03.2020 um 21:08 Uhr
In dem Buch "Antifaschistischer Widerstand in Gleiberg, Krofdorf, Launsbach und Wißmar"
http://www.stolpersteine-wettenberg.de/WuVWettenbergWeb.pdf

schreibt Dieter Bender auf S.32/33, daß die ersten Gießener politisch Verfolgten in das KZ Osterhofen bei Worms verbracht wurden (u.a. Walter Deeg, der Ehemann von Ria Deeg), während diejenigen aus dem (preußischen) Kreis Wetzlar nach Esterwegen kamen. So auch 7 Kommunisten und Sozialdemokraten aus Wißmar.
Kurt Wirth
2.831
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 27.03.2020 um 07:19 Uhr
Richtig heißt es: KZ Osthofen bei Worms! Mein Fehler.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  H. Peter Herold

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Interessensgebiet: Gießen
H. Peter Herold
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