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Frage der Woche: Gehen Sie zur Europawahl?

(Foto: pixelio/Gerd Altmann)
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Gießen | Bei der Frage der Woche „Gehen Sie zur Europawahl“ waren sich alle Kommentierenden einig: Ja, sie gehen. Alle. Wählen sei eine Bürgerpflicht. Marcel Schlosser betont, dass er es gerade in diesen Zeiten Wäheln zu gehen für wichtig halte und bezieht sich dabei nicht nur auf die Europa- sondern auch auf die Landratswahl.
Christian Hasselbach-Weimer nimmt immer an Wahlen teil, hat noch keine ausgelassen. Aber er ist sich noch nicht sicher, wo er sein Kreuzchen setzen wird. Und das hat einen Grund: Er fühlt sich wenig informiert, was die Europawahl angeht. Das bemängelt Mathias Engelhart auch. Er gibt zwar zu, dass man heutzutage über Internet jede gewünschte Information bekommen könne, aber er sieht die Politiker in der Bringschuld. Diese möchten schließlich etwas von den Wählern und nicht umgekehrt, daher sehe er es auch nicht ein, stundenlang irgendwelche Wahlprogramme zu wälzen.
Florian Theis fühlt sich hingegen nicht schlecht informiert, auch wenn er einräumt, dass man dafür selbst aktiv werden müsse, das sei aber keine große Sache für den mündigen Bürger. Tanja Kremser ist der Meinung, dass Nichtwähler auch das Recht zu kritisieren, verwirkten. Sie werde ihre Stimme jedenfalls nicht verschenken.
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Aber auch wenn sich alle zum Wahlgang an und für sich positiv äußern, ist doch bei den meisten eine gewisse Skepsis zu erkennen. Engelhart sieht für sich am 7. Juni die Oberbürgermeisterwahl im Mittelpunkt, nicht die Europawahl. Christian Momberger hebt die Bedeutung der Entscheidungen, die auf europäischer Ebene inzwischen getroffen werden, hervor, Engelhart merkt ironisch an, dass mitunter der Eindruck entstehe, dass es sich bei den Mitgliedern des Europaparlaments vielleicht um Hinterbänkler, also um ein Parlament 2. Klasse handele. Dieser kritischen Anmerkung schließt sich Hasselbach-Weimer an und verweist darauf, dass die Aussagen von Politikern häufig an Klarheit zu wünschen übrig ließen und somit der Eindruck entstehe, dass der Wähler die jeweiligen Programme gar nicht richtig verstehen sollten. Und er schließt mit der Bemerkung, dass der Stimmzettel die „Ausmaße wie zur Weimarer Republik“ habe.

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von:  Simone Linne

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Simone Linne
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