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Führungskompetenz und Horizonterweiterung für junge Talente – Die zweite Staffel des Talentmanagement-Programms der Lebenshilfen Gießen, Dillenburg und Wetzlar geht an den Start

TeilnehmerInnen der zweiten Staffel des Talentmanagement-Programms der Lebenshilfe Gießen, Dillenburg und Wetzlar.
TeilnehmerInnen der zweiten Staffel des Talentmanagement-Programms der Lebenshilfe Gießen, Dillenburg und Wetzlar.
Gießen | Pohlheim/Giessen (-). Kürzlich begrüßten Ursel Seifert (Geschäftsführerin Lebenshilfe Gießen, Bereich Personal- und Organisationsentwicklung) sowie Dr. Oliver Schmitzer, Vorstand der Lebenshilfe Dillenburg, die TeilnehmerInnen der zweiten Staffel des Talentmanagement-Programms der Lebenshilfen Gießen, Wetzlar und Dillenburg in der Reha-Werkstatt (Mitte) im Gießener Erdkauter Weg. Die anderthalbjährige berufsbegleitende Weiterbildung dient der internen Schulung von zukünftigen Führungskräften und ExpertInnen.

Nicht nur vor dem Hintergrund des zunehmenden Führungskräftemangels ist es für die Lebenshilfen in der Region ein konsequenter Schritt, Schlüsselpositionen in den Sozialunternehmen intern zu besetzen. Die Lebenshilfe Gießen mit 2.800 Beschäftigten mit und ohne Handicap hat in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Führungspositionen mit Personen aus den eigenen Reihen zu besetzen. Die Akzeptanz solcher Entscheidungen ist intern sehr hoch. Deswegen wolle man künftige Führungskräfte nicht ins kalte Wasser werfen, sondern auf ihre möglichen neuen Arbeitsfelder vorbereiten. Entsprechend dieser
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Überzeugung wird jeder Teilnehmer während der Weiterbildung eng von einer Führungskraft aus seinem jeweiligen Bereich begleitet. Die TeilnehmerInnen treffen sich in den nächsten 18 Monaten abwechselnd in Gießen, Wetzlar und Dillenburg zu fünf zweitägigen Modulen. Hier wird es unter anderem um Themen wie Grundlagen der Führung, Kommunikationstechniken, Selbst- und Zeitmanagement, Projekt- und Konfliktmanagement gehen.

Kooperationen wie diese sind bei sozialen Trägern noch die Ausnahme und werden nicht flächendeckend angeboten. Die Idee dazu entstand bei der Lebenshilfe Gießen, die im Herbst 2018 die erste Talentmanagement-Weiterbildung, zusammen mit der Lebenshilfe Dillenburg, startete. Die Qualifizierung verlief so erfolgreich, dass jetzt die zweite Runde startet.

Den Schlüssel zum Erfolg der Qualifizierungsmaßnahme sieht Ursel Seifert in der Entwicklung von konkreten Projekten aus dem Berufsalltag der TeilnehmerInnen: „Die Arbeit an Projekten bringt viel Erkenntnisgewinn – sowohl für die jungen Talente als auch für die Organisation“. Zudem ergänzte sie: „Aus der ersten Staffel konnten wir von acht TeilnehmerInnen aus dem Kreis der Lebenshilfe Gießen gleich drei Personen mit der Leitung von Einrichtungen betrauen.“
Die Weiterbildung wird von den drei Lebenshilfen gemeinsam angeboten, um voneinander zu profitieren. Die TeilnehmerInnen sollen während dieser Zeit untereinander hospitieren und die Arbeitsweisen der anderen Lebenshilfen kennenlernen.

Schon bei der Auftaktveranstaltung der zweiten Staffel in der Reha Mitte wurde schnell deutlich, dass unter den anwesenden zwölf „jungen Talenten“ viele dabei sind, die sich mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen für die Entwicklung des Unternehmens einsetzen wollen. Selbstbewusst erläuterte ein Teilnehmer aus Dillenburg, warum er sich für die Weiterbildung beworben hat: „Ich möchte Verantwortung übernehmen. Und ich möchte auch Einfluss auf die Weiterentwicklung der Organisation nehmen können. Die Zukunft der Lebenshilfe möchte ich gerne aktiv mitgestalten.“

Auch Sandra Schumann, Leiterin der Weiterbildung und Inhaberin der Agentur „Die Talententwickler“ zeigte sich beeindruckt von den engagierten TeilnehmerInnen: „Es ist toll zu sehen, wie sich das Selbstbewusstsein der jungen Menschen im Laufe der Weiterbildung entwickelt und sie sich trauen, einen Schritt nach vorne zu treten. Neben dem souveränen Anwenden der erlernten Methoden ist es vor allem die Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen, die ich mit Freude begleite.“

Dieses Potential zeigt sich auch gleich bei der Auftakt-Veranstaltung: In Kleingruppen wurde angeregt diskutiert und es entstanden erste Projekt-Ideen für die nächsten Monate der engen Zusammenarbeit zwischen Lebenshilfe Gießen, Dillenburg und Wetzlar.

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