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„Dürfen sich offiziell Olympioniken nennen“ - Team der Lebenshilfe Gießen mit starken Leistungen bei den Nationalen Winterspielen von Special Olympics Deutschland

Bereits am ersten Wettkampftag durften sich alle SportlerInnen der Lebenshilfe Gießen über eine Medaille freuen.
Bereits am ersten Wettkampftag durften sich alle SportlerInnen der Lebenshilfe Gießen über eine Medaille freuen.
Gießen | Gießen/Berchtesgaden (-). Eine Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen für SportlerInnen der Lebenshilfe Gießen sind die erfolgreiche Bilanz der Nationalen Winterspiele von Special Olympics Deutschland, die kürzlich in Berchtesgaden stattfanden. Unter dem Motto „Gemeinsam stark“ gingen rund 900 Athletinnen und Athleten mit und ohne Behinderung an den Start. Die Special Olympics für Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung sind neben den Olympischen Spielen und den Paralympischen Spielen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen die weltweit dritten offiziellen olympischen Meisterschaften.

Zehn Sportler aus der Region hatten sich in sechs Teams der Lebenshilfe Gießen in der Disziplin “Ski Alpin“ bei den hessischen Auswahl-Wettkämpfen im Vorjahr im österreichischen Kaunertal für die Nationalen Olympischen Spiele in Berchtesgaden qualifiziert.

Unter der Leitung von Ralf Wohlfeil (Sportkoordinator der Lebenshilfe) - der von den beiden Coaches Nina Wohlfeil und Dirk Oßwald (Vorstand Lebenshilfe Gießen) Unterstützung erfuhr - gingen Jan Müller (Wetzlar) und Christian-Kim Schmidt (Ebersgöns)
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als Einzelsportler beim Riesenslalom an den Start, während Philipp Koch und Lina Bunte (beide Gießen), Andreas Claus (Gießen) und Beate Egli (Braunfels), Christopher Dudenhöfer und Olaf Enzmann (beide Gießen) sowie Boris Jäger (Queckborn) und Dennis Noll (Gießen) sich jeweils als Unified-Team der Konkurrenz von alleine 250 weiteren alpinen Ski-Athleten stellten. Unified-Teams bestehen aus einem Sportler mit und einem Sportler ohne Handicap und fahren die Wettbewerbe im Riesenslalom und Slalom zusammen. Sie starten zeitgleich und versuchen möglichst zeitnah ins Ziel zu kommen.

Trainiert hatten die SportlerInnen bei der jährlichen Skifreizeit der Lebenshilfe-Tochtergesellschaft für inklusives Reisen, proMundio, zwei Wochen vorher, bei besten Schneeverhältnissen im Kaunertal.

Die Freude am Ende des ersten Wettkampftag mit den Wettbewerben im Riesenslalom war auch im Gießener Team riesig: Alle sechs Starter, ob Einzelsportler oder Unified-Team, erhielten bei der feierlichen Siegerehrung eine Medaille. „Da war dann die erste Anspannung schon mal weg. Der eine oder andere Sportler war ja zum ersten Mal dabei und wusste vorab nicht, was ihn genau erwarten würde“, berichtet Ralf Wohlfeil.

Auch an den anderen Tagen machte das
Als Unified-Team auf der Piste: Dennis Noll (links) und Boris Jäger.
Als Unified-Team auf der Piste: Dennis Noll (links) und Boris Jäger.
Team der Lebenshilfe Gießen einen guten Eindruck und genoss das Flair von Olympia in der bayrischen Alpenregion. „Unserer SportlerInnen können stolz auf ihre hervorragenden Leistungen sein. Zumal klar ist: Alle, die dabei waren, dürfen sich offiziell Olympioniken und natürlich auch Gewinner von Olympiamedaillen nennen“, so Ralf Wohlfeil weiter.

Doch nicht nur auf, sondern auch abseits der Piste erlebten die heimischen VertreterInnen eine unvergessliche Woche. Gemeinschaft und Geselligkeit ergänzten den Fokus auf das Sportliche, etwa bei einem „Hessischen Abend“ mit anderen hessischen Mannschaften.

Besondere Augenblicke hatte die Woche in Berchtesgaden zudem für Ralf Wohlfeil und Dirk Oßwald parat: Beide hatten kurzfristig die Möglichkeit, erfolgreichen SportlerInnen verschiedener Disziplinen – darunter zum Beispiel Eiskunstlauf, Snowboard oder Schneeschuhlauf – ihre verdienten Medaillen zu überreichen.

„Diese Emotionen und die Freude in den Gesichtern der Sportlerinnen und Sportler aus ganz Deutschland zu sehen hat mich sehr bewegt. Ich bin ganz ehrlich: Bei der ersten Siegerehrung lief es mir kalt den Rücken runter“, verriet Dirk Oßwald, der sich als Vorstand der Lebenshilfe Gießen unbedingt selbst ein Bild von der Organisation
Freuten sich über zweimal Bronze: Philipp Koch und seine Unified-Partnerin Lina Bunte.
Freuten sich über zweimal Bronze: Philipp Koch und seine Unified-Partnerin Lina Bunte.
und dem Ablauf der Special Olympics machen wollte: „Das lief von der Eröffnungsfeier bis zum Abschluss hochprofessionell ab – ich bin beeindruckt. Ebenso beeindruckt bin ich aber von den Leistungen unserer AthletInnen mit und ohne Behinderung und ihrem Trainerteam.“

Weitere Informationen zum Thema Sport und Wintersport bei der Lebenshilfe Gießen erhalten Sie bei Herrn Ralf Wohlfeil (E-Mail: abd2@lebenshilfe-giessen.de).



Ergebnisse

Einzel: Christian-Kim Schmidt (Riesenslalom: Silber / Slalom: Silber), Jan Müller (Riesenslalom: Gold / Slalom: Diesqualifikation/Torfehler).

Unified: Philipp Koch/Lina Bunte (Riesenslalom: Bronze / Slalom: Bronze), Andreas Claus/Beate Egli (Riesenslalom: Silber / Slalom: 4. Platz), Christopher Dudenhöfe/Olaf Enzmann (Riesenslalom: Bronze / Slalom: 6. Platz), Boris Jäger/Dennis Noll (Riesenslalom: Bronze / Slalom: 4. Platz).

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Freuten sich über zweimal Bronze: Philipp Koch und seine Unified-Partnerin Lina Bunte.
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Neben den sportlichen Erfolgen durfte auch die Geselligkeit nicht fehlen: Das Team der Lebenshilfe Gießen beim „Hessischen Abend“.
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