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Wertvolle Impulse für eine Verkehrswende

Volle Säle bei den Verkehrswendeveranstaltungen (Foto vom 20.2.2020)
Volle Säle bei den Verkehrswendeveranstaltungen (Foto vom 20.2.2020)
Gießen | Die ersten fünf Informationsabende der Vortragsreihe „Verkehrswende in und um Gießen – Konzepte für eine lebensfreundliche Region“ sind vorüber. Für den AStA der Justus-Liebig-Universität Gießen und die lokalen Verkehrswendeinitiativen als Veranstalterinnen hat sich die Mühe gelohnt. Ziel war laut Einladung „die Schaffung einer Informations- und Diskussionsplattform an der Universität, die sich nicht nur an Studierende, sondern generell an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger richtet“. Das sei gelungen. Viermal seien über 100 Zuhörer*innen gekommen, den bestbesuchten Vortrag zu „autofreien Innenstädten“ verfolgten sogar 160 Personen.
„Wir haben selbst etliche neue Ideen aus den Referaten gezogen und in unsere Verkehrsvorschläge eingebaut“, zog Michel Zörb voVerkehrsreferat des JLU-AStA ein positives Fazit. Am meisten hätten die intensiven Diskussionen nach den Vorträgen beeindruckt. „Da sind Bedenken, Anregungen und konkrete Umsetzungsideen benannt worden.“ Aus allem entstand ein Präsentationsfilm, der beim abschließenden, fünften Abend der Vortragsreihe gezeigt und nicht nur mit viel Beifall bedacht, sondern
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auch intensiv diskutiert wurde. Der Film ist inzwischen im Internet unter www.giessen-autofrei.tk verfügbar, er wird zudem vom Offenen Kanal Gießen am Freitag um 18:58 Uhr und Samstag/Sonntag je um 20:09 Uhr ausgestrahlt (Programmplatz 391 im digitalen Kabelnetz und im Livestream auf www.lpr-hessen.de/medienprojektzentren/giessen).
Mit einer zweiten Reihe von fünf Vorträgen sollen weitere Themen aufgegriffen werden. Geplanter Beginn ist am 21. April mit dem Thema „Seilbahnen im ÖPNV“. Es folgen Infoabende zu Erfahrungen mit RegioTrams in anderen Städten (25.4.), zur Kritik an E-Autos (29.4.) und zu den Kosten der verschiedenen Verkehrssysteme am 12.5. Als Abschluss ist eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der Gießener Stadtparlamentsfraktionen geplant. „Wir rufen aber auch zur Teilnahme an den bevorstehenden Aktionen auf“, heißt es aus der Vorbereitungsgruppe. Zweimal monatlich gäbe es eine Critical Mass in Gießen, am 21.3. ab 15 Uhr dann speziell die familienfreundliche „Kidical Mass“ (Start am Uni-Hauptgebäude, Ludwigstr. 23) und schließlich am 25.4. der erste große Verkehrsaktionstag ab 12 Uhr auf Ludwigsplatz und Grünberger Straße mit einigen Fahrrad-Sternfahrten zum Aktionsort. Beteiligen wollen sich die Initiativen auch an den geplanten Klimaaktionstagen vom 15. bis 20.5. und an der Kampagne 2035null, für deren Ziel einer klimaneutralen Stadt eine umfassende Verkehrswende unerlässlich sei.

Volle Säle bei den Verkehrswendeveranstaltungen (Foto vom 20.2.2020)
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Die Abschlussfolie auf der Leinwand am 27.2.2020
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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.652
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 04.03.2020 um 09:38 Uhr
Danke für die Einstellung dieses Artikels.

Gut finde ich den Ansatz nach einer deutlichen Meinungskundgebung der Zivilgesellschaft zu versuchen
die dringend umzusetzende Anliegen in die formalen
/ parlamentarischen Entscheidungsprozesse über zu führen.

Dazu steht im Artikel: (....) "Als Abschluss ist eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der Gießener Stadtparlamentsfraktionen geplant." (....)

Das mag auf den ersten Blick vernünftig erscheinen. Ich bezweifele das entschieden. Die Politiker des herrrschenden Blockes sind nicht dumm. Bei Veranstaltungen der Zivilgesellschaft geben sich alle Fraktionen - mehr oder weniger - "grün". (Gerade jetzt ein Jahr vor der nächsten Kommunalwahl.) In ihren Abstimmungen dann sind sie dann aber knallhart auf der Seite der Kapitalisten.

Das heisst; diese Damen und Herren sind dort "zur Rede zu stellen", wo sie entscheiden. Also - etwas idealtypisch gesehen (die Frage ist ja, ob an diesen Orten wirklich die Entscheidungen fallen?) - in den Parlamenten. Formal wäre das dann die Forderung für eine Bürgerversammlung zum Thema oder gute Fragen in der Fragestunde vor den Stadtparlamentssitzungen.

Egal was gewählt wird - wenn überhaupt eine Chance auf Erfolg da sein sollte, dann nur wenn der herrschende Block unmissverständlich vor Augen geführt wird: Wir die Bevölkerung fordern nicht nur dies und das, sondern wir bekommen auch den Arsch hoch, haben uns zur Unterstützung der Sprecher da und dort hin bewegt und wir werden - wenn ihr nicht endlich "in die Pötte kommt" nicht nur weiter da sein, sondern auch ungenehmer werden. Oder: Nie diesen Damen und Herren als kleine Gruppe entgegentreten - immer in der Masse. Das geht auch bei Parlament, denn vor dem Rathaus ist während den Sitzungen eine Kundgebung möglich. Kurz - wir müssen zumindest die außerparlamentarische Opposition verstetigen und enge Zusammenarbeit von "außen" und "innen". (Eventuell - wenn keine vertrauensvolle Fürsprecher im Parlament sitzen - sollten wir überlegen zur Kommunalwahl mit eigenen Leuten antreten.)
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