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Tu felix Austria - mit Hammer und Sichel

Österreichisches Staatswappen
Österreichisches Staatswappen
Gießen | Viele Urlauber und Touristen, LKW's und Geschäftsreisende überqueren alljährlich die deutsch-österreichische Grenze oder auch österreichisch-italienische Grenze ohne einen genaueren Blick auf die markierenden Hoheitszeichen zu werfen. Das österreichische Staatswappen ist da meist auch sehr stilisiert dargestellt und man sieht es kaum: Immer noch sind Hammer und Sichel Bestandteil von diesem.

Der Adler, zeitweise auch doppelköpfiger Adler, ist schon seit etwa anno 1200 mit Österreich verknüpft. Ursprünglich war er Feldzeichen von römischen Legionen. Im Jahre 1919 wurden dann Hammer und Sichel als Symbole für Arbeiter- und Bauernschaft und die Mauerkrone für das Bürgertum (in "ständischer" Betrachtungsweise, nicht in soziologischer oder marxistischer) hinzugefügt.

Im Jahre 1934 wurde das Wappen nach dem austrofaschistischen Putsch wieder auf einen bloßen Doppeladler reduziert. Am 1.Mai 1945 wurde nach der Befreiung vom Faschismus das Wappen von 1919 wieder offiziell, ergänzt um die gesprengten Ketten als Symbol der Befreiung vom Faschismus.

Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wappen_der_Republik_%C3%96sterreich

(dem aufmerksamen Leser wird auffallen, daß ich die Fahne von der "falschen" Seite fotografiert habe bzw. diese falsch herum ausgelegt war. Mein Adler blickt nach der falschen Seite, aber immerhin nach "links")

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.697
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.02.2020 um 19:02 Uhr
Wie sagten es schon die Alten:

"Wir Arbeiter haben Nichts zu verlieren, als unsere Ketten"
Kurt Wirth
2.986
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 13.02.2020 um 21:27 Uhr
In einer jüngeren, aber auch schon vorübergegangenen Phase hieße es "Disketten":-)
Michael Beltz
7.748
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.02.2020 um 19:15 Uhr
Für Thüringen: Nicht jammern und picheln besser hammern und sicheln
Kurt Wirth
2.986
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 14.02.2020 um 21:14 Uhr
Und wie bei Österreich zu sehen: man sollte nicht allzu viel auf Zeichen, Logos und Symbole geben. Die Inhalte sind bedeutsamer. Das Staatswappen von Kuba blieb seit 1906 und die Flagge seit 1902 unverändert. Unter dem Batistaregime hatte man dieselben Insignien wie zu Castros Zeiten und heute.

Hingegen war man in Rußland dem Wandel aufgeschlossen: 1993 wurde fast identisch das Wappen des Zarenreiches von 1882 bis 1917 wieder eingeführt, inklusive Zarenkrone(n), Reichsapfel und Reichsszepter. Nur die Farben waren zur Zarenzeit schwarz-gold, die Rußlands heute sind rot-gold. Das Wappen der UdSSR hingegen war Hammer und Sichel vor dem Erdball in Sonnenstrahlen, umrahmt von Ähren, mit einem Band umwickelt, das die Aufschrift "Proletarier aller Länder vereinigt Euch!" in allen Sprachen der Sowjetrepubliken trägt.Im oberen Teil ein fünfzackiger Stern. Eine vernünftige Begründung für den Rekurs auf die vorrevolutionäre Zeit habe ich bis dato nirgends gefunden.
H. Peter Herold
28.924
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.02.2020 um 17:16 Uhr
.... es heißt "Heirate" :-)
Kurt Wirth
2.986
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 15.02.2020 um 20:01 Uhr
Es ist richtig, daß es die Redewendung gibt:
"Bella gerant alii, tu felix austria nube", zu deutsch: "Kriege mögen andere führen, du glückliches Österreich heirate". Dennoch gibt es den Teil "tu felix austria" des Spruches auch unabhängig vom zweiten Teil des Spruches in vielfältiger Weise:
http://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Austria
H. Peter Herold
28.924
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.02.2020 um 04:12 Uhr
In dem Spruch muss etwas von der Österreichischen Lebensart Österreich stecken. Meine Tochter lebt dort seit 11 Monaten und.meint dort sei alles so entspannt.
Kurt Wirth
2.986
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 16.02.2020 um 09:13 Uhr
Und vor allem gibts da höhere Renten!
H. Peter Herold
28.924
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.02.2020 um 19:25 Uhr
… und günstigeres Wohnen. Sagt meine Tochter. Die lebt und arbeitet dort seit einem Jahr.
H. Peter Herold
28.924
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.02.2020 um 23:12 Uhr
Trend :-( Ist ein Problem der EU-Struktur.
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