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Komasaufen: Kampagne „bunt statt blau“ startet in Gießen: DAK-Gesundheit und regionale Partner suchen die besten Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch

Landrätin Anita Schneider und der Leiter Servicezentrum der DAK Gießen Manuel Höres.
Landrätin Anita Schneider und der Leiter Servicezentrum der DAK Gießen Manuel Höres.
Gießen | Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne „bunt statt blau“ 2020 zur Alkoholprävention in Gießen. Im elften Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Hintergrund: In den vergangenen fünf Jahren kamen bundesweit jeweils rund 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Gegenüber der ersten Erhebung der Daten im Jahr 2000 haben sich die Zahlen um 128 Prozent erhöht. Seit dem Jahr 2013 ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen zwar leicht rückläufig, Experten fordern jedoch weiterhin eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch Landrätin Anita Schneider als Schirmherrin. Alle Schulen im Landkreis Gießen sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne ist die „Aktion Glasklar“, die seit vielen Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol
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aufklärt. Beim sogenannten Komasaufen gab es im Landkreis Gießen in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich 54 Betroffene. „Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten im Schulalltag diskutiert werden“, sagt Manuel Höres von der DAK-Gesundheit in Gießen. „Bei ‚bunt statt blau‘ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders.“

Mehr als 100.000 Teilnehmer
Seit 2010 haben bundesweit mehr als 100.000 junge Künstlerinnen und Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus dem Landkreis Gießen. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. „Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut“, erklärt Landrätin und zugleich Schirmherrin der Kampagne Anita Schneider. „Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch.“

Einsendeschluss am 31. März
Einsendeschluss für den Wettbewerb 2020 ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, und DAK-Vorstand Andreas Storm sowie dem Hamburger Soul-Sänger Emree Kavás den Bundesgewinner. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es unter: www.dak.de/buntstattblau

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
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Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.02.2020 um 10:44 Uhr
Ich war und bin Gegner jeglicher Suchtmitteln. Aber was mich nervt sind die Fokusierung auf den legalen oder illegalen Konsum von Drogen durch die Kinder und Jugend.

Vom wen lernen denn die Kleinkinder schon den Drogenmissbrauch? Von den Erwachsenen!

Ich erinnere aus aktuellen Anlass daran, dass jetzt in aller Öffentlichkeit auf allen möglichen und unmöglichen öffentlichen Plätzen "Narren" ihr Unwesen treiben.

Wenn ich mir Mühe geben werde ich sicher einen Zeitungsartikel finden, in dem die oben gelobte Schirmherrin "schunkelt" (um es einmal so zu sagen).

Was leben wir in einer abartigen Zeit der Doppelmoral!

Noch ein Beispiel gefällig? In Giessen gibt es eine Stadtsatzung, dass den Konsum von Alkohol in der Innenstadt verbietet (gegen die Punkerscene gerichtet). Holen eigentlich sich die "Narren" für ihre öffentlichen Besäufnisse in der Innenstadt eine Sondergenehmigung im Rathaus?
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