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Warum macht man es Menschen mit Behinderungen zusätzlich schwer?

Gießen | Vor einigen Jahren sind am Buswendehammer auf dem Schiffenberg Behindertenparkplätze eingerichtet worden. Während der Veranstaltungen des Gießener Kultursommers dürfen die Rollstuhlfahrer mit ihrem Fahrzeug aber nicht mehr dort parken. Sie dürfen auch nicht mehr von anderen dort zum Aussteigen vor Ort hingefahren werden. Es heißt, der Platz werde anders benötigt. Deshalb müssen Behinderte nun auf dem großen Parkplatz direkt unterhalb des Klosters parken. Dieser Parkplatz ist aber für diese Menschen aufgrund der Geländebeschaffenheit ungeeignet und macht somit die Teilnahme an den Konzerten für einige von ihnen unmöglich. Warum ist es nicht möglich, dass Schwerstbehinderte am Buswendeplatz herausgelassen werden können? Es wäre nur eine kurze Haltezeit nötig und sie könnten leicht durch den Seiteneingang in die Klosteranlage gelangen. Dieser Vorschlag wurde von Heinrich Hainmüller, Mitglied im Gießener Arbeitskreis für Behinderte gemacht. Aber leider gibt es von Seiten der Veranstalter anscheinend keine Einsicht, dass an der Parkplatzsituation dringend etwas geändert werden muss. Vielleicht denkt man, auf diese wenigen Personen kann man verzichten, da die Besucherzahlen groß genug sind? Heinrich Hainmüller ist der Ansicht, dass die Stadt Gießen nicht genug unternimmt, um die Situation zu verbessern.
Bei anderen Großveranstaltungen wie zum Beispiel dem Pfingstmontagsgottesdienst auf dem Schiffenberg ist es weiterhin möglich, Rollstuhlfahrer mit dem Auto bis zum Seiteneingang zu bringen. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen in diesem Jahr im Rahmen des Kultursommers auf dem Schiffenberg ergriffen werden.

 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.607
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 26.01.2020 um 19:19 Uhr
Danke für diesen sehr informativen Beitrag.

Es stimmt der Parkplatz unterhalb des Klosters ist für Rollstuhlfahrer nicht geeignet, denn er ist schon abschüssig. Der private Bringdienst muss ja nach dem "ausladen" sofort wieder den Berg runter (darf nicht unnötig "oben" verweilen), d.h.: Wie kommt der Rollstuhlfahrer aus eigener Kraft den berg rauf? Mit anderen Worten die bisherigen Sonderparkplätze müssen erhalten bleiben.

Prima, dass Herr Heinrich Hainmüller darauf hingewiesen hat.
Erster Ansprechpartner ist das Beschwerdeportal bei der Stadt, danach kommt der Behindertenbeirat und sollte das auch nicht helfen (über irgendeine Fraktion) mit dieser Frage rein ins Parlament (Ort: Fragestunde).

Sollte sich dann Nichts geändert haben hilft nur die Mobilisierung der Öffentlichkeit per Lokalzeitung, lokalen Fernsehsender, Unterschriftensammlung und so weiter.

Zugegeben kein einfacher Weg, aber es lohnt sich für die Rechte der Minderheiten zu kämpfen.
Hallo Lieber Leser
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