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Die Moschee von Potsdam - weitab von Ausländerfeindlichkeit

Gießen | Eine Diskussion um den Bau der Moschee von Potsdam gab es praktisch nicht - anno 1841 wurde auch niemand gefragt, der König von Preussen (Friedrich Wilhelm IV) hat entschieden, aus basta. Es ist auch nur äußerlich eine Moschee, in seinem Innern ein ursprünglich dampfmaschinenbetriebenes Pumpenhaus.

Seine Aufgabe ist es, die Fontänen und Brunnen im Park von Sanssouci am Laufen zu halten. Friedrich dem Grossen ist es beim Bau der Schloßanlage trotz grossen finanziellen und technischen Aufwands nicht so recht gelungen, ordentliche Wasserspiele auf die Beine zu stellen. Erst die Borsigwerke lieferten 1842 eine Zweizylinderdampfmaschine mit 82 PS und einem Wirkungsgrad von 3 %. Täglich wurden 4 Tonnen Steinkohle verfeuert, um dem Adel im Schloßpark einen schönen Anblick zu verschaffen. Die große Fontäne unterhalb von Sanssouci erreichte damit eine Höhe von 38 m. 1895 wurde die Dampfmaschine von einer ebensolchen mit 160 PS abgelöst und diese wiederum 1937 von zwei elektrisch betriebenen Kreiselpumpen abgelöst. Diese werden seit 1992 durch Mikroprozessoren gesteuert.

Äußerlich bleib die "Moschee" unverändert. das Minarett beinhaltet den Schornstein. Einzigartig ist der maurische Baustil seinerzeit nicht in Deutschland. Man denke an orientalische Gemächer, Salons und Gartenhäuser in und bei den Schlössern König Ludwigs II in Bayern.

siehe hierzu auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfmaschinenhaus_f%C3%BCr_Sanssouci#Architektur

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.426
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.01.2020 um 14:03 Uhr
Es schein rein vom Äußeren tatsächlich eine Moschee zu sein.
Frappierend die Ähnlichkeit.
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Kurt Wirth
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