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Sichere Landung

Stephanie Orlik von den SWG überreichte Trainerin Yvonne Schließner, Carol Jean Piljanovic und Trainerin Laura Miebach (hintere Reihe von links) sowie den talentierten Sportlerinnen kürzlich die Spende.
Stephanie Orlik von den SWG überreichte Trainerin Yvonne Schließner, Carol Jean Piljanovic und Trainerin Laura Miebach (hintere Reihe von links) sowie den talentierten Sportlerinnen kürzlich die Spende.
Gießen | Sie vollführen akrobatische Sprünge, türmen ihre Körper zu Pyramiden und tanzen, was das Zeug hält – Cheerleader feuern ihr Team an und betreiben dabei selbst Leistungssport. Damit sich die Mädchen des MTV optimal auf ihre Wettkämpfe vorbereiten können, erhielten sie kürzlich neue Matten. Die Stadtwerke Gießen stifteten die dämpfenden Läufer im Rahmen ihrer Aktion „Spiel’ Dein Spiel“.

Beifall anführen – das bedeutet Cheerleading wörtlich. Jenseits des Atlantiks gehören die Stimmungsmacher beim American Football und beim Basketball schon seit vielen Jahrzehnten zum Standard. Doch mit den ursprünglichen, organisierten Anfeuerungsrufen hat das moderne Cheerleading nicht mehr viel gemein. Es entwickelte sich zu einer rasanten Mischung aus Tanz-, Turn- und Akrobatikelementen.
Speziell für die beiden letzten Teilaspekte braucht es im Training Matten. Genau über diese schützenden Unterlagen können sich die Cheerleader des MTV 1846 Gießen e. V. freuen. Schon seit fast 20 Jahren gehört die attraktive Sportart zum Angebot des Traditionsvereins. „Die vorbildliche Arbeit, die die Trainerinnen hier leisten, hat uns überzeugt“, erklärt Stephanie Orlik, bei den Stadtwerken Gießen (SWG) für Marketing-Service zuständig. Sie überbrachte den Spendenscheck in Höhe von 1500 Euro. Fast genug für zwei zwölf Meter lange, zwei Meter breite und mehr als vier Zentimeter dicke Läufer. Den Rest für die zweite Matte steuerte der Verein aus eigenen Mitteln bei. Die Zuwendung an die Gießen Tornado Cheer, so heißen die MTV-Cheerleader, bildet als Mitarbeiter-Highlight den Abschluss der SWG-Aktion „Spiel’ Dein Spiel“ für 2019. „Aber natürlich machen wir schon im Januar 2020 damit weiter“, kündigt Ina Weller, Leiterin Marketing & Vertrieb bei den SWG, an.

Zwölf Monate, zwölf Spenden
Vor etwa drei Jahren haben die SWG ihr Sponsoring-Konzept grundlegend überarbeitet. „Im Vordergrund stand die Idee, nicht länger vorrangig den Spitzensport zu fördern, sondern möglichst viele sinnvolle Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche voranzubringen“, erinnert sich Ina Weller. Das Ergebnis dieser Überlegungen war die Aktion „Spiel’ Dein Spiel“. Damit unterstützen die SWG aber nicht nur Sportvereine, die sich für Kinder und Jugendliche engagieren, sondern auch Institutionen wie Kindergärten oder Schulen. Wichtig ist nur eines: Die Spende muss dazu dienen, ein neues Bewegungsangebot aufzubauen oder ein bestehendes zu verbessern. „Hier können wir schon mit überschaubaren Beträgen richtig viel bewegen“, freut sich die Unternehmenssprecherin.

Die Aktion „Spiel’ Dein Spiel“ läuft das ganze Jahr über. Jeden Monat erhält eine Bewerbung den Zuschlag. Eine Zuwendung – üblicherweise die im Dezember – ist als Highlight deutlich höher dotiert als gewöhnlich. Dieses Highlight unterscheidet sich noch durch eine weitere Besonderheit: „Dafür bewerben sich ausschließlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SWG, die dann als Paten fungieren“, erklärt Stephanie Orlik die Idee dahinter.
Im Fall der MTV-Cheerleader war es Carol Jean Piljanovic, bei den SWG im Geschäftskundenvertrieb beschäftigt, die sich für den Verein bewarb. Im Verein engagiert sie sich als Elternvertreterin und in der sportlichen Organisation. Folgerichtig sprechen sie und die drei Trainerinnen der Tiny Tornados Yvonne Schließner, Laura Miebach und Lena Fisches viel miteinander. Die Tiny Tornados sind die jüngste Wettkampfgruppe und als solche schon sehr erfolgreich. „Als ich erfuhr, dass neue Matten gebraucht werden, habe ich sofort an ,Spiel’ Dein Spiel’ gedacht“, erzählt Carol Jean Piljanovic.
Die neuen Läufer kommen schon regelmäßig zum Einsatz. Denn die Abteilung zählt etwa 90 Mitglieder zwischen 5 und 30 Jahren. In vier verschiedene Gruppen – sogenannte Squads – eingeteilt, trainieren sie zwei- bis dreimal pro Woche, um bei Wettkämpfen anzutreten. Und natürlich nicht zuletzt, um es in das stärkste Squad zu schaffen, das dann auch zu Deutschen Meisterschaften fährt und die Golden Dragons, also die MTV Football-Recken, lautstark und effektiv unterstützt.

Verschiedene Disziplinen
Cheerleading erfordert per Definition ein relativ hohes Trainingspensum. Allein die Choreografien der speziellen Tänze an sich fallen bisweilen aufwendig aus. Dazu kommt dann noch die Akrobatik. Etwa die menschlichen Pyramiden, die die jungen Sportlerinnen mit jeder Menge Kraft und Gleichgewichtsinn aufbauen. Besonders spektakulär sind die Basket Tosses: Vier Cheerleader, die Bases, schleudern eine zierliche, leichte Teamkollegin meterhoch in die Luft. Auf diese Weise unterstützt, haben die Flyer genannten Cheerleader genug Zeit, um akrobatische Übungen zu vollführen – je nach Alter und Könnensstufe vom vergleichsweise einfachen Strecksprung bis zu Saltos mit Schrauben im Spitzenbereich. Anschließend dämpfen die Bases die Landung der Flyer ab oder fangen sie in Rückenlage wieder auf. „Für das Erlernen und Einstudieren dieser komplexen Bewegungen sind gute Matten ein Muss“, erklärt Yvonne Schließner, die neben ihrer Tätigkeit als Trainerin auch die Cheerleading-Abteilung leitet und als Beirätin im Hauptverein vertritt.
Die Läufer sind aber auch für eine weitere Unterdisziplin unabdingbar: „Beim Tumbling schlagen wir Räder und Radwenden, machen Flic-Flacs oder Saltos. Wir nehmen also Anleihen aus dem klassischen Kunstturnen“, führt sie weiter aus. Genau hier kommt ein weiteres Argument für die Entscheidung der SWG-Jury zum Tragen: Von den neuen Mattenläufern profitieren nicht nur die Gießen Tornado Cheer, sondern auch die Turnerinnen und Turner des MTV.
Selbstverständlich erfüllen die Matten die Anforderungen beider Abteilungen. Ein besonderer Nadelfilz vermeidet Hautabschürfungen und vier Zentimeter starker Spezialschaum beugt akuten Verletzungen vor, wenn einmal etwas schiefgeht. „Aber mindestens genauso wichtig sind die dämpfenden Eigenschaften auf lange Sicht“, weiß Laura Miebach. Denn die Unterlagen reduzieren natürlich auch die Kräfte entscheidend, die bei jedem richtig ausgeführten Sprung auf die Gelenke der jungen Sportlerinnen und Sportler wirken. Und davon gibt es eine ganze Menge. Nicht zuletzt überzeugt das gewählte Produkt auch in praktischer Hinsicht: Die Matten lassen sich ohne Kern aufrollen, was viel Platz im Geräteraum spart. Darüber hinaus sind schon jüngere Cheerleader in der Lage, die Läufer unter Anleitung auf- und abzubauen

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