Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Runder Tisch im Flussstraßenviertel

Gießen | Interessierte Bewohner und Vertreter von Stadt, Wohnbau und Ordnungsamt trafen sich am 02. Dezember im Nordstadtzentrum zum letzten Runden Tisch in diesem Jahr.
"Der Parkdruck in unserem Viertel wird zunehmen, es ist jetzt manchmal schon alles dicht." Diese Einschätzung bekam Holger Hedrich mit auf den Weg, der für die Straßenverkehrsabteilung das geplante Anwohnerparken im Bereich Steinstraße vorstellte. Eine Einladung von Quartiermanagerin Frauke Kühn zum Runden Tisch im Herbst 2020 nahm er gern an, um Rückmeldung zur Situation auf den Straßen geben zu können, die das Ordnungsamt bis dahin im Blick behalten wolle. Der Dank der Anwesenden verdeutlichte die Bereitschaft des Gremiums, sich auch mit strittigen Themen konstruktiv auseinander zu setzen. Denn strittig waren auch Teile der letzten Bestimmung der Bewohnervertreter gewesen, die nun in einem einstimmigen Beschluss mündeten, die gewählten Vertreter für die kommende Wahlperiode anzuerkennen. Kinder im Quartier waren gleich zweimal Thema: Ein Bericht über eine Mitmachbaustelle entlang der Sudetenlandstraße zur Erstellung eines Spielpunkts für Kinder und Informationen zu einem neuen Spielplatz auf dem ehemaligen Möll-Gelände im kommenden Jahr fanden viel Aufmerksamkeit. Wohnbau-Geschäftsführer Reinhard Thies war in Begleitung seiner Nachfolgerin Dorothee Haberland erschienen und verkündete seinen Abschied in den Ruhestand, er wünschte den Beteiligten alles Gute.

Mehr über

Stöbern Sie in den Stichworten (Hilfe), um verwandte und ähnliche Beiträge zu entdecken:

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Leckerein müssen auch beim Abnehmen nicht fehlen - eckere Verköstigung zur Auftaktveranstaltung.
Die Nordstadt speckt ab - leckerer Auftakt
Das für 2020 geplante Abnehm Pojekt des Nordstadtvereines war der...
Das Bühnenprogramm zum Nordstadtfest 2019.
Nordstadtfest 2019
Rund um das Nordstadtzentrum in der Reichenberger Straße 9 lädt der...
Nordstadtverein feiert Eröffnung des Quartier-Kiosks
Frisch gestrichen und renoviert, steht der Quartier-Kiosk in der...
Irena Burk, Nordstadtbewohnerin und ehemalige Vorsitzende des Stadtteilbeirats der Nordstadt erläutert ihr neues Projekt.
22. Nordtalk beschäftigt sich mit gesellschaftlicher Teilhabe
Der durch den Nordstadtverein ausgerichtete Bürgertisch beschäftigte...
Kinderwege im Flussstraßenviertel
Kinder bauen Balancier- und Sitz-Skulpturen Zwei Kinder waren...
Runder Tisch im Flussstraßenviertel am 24.09.2019
Der Runde Tisch im September hatte seinen Schwerpunkt bereits in der...

Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.584
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 07.12.2019 um 11:02 Uhr
Im Artikel steht: (....) ""Der Parkdruck in unserem Viertel wird zunehmen, es ist jetzt manchmal schon alles dicht."" (....)

Das verstehe ich nicht. Bekanntlich wohnen in diesem Viertel sehr viel Menschen, welche durch die Politik des herrschenden Blocks arm Gemacht wurden. Also Menschen, welcher Hartz-IV oder Grundsicherung erhalten müssen. Können sich diese Menschen Autos leisten?
Helmut Appel
46
Helmut Appel aus Gießen schrieb am 07.12.2019 um 16:25 Uhr
Es sind nicht die parkenden Autos der Bewohner,sondern die Fahrzeuge von Schülern der Max Weber Schule sowie von Beschäftigten, die in der Innenstadt arbeiten.Viele Bewohner der Nordstadt haben in der Tat kein KFZ.
Martin Wagner
2.584
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 09.12.2019 um 11:03 Uhr
Danke Helmut für Deine Informationen.

Verstehe ich das richtig; es gibt Schüler, welche mit einem eigenen Auto zur Schule fahren?

Ähh, wie geht denn das? Gut den Führerschein gibt es wohl schon teilweise mit 17 Jahren, aber der ist doch sauteuer?

Und so eine kostengünstige "Schrottlaube" kostet doch auch alleine in der Anschaffung mehrere Hunderte. Dann kommt doch noch Benzin, Steuer und weitere Nebenkosten dazu.

So etwas können sich doch nur Töchter und Söhne von Reichen erlauben?

Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr. In welchen Zeiten leben wir denn, dass jetzt schon Schüler uns die Luft in Giessen (seit Jahren sind die Messwerte über den Grenzwerten) versauen.

((Einmal davon abgesehen, dass wir so die Zerschlagung der Konzerne der Autokapitalisten nie hinbekommen, denn - falls Du Helmut recht hast - können sich ja nach ein paar Jahren Otto Normalverbraucher eine neue Dreckschleuder leisten, weil sie für den Alten - eben an einen Schüler verscherbelt - noch Geld bekommen.))

Zusatzfrage an Helmut 1:
Ist die besagte Schule nicht vernünftig am OEPNV angeschlossen?

Zusatzfrage an Helmut 2:
Gehen Schüler, welche mit dem eigenen Auto zur Schule fahren, zu den Schülerdemonstrationen gegen die Klimakatastrophe?
Stefan Walther
4.573
Stefan Walther aus Linden schrieb am 09.12.2019 um 15:09 Uhr
Martin, ist das jetzt ernst gemeint oder Satire?

Willst du die Leser hier ein wenig für dumm verkaufen oder bist du tatsächlich ein wenig weltfremd? Wäre ja egal wenn nicht auch noch dieser letzte Satz im Kommentar stehen würde. Oder ist es einfach nur (Sozial-)Neid?
Also dass Schüler schon ein eigenes Auto haben, das ist doch wirklich nichts Neues - ich hatte mit 18 Jahren mein erstes Auto, einen alten VW Käfer und war mächtig stolz drauf. Ach ja, bevor ich`s vergesse, weder ich noch meine Eltern waren reich ( genauso wenig wie die meisten meiner Klassenkameraden ), ich war es gewohnt seit meinem 14. Lebensjahr nach der Schule hinter der Theke zu stehen und mein Taschengeld ( oder auch das Geld für`s Auto ) zu verdienen...
Stimmt, für viele - nicht nur für Schüler - ist der ÖPNV leider ( noch? ) keine realistische Alternative, schau dir mal die Fahrpläne an in ländlichen Regionen...
Und Martin wer ein Auto hat und tatsächlich auch noch damit fährt, wer vielleicht sogar schonmal in Urlaub geflogen ist, evt. sogar auch noch einen "coffee to go Becher" benutzt hat, also solche "Umweltverbrecher" haben doch nun wirklich kein Recht gegen die drohende Klimakatastrophe zu demonstrieren... was sind dagegen schon die Großkonzerne die systematisch die Luft verpesten usw.

na ja Martin, vielleicht war dein Kommentar doch nur Satire, dann nichts für ungut.
Martin Wagner
2.584
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.12.2019 um 11:33 Uhr
Nein, mein Beitrag war keinesfalls Satire.

Ich verstehe das wirklich nicht.

Wie bekannt habe ich bewußt keine Kinder in die Welt gesetzt und so offensichtlich ein paar Dingen nicht mitbekommen, welche wohl in den letzten Jahren üblich geworden sind.

Ich bin halt in strenger Abgrenzung gegen den Konsumterror groß geworden (und als Jugendlicher gehörte ich zur "Nachhut" der Hippie-Bewegung) und meine Eltern hatten auch nicht viel Geld. Nicht nur sie, sondern auch meine Großeltern hatten nie ein Auto. (Übrigens von den vielen Tanten und Onkels hatten nur ein Onkel ein Auto.)

Erst meine Geschwister haben dann mit knapp 30 Jahren sich ein Auto leisten können (waren da im Beruf etabliert).

Ich selber habe (im Gegensatz zu meinen Geschwistern) auch keinen Führerschein mit 18 gemacht, weil mir schon damals klar war, dass der Indivudualverkehr zumindest zurück gedrängt werden muss. (Damals wurden die wissenschaftlichen Ergebnisse des "Club of rome" - Grenzen des Wachstums - heiss diskutiert.) Ich habe mich ein Leben lang dann auch für den OEPNV als machbare Alternative zum Auto engagiert. (Und nicht nur, wie andere OEPNV-Unterstützer, für die Verbesserung der Angebote.)

Übrigens, Stefan, auch ich habe mit 15 Jahren einen Teil meines (damals nicht so üppigen) Lehrlingslohnes als Kostgeld an die Eltern abgegeben. War für mich überhaupt kein Problem, da ich schon damals mit einen Minimum an Geld meine Bedürfnisse befriedigen konnte. (Die sind nämlich in der Hauptsache nicht an Geld gekoppelt, sondern immateriell.) Wer mich etwas näher kennt, wundert sich immer mit wieviel "wenig Geld" ich heute noch - trotz leicht angestiegenen Lebensstandard - im Jahr auskomme.

Ich habe knapp 25 Jahre im sehr ländlichen Teil des VB-Kreises gewohnt. Es stimmt einfach nicht, dass dort Mobilität ohne Auto nicht gegeben ist. Natürlich war und ist es schwieriger (als in der Stadt) ohne Auto von einem Ort zum anderen zu kommen, aber ich bin immer da hin gekommen, wo ich hin wollte. (Und ich habe auch dort viel Politik - und nicht nur vor Ort - gemacht.)

Es ist eben Alles eine Frage des Bewusstseins. (Zugegeben damals mein Beitrag gegen den Konsumterror - heute eher gegen die Klimakatastrophe.)

Neid ist menschlich. Und ich will mich nicht dazu versteigen, dass ich behaupte, dass mir diese negative persönliche Charaktereigenschaft "nicht manchmal" unterschlupft. Bewusst versuche ich aber diese Gefühle nicht aufkommen zu lassen.

Letzte Bemerkung: Ich versuche öfters Bus und Bahn zu fahren, "Kaffee im Becher" trinke ich nicht ..... bei Flugreisen muss ich dringend nachbessern.

Natürlich müssen wir politsh gesehen die Autoindustrie (und die dahinter stehenden Kräfte der Kapitalisten) zerschlagen, sonst sind solche individuellen Ansätze bestenfalls "gut gemeint", aber es spricht in meinen Augen nichts dagegen den Konsumteror - soweit irgend wie möglich - durch Nichtteilnahme am Rausch zu konterkarieren.

Oder (ein Versuch): Es gibt ein Leben jenseits des Autos!
Stefan Walther
4.573
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.12.2019 um 20:26 Uhr
Wir bewegen uns etwas weg vom Beitrag Martin, deshalb hier auch mal von mir eine Nachfrage: man hat einmütig festgestellt dass der Parkdruck im Viertel zunehmen wird. Meine Frage = gibt es denn Lösungsvorschläge, vor allem von Seiten der Anwohner?

zu Martin:
- nicht jeder der ein Auto fährt, ist deshalb dem Konsumterror erlegen
- richtig, auch der einzelne Mensch muss sich verändern, versuchen im Einklang mit der Natur zu leben. Aber, wie du selbst feststellst, ohne eine Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise bleibt es ansonsten beim "gut gemeint"
- mit der Hippie-Bewegung oder sonstigen "Aussteigern" konnte ich noch nie etwas anfangen, und nicht das Wachstum an sich ist das Problem, sondern die Produktionsverhältnisse und das Eigentum an den Produktionsmitteln...
- nochmal zur Klarstellung: wer ist reich? derjenige, der evt. als Arbeiter oder Angestellter seinem Sprössling zum 18. Geburtstag ein ( altes ) Auto schenken kann oder der junge Erwachsene der sich das Geld dafür erarbeitet hat? Das ist doch ein Witz Martin, wenn wir sonst von "reich" reden, dann reden wir doch auch über tatsächlichen Reichtum, über Arbeit und Ausbeutung usw. usf. So wie du das hier darlegst, das ist in meinen Augen schon massenfeindlich und ja, auch ein wenig weltfremd
- man setzt keine Kinder in diese "schlechte Welt"? Im Gegenteil, auch die Kinder soll(t)en für eine bessere Welt streiten, es gibt keinen Grund pessimistisch zu sein! Schau dir die Kinder und Jugendlichen z.B. bei Fridays for Future an, ist das nicht klasse, sie nehmen die Sache selbst in die Hand...
Martin Wagner
2.584
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.12.2019 um 10:28 Uhr
Ja Stefan, wir bewegen uns vom Thema etwas weg. Aber eines sollte auch Dir klar sein. Wenn die Zielvorstellung gilt (und soweit ich die marxisitischen Klassiker verstanden habe, haben die das genau gefordert): Jedem Menschen die gleiche Anzahl von Konsumgütern, dann ist es ab sofort mit dem Individualverkehr vorbei. Denn - und das wird innerhalb der Wissenschaft überhaupt nicht mehr bestritten - die Erde "verträgt" seit Jahrzehnten keine Steigerung der Autozahlen. Sie rasst mit sehr hoher Geschwindigkeit genau deswegen (und auch aus anderen nachgeordneten Gründen) in die Klimakatastrophe. Der Elternteil der seinem Kind zum "18"ten ein gebrauchtes Auto schenkt .... wie ist das zu beurteilen????
Stefan Walther
4.573
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.12.2019 um 16:02 Uhr
Martin, deine kurze Antwort bedeutet, dass du mit allen anderen Punkten meines letzten Kommentars einverstanden bist?

So einfach ist die Welt nun doch nicht Martin: erstens leben wir im Kapitalismus, also können wir nicht Maßstäbe anlegen die im derzeitigen System gar nicht zu erfüllen sind. Zweitens ist das Ziel "Jedem nach seinen Bedürfnissen", und das ist keine Gleichmacherei, nicht jeder hat die gleichen Bedürfnisse...
Ob dies dann Individualverkehr jeder Art ausschließen wird, das kann doch heute noch niemand wissen / beurteilen.
Der (Auto-)Verkehr ist nur eine von vielen Ursachen für Umweltverschmutzung und drohender Klimakatastrophe. Sowohl eine Unterschätzung als auch eine einseitige Überbewertung führt beides zu falschen Ergebnissen. Entscheidend ist dass mittlerweile die kapitalistische Produktionsweise ( allein auf kurzfristigen Maximalprofit ausgerichtet ) unvereinbar geworden ist mit der einer die Natur schonenden Produktionsweise.
( Verschmutzung der Luft, Wasser, Boden... Abholzung des Regenwalds, Fracking... um nur einige Beispiele zu nennen )
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Nordstadtverein e. V. Gießen

von:  Nordstadtverein e. V. Gießen

offline
Interessensgebiet: Gießen
Nordstadtverein e. V. Gießen
772
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Tannenzauber läutet Adventszeit ein
Es ist eine langjährige Tradition in der Gießener Nordstadt, welche...
Veranstaltungshinweis: Tannenzauber in der Nordstadt
Am 28.11. zwischen ca. 16 und 18 Uhr findet auf dem Marktplatz vor...

Weitere Beiträge aus der Region

Blicken auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit (v.l.n.r.): Anthony Müller (Geschäftsführer AWO Pflegeeinrichtungen Gießen-Land gGmbH), Alexander Galbacs, Thomas Backes und Petra Emin (beide Lebenshilfe Gießen).
„Das wünschen wir uns doch alle“ - Alexander Galbacs gelingt mit viel Kraft und Unterstützung die Rückkehr ins Berufsleben
Lollar/Pohlheim (-). Nicht immer verläuft das Leben geradlinig....
Die Moschee von Potsdam - weitab von Ausländerfeindlichkeit
Eine Diskussion um den Bau der Moschee von Potsdam gab es praktisch...
Von links: Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Evelina Stober und Jonas Rentrop (Klimaschutzmanagement), Stadträtin Gerda Weigel-Greilich
Neuer Mobilitätskompass der Stadt Gießen vorgestellt
Das Thema „Verkehrswende“ bewegt die Gießener Bevölkerung seit...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.