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Schloss Nordkirchen - das westfälische Versailles

von Kurt Wirtham 17.11.2019506 mal gelesen5 Kommentare
Gießen | Das Wasserschloss liegt 25 km von Münster im Kreis Coesfeld. Es wurde von der UNESCO als "Gesamtkunstwerk von internationalem Rang" bewertet.

Es hat eine sehr langwierige und verworrene Baugeschichte, beginnend etwa im Jahre 800. Eine wichtige Rolle spielte natürlich dabei auch der Fürstbischof von Münster, dessen Sommerresidenz es unter anderem sein sollte. Jedoch wurde ständig gebaut, umgebaut, um dann wieder in Perioden des Verfalls zu münden. Auch die Besitzer wechselten laufend und für fast alle führte das Engagement ins finanzielle Desaster.

Kriegsschäden erlitt das Schloss im zweiten Weltkrieg nahezu keine. Im Park befand sich zeitweise ein Kriegsgefangenenlager. Im Mai 1920 wurde das Schloss vorübergehend von Kommunisten besetzt. (Rote Ruhr Armee nach dem Kapp-Putsch).

1949 mietete das Land Nordrhein-Westfalen den einsturzgefährdeten Bau und begann dort die Fachhochschule für Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen einzurichten und bis heute wird dort der Nachwuchs für die NRW-Finanzämter ausgebildet. Dieser Umstand schränkt die Besichtigung des Schlosses etwas ein.

Ebenfalls begann NRW 1950 mit einer langwierigen Renovierung des Schlosses, das ausschließlich aus Backsteinen erbaut wurde. Diese ergeben im Spätherbst in der Nachmittagssonne ein besoderes Licht.

Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Nordkirchen

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