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Unterhaltsame Komödie „Der Vorname“ : Auftakt zur gelungenen Langen Theaternacht am 1. November

V.l.: Elisabeth (Carolin Weber), René (Lukas Goldbach), Peter (Roman Kurtz) und Vincent (Tom Wild) in einer Szene von "Der Vorname".
V.l.: Elisabeth (Carolin Weber), René (Lukas Goldbach), Peter (Roman Kurtz) und Vincent (Tom Wild) in einer Szene von "Der Vorname".
Gießen | Zum Auftakt der diesjährigen Langen Theaternacht am Freitag, 1. November, war die Komödie „Der Vorname“ von Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière, in der Inszenierung von Cathérine Miville, das perfekte Schauspiel, das Witz, Schlagfertigkeit und Humor mit einer realistischen Darstellung verbindet, die offenbar hier in Gießen spielt und somit noch mitreißender ist.

Mit dabei im bürgerlichen Wohnzimmer

Das Publikum fühlt sich sofort persönlich anwesend im bürgerlichen Wohnzimmer mit Sofa, Esstisch und großen Bücherwänden (Bühne und Kostüme: Lukas Noll, Monika Gora und Ya-Ting Chang), in dem der Universitätsprofessor für Französische Literatur an der JLU Gießen Peter (Roman Kurtz) und seine Frau Elisabeth (Carolin Weber), Französischlehrerin an der Schule Gleiberger Land, auf ihre Gäste warten. Eingeladen sind Elisabeths Bruder Vincent (Tom Wild), seine schwangere Lebensgefährtin Anna (Anne-Elise Minetti) und der Familienfreund seit Kindertagen René (Lukas Goldbach).
Beim französischen Menü, das Elisabeth vorbereitet hat, unterhalten sich die Freunde und ihre Persönlichkeiten werden deutlich: Der
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Intellektuelle Peter, der Spaßvogel und Provokateur Vincent, der etwas verträumte René, die quirlige Elisabeth und die selbstbewusste Anna. Vincents Sohn und sein Vorname werden zum Hauptthema des Abends, wenn der zukünftige Vater ankündigt, dass der Junge Adolphe heißen soll. „Adolphe“ aus einem französischen Roman natürlich, nicht „Adolf“ wie Adolf Hitler. Die Diskussion eskaliert trotzdem. Das Publikum genießt den Wortwitz und die Argumente, die immer lebhaft und mit einer unterhaltsamen Interpretation vorgeführt werden. Ein Streitthema führt zum nächsten, Missverständnisse lassen den Gemütszustand der fünf Protagonisten ständig wechseln, bis zur letzten Enthüllung eines großen Geheimnisses, das ein richtiger Theatercoup ist. Es gibt viel zum Lachen. In der Komödie geht es aber auch tiefer: Unbekannte Wahrheiten aus der Vergangenheit und der Gegenwart kommen heraus und lassen die Zuschauer auch über die realen Beziehungen nachdenken, die sich oft hinter der Fassade verstecken.

Weitere Vorstellungen

Nach der amüsanten Vorstellung - die noch am 30. November; 3. Januar 2020; 7., 15. Februar 2010; 20. März 2010; 9., 23. Mai 2020, jeweils um 19.30 Uhr, stattfinden wird - konnten die Besucher des ausverkauften Schauspiels noch bis spät in der Nacht im Theater bleiben und weitere Auftritte im Rahmen der Langen Theaternacht nach dem Motto „Perlenhochzeit – 30 Jahre vereint“ genießen.
Bei Anna (Anne-Elise Minetti), Peter (Roman Kurtz), Elisabeth (Carolin Weber), René (Lukas Goldbach) und Vincent (Tom Wild) eskaliert die Diskussion ("Der Vorname").
Bei Anna (Anne-Elise Minetti), Peter (Roman Kurtz), Elisabeth (Carolin Weber), René (Lukas Goldbach) und Vincent (Tom Wild) eskaliert die Diskussion ("Der Vorname").
Dieses Jahr feiert Deutschland nämlich 30 Jahre Wiedervereinigung, die wie eine langjährige Ehe schöne und schwierige Momente, Höhen und Tiefen überstehen musste. Die unermüdlichen Schauspielerinnen und Schauspieler des Stadttheaters engagierten sich nach der Aufführung zusammen mit ihren Kollegen, Musikern und Theatermitarbeitern im Kostüm auf den verschiedenen Bühnen und Veranstaltungsorten weiter, die im Großen Haus organisiert wurden. Die Gäste hatten die Qual der Wahl: Musikalische Darstellungen im „Festsaal“ (Foyer), die lustige Schlager-Show „Perlen vor die Säue“ mit den Moderatorinnen Schmalecki (Johanna Malecki) und Schminetti (Anne-Elise Minetti), „hinterm Eisernen Vorhang“ (Hinterbühne), Fotos in der „Flitterwochenlounge“ (2. Rang Foyer), Tanzaufführungen im „Mauerraum“ (Ballettsaal), deutsche Musik im „Partykeller“ (Probebühne) und Videos im „deutsch-deutschen Wohnzimmer“.
Zum Schluss tanzten die Theaternachtschwärmer ab Mitternacht auf der Perlenhochzeitsparty im Foyer-Festsaal auf den Noten von bekannter Discomusik.

V.l.: Elisabeth (Carolin Weber), René (Lukas Goldbach), Peter (Roman Kurtz) und Vincent (Tom Wild) in einer Szene von "Der Vorname".
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Wiedervereinigung-Flair in der Langen Theaternacht.
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Schlager-Show "Perlen vor die Säue" bei der Langen Theaternacht.
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von:  Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion

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Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion
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