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Wilhelm-Liebknecht-Preis einstimmig an Dr. Lea Elsässer verliehen - "Politische und soziale Ungleichheit in Deutschland"

Frau Elsässer bei ihrer Ansprache
Frau Elsässer bei ihrer Ansprache
Gießen | Der Wilhelm-Liebknecht-Preis der Universitätsstadt Gießen wurde jetzt in einer Feierstunde an Dr. Lea Elsässer verliehen. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz überreichte die Verleihungsurkunde und würdigte das hervorragende wissenschaftliche Schaffen der Preisträgerin, die vom Auswahlgremium einstimmig vorgeschlagen worden war. Dr. Lea Elsässer hat sich insbesondere mit ihrem Buch "Wessen Stimme zählt? Soziale und politische Ungleichheit in Deutschland" (Campus-Verlag ) einen Namen gemacht.

Sie war unter anderem wissenschaftliche Mitarbeiterin und Gastdoktorandin am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, Gastdoktorandin an der Northwestern University in Evanston, USA und Doktorandin an der Universität Osnabrück. Seit November ist Dr. Elsässer wissenschaftliche Mitarbeiterin für Sozioökonomie an der Universität Duisburg-Essen. In ihrem Buch analysiert die Autorin unter anderem gesellschaftspolitische Befunde in Deutschland. "Wie steht es um die politische Gleichheit in Gesellschaften, in denen Einkommen immer weiter auseinanderdriften und die Armen sich kaum noch politisch beteiligen?
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Wessen Stimme findet Gehör? Mit einer umfassenden empirischen Untersuchung politischer Repräsentation in Deutschland zeigt die Autorin, dass die Entscheidungen des Deutschen Bundestages seit den 1980er-Jahren systematisch zugunsten oberer Berufs- und Einkommensgruppen verzerrt sind. Elsässers Studie ist eine eindrückliche Aufforderung, an die Ursachen von Politikverdrossenheit zu rühren und keine Zeit mit Symptombekämpfung und Marketing zu verschwenden. Es droht sonst der Demokratie ihr demos abhandenzukommen. Lea Elsässer hat eine wesentliche Forschungslücke geschlossen, indem sie die Frage ins Zentrum rückt, inwiefern die Ungleichverteilung von sozioökonomischen Ressourcen den demokratischen Anspruch auf gleiche Partizipations- und Einflusschancen gefährdet."
Prof. Dr. Armin Schäfer (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), der Betreuer und Doktorvater hielt die Laudatio.

Dr. Elsässer bedankte sich in einer Ansprache bei allen Beteiligten für die Auszeichnung. Martin Gierden (Trompete), Alexander Schmidt-Ries (Posaune) und Avaro Artunedo Garcia (Horn) sorgten mit zahlreichen Musikstücken für die musikalische Umrahmung der würdigen Feierstunde im Liebknechthaus.

Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
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Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.11.2019 um 13:58 Uhr
Der Namensgeber des Preises war noch von einem anderen Kaliber, als die heutigen Politiker.

Ich denke - würde er heute noch leben - ihm würde die Tendenz des Buches gut gefallen.

Das daraus resultierende politische Handeln würde ich aber eher seinem Sohn Karl zurechnen.
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von:  Werner Döring

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Werner Döring
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