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Mobilität für alle: Neuer Aufzug in der Lebenshilfe-Wohnstätte Watzenborn eingeweiht

Es kann losgehen! Renate Topol und Dirk Oßwald (rechts) weihen den neuen Aufzug der Wohnstätte Watzenborn ein.
Es kann losgehen! Renate Topol und Dirk Oßwald (rechts) weihen den neuen Aufzug der Wohnstätte Watzenborn ein.
Gießen | Pohlheim (-). Für die 18 Bewohner und Bewohnerinnen ist der neue silberglänzende Aufzug noch ein magischer Fremdkörper, dem sie sich mit Vorsicht nähern. Auch Wohnstättenleiter Peter Haider muss sich erst daran gewöhnen, dass der neue Aufzug künftig die vier Geschosse des Hauses in der Weimarer Straße 3 in Watzenborn miteinander verbinden wird.

Seit der Eröffnung der Wohnstätte vor 27 Jahren mussten alle BewohnerInnen des Hauses, einschließlich der Rollstuhlfahrer, das Treppenhaus mit Schrägaufzug benutzen. Renate Topol, die 1992 in die neu eröffnete Einrichtung der Lebenshilfe Gießen zog, ist mittlerweile 72 Jahre alt und damit die längste Bewohnerin des Hauses. Sie freut sich sehr über den neuen Aufzug, da sie, wie sie sagt, „mittlerweile schon etwas wackelig auf den Beinen“ ist. Nun kann sie schnell auch einmal ihre NachbarInnen im 3. Stock auf einen Kaffee besuchen.

Mobilität in den eigenen vier Wänden und in der Nachbarschaft bedeutet Lebensqualität. Und kostet Geld. Das weiß auch Udo Schöffmann, Bürgermeister von Pohlheim. Schöffmann war zur Aufzugseinweihung gekommen, um zusammen mit Renate Topol
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und Dirk Oßwald, Vorstand der Lebenshilfe Gießen, den Fahrstuhl seiner neuen Bestimmung zu übergeben: „Als Bürgermeister bin ich froh, dass die Lebenshilfe vor Ort ist und soviel Geld in ihre Einrichtungen investiert.“ Dirk Oßwald hatte zuvor beschrieben, dass neben den Kosten für den Aufzug in Höhe von rund 240.000 Euro schon 250.000 Euro bis 2018 in die energetische Sanierung des Gebäudes geflossen sei und bekräftigte die Notwendigkeit der Investitionen in die Wohnstätten der Lebenshilfe: „Schließlich möchten wir, dass Sie sich unbeschwert im Haus bewegen können – unabhängig von Alter und Handicap.“ Die Lebenshilfe Gießen betreibt in Stadt und Landkreis neun Wohnstätten, die – sofern sie über keinen Aufzug verfügen – in den nächsten Jahren nachgerüstet werden.

Die BewohnerInnen des Hauses und ihre Angehörigen, die zur Eröffnungsfeier mit Kaffee und Kuchen erschienen waren, freuten sich über die Wertschätzung und nutzten die Gelegenheit zu ersten „Probefahrten“ mit ihrem Aufzug. Einige sind noch dadurch irritiert, dass man bei der Bewegung zwischen den Stockwerken keine Fahrgeräusche wahrnimmt. Nach der langen Bauphase mit Krach und Staub dürfte das allerdings Balsam für die Ohren der 18 BewohnerInnen zwischen 24 und 72 Jahren sein, die sich auf drei Wohngruppen verteilen. Peter Haider, der die Wohnstätte seit 2002 leitet, bedankte sich bei den BewohnerInnen für ihre Geduld, was mit munterem Applaus beantwortet wurde.

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