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Herbstliche Bergtour Nebelhorn-Laufbacher Eck-Himmeleck-Oytal-Oberstdorf

von Kurt Wirtham 18.10.2019772 mal gelesen12 Kommentare
Blick vom Zeigersattel über den Seealpsee
Blick vom Zeigersattel über den Seealpsee
Gießen | Ausgangspunkt ist die Station Höfatsblick der Oberstdorfer Nebelhornbahn bzw. das danebenstehende Edmund-Probst-Haus der Alpenvereinssektion Immenstadt. Auf leichtem ansteigenden Wanderweg geht es zum Zeigersattel, von dem aus man den herrlichen Ausblick über den Seealpsee auf den Allgäuer Hauptkamm, die Höfats, die Walsertaler Bergwelt und den ganzen westlichen Bereich der Allgäuer Alpen hat. Dies ist ein weithin bekanntes Fotomotiv. Weiter geht es leicht abwärts und dann im weiteren Verlauf mit nicht mehr als 100 bis 150 m Höhendifferenzen immer auf um die 2.000 m Höhe unterhalb des Großen und Kleinen Seekopfs, dem Schochen und dem Lachenkopf vorbei zum Laufbacher Eck. Meist quer über mäßig steil abfallendes Wiesengelände, das gelegentlich mit Geröll und Fels durchsetzt ist. Einmal durchquert man eine etwas ausgesetzte Felsrinne, der Übergang ist aber mit Stahlseil gesichert. Man befindet sich hier immer auf der westlichen bis südwestlichen Seite der Berge, mit ähnlichem Blick wie vom Zeigersattel.

Vom Laufbacher Eck öffnet sich dann in östlicher und nordöstlicher Richtung der Blick ins Bärgündle und das
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Hintersteiner Tal, sowie die Berge des Hindelanger Klettersteigs und dem darunterliegenden Plateau des Koblats, sowie auf den Hochvogel, Zugspitze und Säuling. Am Hang unterhalb des Laufbacher Ecks sieht man den in der Sommersaison ständig besetzten Bergwachtstützpunkt, ein Blechcontainer mit Rotem Kreuz auf dem Dach.

Vom Laufbacher Eck führt der Weg abwärts, ein Stück abseits des Bergwachtstützpunktes vorbei, unter der Schneck-Ostwand herum, um wieder zum Himmeleck anzusteigen. Das Himmeleck ist das Joch zwischen Schneck, Himmelhorn und Großem Wilden. Nun geht es abwärts zur Wildenfeldhütte unter dem Südgipfel des Großen Wilden. Hier hat man wieder einen phantastischen Blick auf die Höfats, einen berühmt-berüchtigten äußerst steilen Grasberg mit vier Gipfeln.

Von der Wildenfeldhütte folgt man einem etwas steinigen Viehtrieb hinunter zur Käseralpe, wo sich eine Einkehr anbietet. Hier trifft man schon auf mehr Menschen, die zum Teil auch mit Mountain-Bikes hier herauf kommen. Ein Fahrweg führt weiter hinab, vorbei am mächtigen Stuiben-Wasserfall ins Oytal und zum Oytalhaus. Dort kann man sich auch Roller mieten, um den restlichen Weg nach Oberstdorf kräftesparend bis zur Schattenbergschanze zu rollen.

Blick vom Zeigersattel über den Seealpsee
Blick vom Zeigersattel über den Seealpsee
die "gefährlichste" Stelle der Tour - bei geneuem Hinsehen sieht man aber an der Felswand ein Stahlseil zum Festhalten
die "gefährlichste" Stelle der Tour
der höchste Zwischenanstieg
rechts die vierzackige Höfats
Blick Richtung Hindelanger Klettersteig/Koblat
einer der wenigen felsigen Abschnitte
hier schiebt sich der Schneck ins Bild
Blick zur Höfats - einer der steilsten Grasberge überhaupt
die Höfats
die Höfats
Blick ins Bärgündle - rechts der Hochvogel
der Bergwachtstützpunkt Laufbacher Eck - hinten der Hochvogel
unter der Schneck-Ostwand
3
die Schneck-Ostwand
Blick vom Himmeleck zum Großen Wilden
die Höfats vom Himmeleck aus
Wildenfeldhütte (eine Alpe) vor dem Großen Wilden
die Rinnen am Himmelhorn
Käseralpe - links darüber das Himmelhorn
Käseralpe
Stuibenfall
Blick zurück vom Oytalausgang

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Kommentare zum Beitrag

Hermann Menger
2.348
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 19.10.2019 um 11:19 Uhr
Sehr schöne Bilderserie und eine gute Beschreibung der Bergwanderung ! Man bekommt direkt Lust, diesen Weg zu gehen!
H. Peter Herold
28.261
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.10.2019 um 12:08 Uhr
Ja Herr Menger Lust schon, aber leider bleibt es dabei. Geht nicht mehr :-(
Sehr schöner, ausführlicher Beitrag mit tollen Bildern. Mir fehlen nur ein paar Zeitangaben an einzelenen Stationen. Damit könnte ich die Tour besser nacherleben.
Kurt Wirth
2.361
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 20.10.2019 um 14:41 Uhr
Von der Nebelhornbahnstation bis zur Rückkehr über das Oytal nach Oberstdorf findet man 18,6 km und 8 Stunden. Dabei 547 Höhenmeter aufwärts und 1.640 Höhenmeter abwärts. Von der Bahnstation bis zum Laufbacher Eck und wieder zurück sollen es 4,15 Stunden sein. Wo anders steht auch 3 1/2 Stunden. Von der Bahn zum Zeigersattel und zurück sind es 1 1/2 Stunden - bis dahin gehen viele Ausflügler, auch oft nicht alpin ausgerüstet. Von der Käseralpe nach Oberstdorf findet man 3 1/2 Stunden. Vom Himmeleck zur Käseralpe würde ich sagen 1 1/2 Stunden. Vom Laufbacher Eck zum Himmeleck sagen wir mal 1 Std.

Aber mit den Zeitangaben ist das so eine Sache. Überall im Allgäu ist alles hervorragend ausgeschildert und mit Zeitangaben versehen. Früher benötigte ich nie die angegebene Zeit, heute immer mehr, vor allem wenn es steiler wird.

Die Gehzeiten im deutschsprachigen Alpenraum werden nach DIN 33466 berechnet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Marschzeitberechnung

Die derzeitigen (grauen) Wegweiser im Allgäu wurden vor etwa 15 Jahren hauptsächlich aus EU-Leader-Programmen aufgestellt. Sie sollen aber jetzt nach und nach durch gelbe (wie in Österreich und Schweiz) ersetzt werden, weil die auch bei Nebel besser zu sehen sind. Außerdem zeigten die grauen sehr bald Materialermüdungen (hauptsächlich durch Sonneneinstrahlung) und brechen immer wieder ab.
H. Peter Herold
28.261
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.10.2019 um 14:54 Uhr
Danke für die Ergänzung. So gibt es ein Bild, auch wenn die Zeiten nicht immer für jeden passen.

*) Früher benötigte ich nie die angegebene Zeit, heute immer mehr, vor allem wenn es steiler wird.

Woran das wohl liegt :-))
Heike Bitzer
737
Heike Bitzer aus Gießen schrieb am 26.10.2019 um 10:53 Uhr
Da hätten wir uns fast getroffen. Ich war vom 07. bis zum 14. in Oberstdorf und am 10. auf dem Nebelhorn. Bin die letzte Etappe nach oben gelaufen und die letzte Etappe nach unten. Der Weg an den Wasserläufen entlang war abenteuerlich. Habe auch so traumhafte Bilder gemacht. Wollte a schon Bilder einstellenund bin zufällig auf den Bericht gestoßen. Bin jeden Tag 9 Stunden gelaufen. Es war einfach unbeschreiblich herrlich und traumhafte Sicht von den Bergen. Super Bilderserie!!!
Kurt Wirth
2.361
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 26.10.2019 um 11:04 Uhr
Also, getroffen hätten wir uns nicht. Die Fotos sind nicht aktuell, sondern schon ein paar Jahre alt. Ich habe dieses Jahr angefangen, meine früheren Dias zu scannen und nun digital zu fotografieren. Aber die Jahreszeit ist ziemlich genau entsprechend.

Wenn Sie von "abenteuerlichen Wegen" sprechen, sind sie vemutlich durch den Faltenbachtobel nach unten gegangen.
Heike Bitzer
737
Heike Bitzer aus Gießen schrieb am 26.10.2019 um 11:40 Uhr
Ja genau, den Namen hat mir meine Gastgeberin genannt. Wir haben uns zum Frühstück immer über meine Tagesausflüge unterhalten und ich habe von ihr tolle Ausflugstips bekommen. Dann stelle ich demnächst - wenn ich Zeit habe - doch noch eine Fotoserie ein, aber so genaue Ausführungen bekomme ich nicht hin. Wird dann eine reine Bilderserie mit kurzer Kurzbeschreibung :-)
H. Peter Herold
28.261
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 26.10.2019 um 12:28 Uhr
Bin schon gespannt
Kurt Wirth
2.361
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 26.10.2019 um 18:15 Uhr
Ja, nichts wie rein damit, Frau Bitzer. Gibt sicher imposante Bilder. Überschneidungen zwischen unseren Fotos wird es anscheinend kaum geben. Und wenn, wirds auch interessant.

Ich habe früher schon mal Fotos vom Nebelhorn im Oktober eingestellt, da sah es aber ganz anders aus, winterlich:

http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/127615/das-nebelhorn-machte-seinem-namen-ehre/

sowie vom Seealpsee, aber auch mit Schnee:
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/116157/der-seealpsee-am-nebelhorn-bei-oberstdorf-am-spaeten-nachmittag/
Hallo Lieber Leser
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Kurt Wirth
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