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BC Marburg gewinnt im Europapokal gegen Charleroi

Hanna Reeh erzielte gegen Charleroi genau so viele Punkte wie auf ihrem Trikot steht. Foto: Laackman/PSL
Hanna Reeh erzielte gegen Charleroi genau so viele Punkte wie auf ihrem Trikot steht. Foto: Laackman/PSL
Gießen | Das hat richtig Spaß gemacht. Phasenweise

CEWL-Europapokal: BC Pharmaserv Marburg – Spirou Ladies Charleroi 82:69.

Der BC Pharmaserv Marburg ist mit einem Erfolg in die Central Europe Women League (CEWL) gestartet. Gegen die Spirou Ladies Charleroi aus Belgien erzielten Kapitänin Marie Bertholdt (20 Punkte) und Alex Kiss-Rusk (21) die Hälfte der Marburger Punkte. So deutlich, wie da Ergebnis am Ende für die Hessinnen ausfiel, hatte es in der ersten Halbzeit schon ausgesehen. Allerdings für die Gäste!

Nach ausgeglichenem Beginn, setzte Charleroi durch einen 12:0-Lauf in den letzten vier Minuten des ersten Viertels ein Ausrufezeichen (20:6). Die Belgierinnen wirkten präsenter, schneller sowie aggressiver und schraubten ihre Führung auf 31:12 (16. Minute). Jetzt war aber auch mal gut!

Neun Marburger Punkte am Stück (21:31, 18. Minute), und auch die Zuschauer waren im Spiel. Ebenso die BC-Bank. Und die fünf auf dem Feld ließen nun nicht mehr locker. Zum Seitenwechsel waren die Gastgeberinnen nach fünf Punkten in Serie auf 31:36 dran.

Und die Zauberstunde des Pharmaserv-Teams hielt an: Weitere elf unbeantwortete Zähler (insgesamt 16) durch die beiden Marburger Alexes - Kiss-Rusk und Wilke - ließen die Waage erstmals in Richtung der Heimmannschaft ausschlagen (42:36, 24.). Drei Minuten später war der Vorsprung erstmals zweistellig (52:42).

Charleroi kam nochmal heran (49:55, 28. / 62:68, 36.). Nach acht Punkten binnen zwei Minuten von außen durch Finja Schaake konnte aber nichts mehr anbrennen.


Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Am Anfang sah das sehr lethargisch aus. Wir haben Entscheidungen zu spät getroffen, einfache Korbleger vergeben und waren einen Schritt zu spät in der Verteidigung. Dann haben wir umgestellt, mehr Druck auf den Ball gemacht und Charleroi verunsichert. Ich bin froh, dass wir mal so ein gutes drittes Viertel gespielt haben. Meine drei Kollegen von der Trainerakademie in Köln, die extra zum Spiel hergefahren sind, sind begeistert. Und ich glaube, wir haben heute einige Leute begeistert. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir den Ball gut laufen lassen, den extra Pass gesucht und dadurch freie Würfe gehabt. Das hat richtig Spaß gemacht, zuzugucken. Phasenweise.“

Frank Arnold (Co-Trainer Marburg):
„Im ersten Viertel waren wir nicht bereit. Charleroi hat uns komplett eingeschläfert. Und dazu hatten wir eine grauenhafte Wurfquote. Die hatte Charleroi dann später, so dass sich die Quoten am Ende angeglichen haben [43:49 Prozent]. Mit unserer Defense haben wir irgendwann beim Gegner für Verwirrung gesorgt, und mit unserer Ganzfeld-Verteidigung sind wir heute ein gutes Stück weitergekommen.“

Marie Bertholdt (Kapitänin Marburg):
„Zu Beginn haben wir nicht intensiv genug verteidigt – im Eins-gegen-eins, in den Gaps, wir hatten keinen Druck am Ball und haben nur reagiert. Wir waren zu langsam nach vorne, haben den Korb nicht attackiert und einfache Würfe nicht reingemacht. Aber wir haben gemerkt, was passiert, wenn wir nur ein bisschen mehr Energie, Intensivität und Aggressivität reinbringen, und unsere Stärken als Mannschaft ausgespielt. Ich weiß nicht, warum wir erst so einen Weckruf gebraucht haben. Aber wir haben wieder gezeigt, dass wir auch nach einem hohen Rückstand den Kopf nicht hängenlassen und ein Spiel noch drehen können.“


Statistik: Marburg – Charleroi
Viertel: 6:20, 25:16, 29:14, 22:19.
Marburg: Baker 2 Punkte, Bertholdt 20/1 Dreier (4 Assists), Hegele, Kiefer, Kiss-Rusk 21/1 (7 Rebounds), Klug 2, Reeh 7/1, Schaake 10/2, Sola 1, Wagner 2, White 8/1, Wilke 9/1.
Charleroi: Ballau 15/1 (7 Ass.), Brichacova 16 (8 Reb., 3 Blocks), Deneil 2, Dupire, Fontaine, Hendrickx 8 (8 Reb.), Henry 2, Klerx 16/1, Prytz 10/2, Quiaco (n.e.).
SR: D.Damm, E.Saeidi, TK: C.Lauprecht, Z: 250.


Fun Facts: Zum ersten Mal (im dritten Versuch) gewinnt Marburg ein Pflichtspiel (inkl. CEWL) nach nur 6 erzielten Punkten im ersten Viertel. / Marburgs 54 Punkte in Summe von zweitem und drittem Viertel ist die höchste in einem Heimspiel (386 Spiele). / +15 Punkte Differenz im dritten Viertel ist die höchste in einem Marburger Heimspiel seit 27.01.2007 (+16 beim 160:87-Sieg gegen Mainz). / Finja Schaakes 300. Pflichtspiel (inkl. CEWL – Spielerin mit den Zweitmeisten hat 269). / Zwei Marburgerinnen erzielten die Punktzahl, die ihrer Trikotnummer entspricht (Reeh 7, Kiss-Rusk 21). Hätten Schaake und White das Trikot getauscht, wären es vier.

Fail Facts: 6 erzielte Marburger Punkte im ersten Viertel sind die wenigsten ein einem Pflichtspiel (inkl. CEWL) nach dem Wiederaufstieg 1992 (im 835. Spiel zum dritten Mal). / Feldwurfquote im ersten Viertel: Marburg 1/11 (9 Prozent); Charleroi 9/14 (64 Prozent). / Zum ersten Mal in dieser Saison erzielt Charleroi mehr als 59 Punkte.


Nächstes Spiel: Sonntag, 20. Oktober, 16 Uhr, Bundesliga-Heimspiel gegen Flippo Baskets Göttingen, Georg-Gaßmann-Halle.

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