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Letzte Hilfe – Anleitung zur Begleitung Sterbender

v.l. E. Kuhn, S. Wolf, M. Lücke-Schmidt, Dr. S. Burger, Dr. W. Hoerster
v.l. E. Kuhn, S. Wolf, M. Lücke-Schmidt, Dr. S. Burger, Dr. W. Hoerster
Gießen | Der Hospiz-Verein Gießen hat zum Letzte Hilfe Kurs in den Herman-Levi Saal im Rathaus der Stadt Gießen eingeladen. Über einhundert Bürger haben die Chance genutzt, zu erfahren, was sie für die ihnen Nahestehenden auf deren letzten Weg für ein Sterben in Würde tun können. In der Auftakt- Veranstaltung ging es inhaltlich um das 1 x 1 der Sterbebegleitung. So wie die Erste Hilfe lebensnotwendig ist für Verletzte und Kranke, soll die letzte Hilfe Menschen in der Sterbephase zu gute kommen. Die Veranstaltung richtet sich an alle Bürger, die sich rund um das Thema Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren wollen, auch um die Hemmschwellen, sich Sterbenden zuzuwenden, abzubauen.
Entstanden ist das Konzept für den letzten Hilfe Kurs im Rahmen der Masterarbeit von Dr. Georg Bolling. Inhaltlich wird in den Veranstaltungen ausschließlich das von Bolling erarbeitete Konzept präsentiert. So finden inzwischen nach einheitlichen, abgestimmten Inhalten Letzte Hilfe Veranstaltungen in vielen Städten Deutschlands, aber auch in Norwegen und Dänemark statt.
Der letzte Hilfe Kurs umfasst vier Module, die je 45 Minuten in
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Anspruch nehmen. Modul 1: Sterben als Teil des Lebens präsentierte die Koordinatorin des Hospiz-Vereins, Frau Stefanie Wolf. Sie ging u.a. auf den Sterbeprozess, die Notwendigkeit, anderen im Sterben beizustehen und auf das Netz der Palliativversorgung ein. Das zweite Modul: Vorsorgen und entscheiden stellte Frau Dr. Sabine Burger vor. Sie setzte sich in ihrem Vortrag mit der hospizlichen Haltung und Palliativ Care, der Vorsorgevollmacht und der Patientenverfügung auseinander. Über die typischen Beschwerden und Symptome am Lebensende und wie man diesen begegnet war das Thema von Herrn Dr. Winfried Hoerster im Rahmen des 3. Moduls: Leiden lindern. Er stellte vier Strategien des Umsorgens vor: Da sein, nicht medikamentöse Maßnahmen, Medikamente und bleiben und aushalten. Den Schlusspunkt setzt die Koordinatorin des Hospiz-Vereins, Frau Marion Lücke-Schmidt, mit dem 4. Modul: Abschied nehmen. Ihre Themen waren u.a. Rituale des Abschiednehmens, Reaktionsweisen auf schlechte Nachrichten, Sterben und Trauer.
Die Reaktionen der Zuhörer fielen erwartungsgemäß je nach erlebter oder nicht erlebter Erfahrung mit sterbenden Menschen sehr unterschiedlich aus. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl und des Verlaufs der Veranstaltung sieht sich der Hospiz-Verein bestärkt, die Veranstaltungsreihe in 2020 fortzusetzen.

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