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Ein frohes Erntedankfest

Gießen | Erntedank:
Ein schönes Fest, besonders wenn man bedenkt wieviele Kinder gerade versuchen zu schlafen während sich die spitzen Ellenbögen in die Pergamenthaut über den knöchrigen Rippen bohren. Aber Hauptsache uns gehts gut, wir wissen ja auch dass Gott uns morgen den Tisch wieder decken wird. Für die anderen heißt es halt:
Morgen Kinder wirds nix geben, morgen bleibt der Teller leer
da hilft kein Singen und kein Beten, schaut euch an das Fliegenmeer.
Wenn eure Kraft am Ende ist, ne Larve eure Augen frisst

Morgen Kinder wirds nix geben, auch der Durst wird nicht gestillt
Weil jeder Schluck der bracken Brühe, eure letze Chance killt
Doch je mehr ihr dehydriert, umso schneller ihr krepiert.
Amen

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Satire (70)
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Kommentare zum Beitrag

Otmar Busse
832
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 06.10.2019 um 10:20 Uhr
Es gehört Mut dazu, diese Zeilen so zu formulieren und sich zu getrauen, sie in dieser Härte zu veröffentlichen ... aber es ist nichts anderes als die reine Wahrheit.

Während hier abertausende Tonnen Lebensmittel, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, vernichtet werden, verhungern in anderen Ländern in Folge von Mangel-und Unterernährung täglich rund 8.500 Kinder. Alle zehn Sekunden ein Kind!
2.438
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 06.10.2019 um 15:44 Uhr
Unser Wegwerfverhalten hat aber nur mittelbar etwas damit zu tun.
Unmittelbare Ursache sind die Handels- und Produktionsbedingungen des
globalisierten Markts.
Länder der sogenannten dritten Welt sehen sich gezwungen, zu extrem
niedrigen Preisen Waren zu exportieren, und gleichzeitig zu Dumpingpreisen Waren zu importieren, die den heimischen Markt kaputt machen.
Beispiel: Hähnchenflügel aus Massenproduktion.
Frauen und Kinder in Indien und Bangladesch produzieren zu Minimallöhnen Kleidungsstücke, damit wir uns in kurzen Abständen immer wieder neu einkleiden können.
Natürlich, was so wenig kostet, schätzt man auch wenig und wirft es ohne langes Überlegen wieder weg.
Müsste man angemessene Preise bezahlen, für Kleidung und für Nahrung,
würde man sich anders verhalten.
Aber da gibt es ja eine große Zahl sogenannter Freihandelsverträge, die allesamt dem Prinzip folgen, dass Freihandelsverträge in der Regel immer den stärkeren Partner bevorteilen und wirtschaftliche Abhängigkeiten zementieren.
Dass wir vom Elend anderer profitieren, zeigt auch die Weltmeisterschaft in Katar.
Wenn sich die Sportfreunde vor dem Fernseher freuen, denken sie nicht daran, dass für den Bau der Sportstätten in Katar täglich durchschnittlich zwei "Gastarbeiter" an Herz-und Kreislaufversagen wegen der schrecklichen klimatischen Bedingungen gestorben sind.
Darüber hat man erstaunlich wenig in der Berichterstattung gelesen.
Wir wollen uns den Spaß ja nicht verderben lassen!
Und den Leuten, die sich an dem unmenschlichen Spektakel eine goldene Nase verdienen, nicht ihren Gewinn?
Christine Stapf
7.582
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 06.10.2019 um 17:39 Uhr
Frau Barthel da kann ich Ihrem Kommentar nur zustimmen.
Kleidung wird nicht mehr geflickt, Strümpfe nicht mehr gestopft und die Nahrungsmittel sind so preiswert wie nie.
Und es ist das alte Lied, auf Kosten derer die fast nichts haben blüht hier die „Geiz ist Geil“ Mentalität.
Was die WM in Katar betrifft, so hatte ich 2014 und im Juni 2019 hier auch ausführlich aufmerksam gemacht. Aber wenn es um König Fußball geht will die Masse nichts negatives hören, koste es was es wolle und wenn es auf Kosten von Zwangsarbeitern ist.

http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/89035/koenig-fussball-fordert-schon-jetzt-einen-sehr-hohen-preis/

http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/129431/mehr-als-1400-tote-auf-wm-baustellen-in-katar-und-bis-zur-wm-2022-werden-es-nicht-die-letzten-sein/
Jenny Burger
1.753
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 09.10.2019 um 15:10 Uhr
Das ist wohl alles wahr.
Aber selbst wenn unsere Gesellschaft in der Lage wäre, konsequent umzudenken würde das die Situation in anderen Ländern nicht ändern.
Es werden in absehbarer Zeit 50 Jahre, vor denen ich eingeschult wurde, und seit dieser Zeit höre und lese ich über das Elend in der sogenannten Dritten Welt.
Wie viele Organisationen arbeiten unermüdlich vor Ort, um die Lebensbedingungen zu ändern...….und hat sich unter dem Strich etwas geändert ? Nein.
Im Einzelfall hier und da vielleicht, aber die Sterblichkeitsrate beim Hungertod hat sich nicht verändert.
Und wie ich denke, wird sie sich auch in den nächsten 50 Jahren nicht ändern.
2.438
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 09.10.2019 um 16:04 Uhr
Die Ursachen dafür sind:
1.
Die offizielle Entwicklungshilfe vieler Staaten hat sich vorwiegend an den
Interessen der eigenen Wirtschaft orientiert und mit Hilfe korrupter Regierungen in den Empfängerländern dort Großprojekte verwirklicht, die nur der Bereicherung von wenigen dienten, während die Mehrheit noch ärmer wurde.
2.
Ähnlich ist es mit den Freihandelsabkommen, die immer die wirtschaftlich Schwächeren benachteiligen.
Um einen Zugang zu den Märkten z. B. Europas zu bekommen, müssen arme Länder es hinnehmen, dass ihr eigener Markt mit Dumpingprodukten überschwemmt wird. Damit wird die eigene Produktion in vielen Bereichen
unrentabel und muss aufgegeben werden.
3. Kriegerische Auseinandersetzungen
4. Klimaveränderung
5. Überbevölkerung

Organisationen, die nicht profitorientiert arbeiten und deren Hilfe sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert, können etwas bewirken!
Auch Arbeitsmigranten tragen durch ihre Überweisungen oft wesentlich zum
Überleben ihrer Familien bei.
Wenn uns wirklich etwas daran liegt, die Lebensbedingungen z.B. in Afrika zu verbessern, sollten wir sie unterstützen und vor Ausbeutung schützen!
Christine Stapf
7.582
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 10.10.2019 um 15:11 Uhr
Frau Burger ich befürchte auch, dass sich in den nächsten Jahren nicht viel für die Menschen ändert wird.

Hier nicht unwichtige Themen:
Noch immer wird Afrika von Misswirtschaft, Korruption und maroder Infrastruktur zurückgehalten – trotz Hunderter Milliarden Dollar Entwicklungshilfe.
Korruption ist dafür verantwortlich, das die Gelder wohl nicht zu den Bedürftigen kommen.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/kommentar-woran-afrika-wirklich-leidet-15760055.html
2.438
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 10.10.2019 um 16:23 Uhr
Korruption auf beiden Seiten, der derEmpfänger und der der Geber von Entwicklungshilfe!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Florian Schmidt

von:  Florian Schmidt

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Florian Schmidt
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