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Marburg arbeitet sich ins Pokal-Achtelfinale

Lisa Bonacker (links) und Luzie Hegele absolvierten in Opladen ihren ersten Pflichtspiel-Einsatz für das Pharmaserv-Team. Fotos: Laackman/PSL
Lisa Bonacker (links) und Luzie Hegele absolvierten in Opladen ihren ersten Pflichtspiel-Einsatz für das Pharmaserv-Team. Fotos: Laackman/PSL
Gießen | Steigerung nach der Pause bringt den Sieg

Deutscher Pokal, 2. Runde: BBZ Opladen – BC Pharmaserv Marburg 53:81.

Der BC Pharmaserv Marburg hat das Achtelfinale im Deutschen Pokal-Wettbewerb erreicht. Beim Zweitligisten BBZ Opladen tat sich der Favorit aus Hessen allerdings in den ersten 25 Minuten schwer und ging nur mit einem 32:32-Unentschieden in die Halbzeitpause. Eine deutliche Steigerung brachte das von den rund 30 mitgereisten Marburger Anhängern erhoffte klare Ergebnis.

Erfolgreichste Punktesammlerin im Pharmaserv-Team war erneut Alex Kiss-Rusk mit einem Double-Double (17 Punkte, 16 Rebounds). Die 18-Jährigen Lisa Bonacker und Luzie Hegele kamen in den letzten 2:28 Minuten zu ihrem ersten Pflichtspiel-Einsatz im Bundesliga-Team – gemeinsam mit ihrer langjährigen Mannschaftskameradin aus der BC-Jugend, Lisa Kiefer, die zwei Tage zuvor debütiert hatte.

Beide Mannschaften traten nicht in Bestbesetzung an. Denn das Quartett, das Deutschland bei der U23-Weltmeisterschaft im 3x3 vertritt, flog am Sonntag nach China: aus Opladen Laura Zdravevska (2014 im Marburger Bundesliga-Kader) und vom BC Theresa Simon und Alex Wilke – dazu Luana Rodefeld aus Freiburg (2014-2016 in Marburg).

Die erste Hälfte verlief aus Marburger Sicht zäh. Die Offensive wirkte fahrig und leistete sich unnötige Ballverluste. Die Dreier-Bilanz in den ersten 20 Minuten war mit 2 Treffer bei 16 Versuchen unterirdisch. 12:5 (6. Minute) war die höchste Führung. Und in der Verteidigung fehlte dem Erstligisten oft die Spritzigkeit, die der Gegner an den Tag legte. Und hätte Opladen nicht allein in der ersten Halbzeit sieben Freiwürfe verworfen, hätten die Marburger nicht nur beim 32:30 für die Gastgeberinnen (20.) zurückgelegen.

Nach dem Seitenwechsel wurde bei den Marburgerinnen nicht alles besser, aber vieles. Ballgewinne, Fastbreaks und das Ausnutzen der Großenvorteile brachten Sicherheit. Ein 9:0-Lauf machte die Führung des Pharmaserv-Teams erstmals zweistellig (50:37, 29.), und Steffi Wagners Buzzerbeater von der Dreipunktelinie zum Ende des dritten Viertels (53:42) startete einen 13:0-Lauf (63:42, 33.). Die Entscheidung.

Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Opladen war sehr gut eingestellt, hatte viel Feuer und Energie. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut verteidigt, und es sind auch keine Würfe gefallen. Es gibt aber keine Ausreden: Wir sind der Erstligist, und es ist egal, dass wir vorgestern ein Spiel hatten, und dass wir ohne zwei Nationalspielerinnen antreten. Wir müssen uns auf uns konzentrieren und den Gegner nicht stark machen, indem wir immer einen Schritt zu spät sind. In der Halbzeitpause habe ich gesagt: Wenn wir das machen, was wir umsetzen wollen, wird es gut. Und das wurde es ja auch. Wir waren dann ein bisschen aggressiver in der Defense, haben ein bisschen besser gereboundet und haben uns so Selbstvertrauen geholt. Und dann fallen auch die Würfe. Auf der zweiten Halbzeit können wir aufbauen. Ich habe viele gute aber auch viele schlechte Sachen gesehen. Wir müssen weiter aus unseren Fehlern lernen.“

Statistik: Opladen – Marburg
Viertel: 15:19, 17:13, 10:21, 11:28.
Opladen: Brinkmann 2 Punkte, Dulkadiroglu, Flaskamp 6, Marré 4, Middeler 5 (6 Rebounds), Prinz, Schütter 16 (6 Reb., 3 Steals), Schmidt 1, Stock 4, Tenbrock 2, Wolff 13.
Marburg: Baker 5/1 Dreier, Bertholdt 13 (11 Reb.), Bonacker, Hegele, Kiefer, Kiss-Rusk 17 (16 Reb., 3 Blocks), Klug 6, Reeh 7/1, Schaake 9, Sola 6, Wagner 8/1 (3 St.), White 10/2 (3 St.).
SR: D.Bejaoui, N.Bergenthum; Z: 80.

Fun Facts: Lisa Bonacker und Luzie Hegele sind seit dem Wiederaufstieg 1992 die Spielerinnen Nummer 133 und 134 mit einem Pflichtspiel-Einsatz im Bundesliga-Team. / Bilanz gegen Opladen 5:0 (Bundesliga 2:0, Pokal 3:0). / +28 ist die höchste Differenz gegen Opladen (bisher +19, 22.10.2015, 69:50-Auswärtssieg, ebenfalls Pokal, 2. Runde) und der höchste Auswärtssieg seit 21.10.2017 (+29, 88:59 Bundesliga in Heidelberg). / Mit +17 bestes letztes Viertel auswärts seit 31.10.2012 (+19, 33:14, beim 99:59-Sieg in Trier, Pokal, 2. Runde). / 53 zugelassene Punkte sind die wenigsten in einem Auswärtsspiel seit 22.10.2015, 69:50-Sieg in Opladen, Pokal, 2. Runde).

Fail Facts: Ein Unentschieden nach 20 Minuten ist das schlechteste Halbzeit-Ergebnis in einem Pflichtspiel gegen einen Zweitligisten seit 18.12.2002 (50:52-Rückstand gegen TV Hofheim, Pokal, 2. Runde, beim 95:90-Sieg).

Nächstes Spiel: Sonntag, 13. Oktober, 15 Uhr, Bundesliga-Auswärtsspiel bei Inexio Royals Saarlouis, Stadtgartenhalle.

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von:  Marcus Richter

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