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„Freuen uns, dass es nun endlich losgeht“ - Spatenstich für neue Lebenshilfe-Wohnstätte in der Rödgener Straße

An den Spaten v. l. n. r.: Architekt Thomas Raab, Michaela Schlipper, Maren Müller-Erichsen (Lebenshilfe), Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Christine Hasenauer sowie Dirk Oßwald (beide Lebenshilfe).
An den Spaten v. l. n. r.: Architekt Thomas Raab, Michaela Schlipper, Maren Müller-Erichsen (Lebenshilfe), Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Christine Hasenauer sowie Dirk Oßwald (beide Lebenshilfe).
Gießen | Die Lebenshilfe Gießen vollzog kürzlich den zweiten Spatenstich binnen weniger Wochen im Osten des Gießener Stadtgebiets. Schauplatz war diesmal nicht das neue Kinder- und Familienzentrum an der Rödgener Straße, sondern das unmittelbar gegenüberliegende Gelände des ehemaligen Woodlandclubs. Hier, in der Rödgener Straße 68, rollen in den kommenden Wochen und Monate die Bagger, arbeiten die Handwerker, um eine Wohnstätte, vornehmlich für Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung, zu errichten. Diese entsteht auf dem gleichen Grundstück, auf dem sich bereits seit wenigen Jahren die Auto-Halle der Oldtimerspendenaktion der Lebenshilfe Gießen befindet.

„Für die Lebenshilfe Gießen ist das ein Projekt, das nach langer Planungsphase endlich in die Realisierung geht. Es ist eines von aktuell mehreren großen Bauvorhaben. Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht“, äußerte sich Lebenshilfe-Vorstand Dirk Oßwald im Rahmen des offiziellen Spatenstichs, bei dem unter anderem auch Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Michaela Schlipper (Landeswohlfahrtsverband Hessen), Architekt Thomas Raab sowie Mitglieder des Lebenshilfe-Aufsichtsrats zugegen waren. Maren Müller-Erichsen, Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Gießen, betonte: „Die Anfrage ist groß. Insofern sind wir froh, dass wir nun diese Gebäude errichten und neue Plätze für Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung anbieten können, denn dieser Personenkreis wird leider nicht überall aufgenommen. Ich hoffe sehr, dass sich die Bewohner hier wohlfühlen werden.“

Das Haus befindet sich bereits seit 2011 in der Planungsphase, erste konzeptionelle Überlegungen stellten der damalige Vorstand der Lebenshilfe Gießen, Magnus Schneider, sowie Christine Hasenauer, Bereichsleitung Wohnen, an. Schon zu diesem Zeitpunkt erkannte die Lebenshilfe die Wichtigkeit einer großflächigen und mit vielen notwendigen Spezifikationen ausgestatten Wohnstätte für Personen mit einer Autismus-Spektrum-Störung. „Was lange währt, wird endlich gut. Ich hoffe, dass wir hier ein schönes neues Zuhause für die zukünftigen Bewohner schaffen werden“, freute sich Christine Hasenauer, während Architekt Thomas Raab einige der zahlreichen baulichen Besonderheiten – neben einem innovativen Beheizungs- und Belüftungssystem etwa die digitale Steuerung von beispielsweise Rollläden, Lichtern und anderen elektronischen respektive automatisierbaren Funktionen - skizzierte.

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz beglückwünschte die Lebenshilfe Gießen zum Bauvorhaben und reihte die zukünftige Wohnstätte in der Etablierung moderner Gießener Lebenshilfe-Wohnprojekte für Menschen mit Behinderung der jüngeren Zeit ein - darunter beispielsweise die die inklusive „WG am Eck“ im Ulner Dreieck. Ferner hob Grabe-Bolz die klimafreundliche Architektur des Effizienzhauses, das sich im Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen um bis zu 45 Prozent verbessert präsentiert, hervor.

Das Investitionsvolumen für die neue Lebenshilfe-Wohnstätte liegt bei rund 3,9 Millionen Euro. Das neue Haus, in dem eine ganztägige Betreuung gewährleistet sein wird, bietet Platz für drei Gruppen beziehungsweise für bis zu insgesamt 15 Personen. Zwei der drei genannten Gruppen sollen ausschließlich durch Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung gebildet werden, eine dritte ist für fünf Bewohner der bisherigen Lebenshilfe-Wohnstätte in Albach angedacht, die geschlossen wird. Ebenfalls geschlossen wird die bisherige Wohnstätte für Autisten im Gießener Aulweg – auch die vier dort lebenden Bewohner ziehen nach Bauabschluss in die Rödgener Straße ein. Leiter der neuen Wohnstätte wird Thomas Kühne, der bislang die Wohnstätte im Aulweg leitet.

Um den neuen BewohnerInnen ein bestmögliches Umfeld zu gestalten, möchte die Lebenshilfe Gießen in Kürze eine Spendenaktion starten. Angepeilt wird eine Summe in Höhe von rund 70.000 Euro. Mit diesem Geld möchte die Lebenshilfe Bewohner-Bedürfnissen, die nicht von dem bisherigen Budget abgedeckt sind, noch besser entsprechen.

Sie haben Fragen zur neuen Wohnstätte in der Rödgener Straße oder zum Bereich Wohnen der Lebenshilfe Gießen im Allgemeinen? Dann schreiben Sie gerne via E-Mail an info@wohnen-lhgi.de.

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